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LOK Report – News von Montag, 20.02.12

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Foto Arnaud Bouissou - MEDDTL TOP-Themen
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Anforderungsliste für Berliner S-Bahn
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Frankreich startet Qualitätsbehörde
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Konsultationsverfahren zum
Essex-Thameside-Franchise
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Unfall-Flirt zu schnell gefahren

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MidCargo wird CFL cargo Sverige

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Region Pilsen will Strecken ausschreiben

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Foto links: Arnaud Bouissou - MEDDTL

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Industrie

RechteckNetinera: UniCredit Leasing finanziert Erwerb von 11 neuen Regionalzügen
Der Finanzdienstleister UniCredit Leasing unterstützt die italienische Staatsbahn FS Italiane bei der Finanzierung zum Erwerb von elf Regionalzügen der Tochtergesellschaft Netinera Deutschland. Die Transaktion über 73,2 Millionen Euro zwischen der UniCredit Leasing Gmbh und der Netinera Deutschland GmbH gliedert sich in zwei Mietverträge über 11 und 10 Jahre für drei GTW und acht Doppelstockzüge von Stadler und deckt sämtliche Kosten für die Anschaffung der elf Züge, von denen die ersten drei bereits im Großraum Berlin im Betrieb sind, während die übrigen acht Anfang 2013 auf regionalen Routen in Berlin und Branden-burg in Betrieb gehen.
Der erfolgreiche Abschluss der Finanzierung wurde möglich durch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Unternehmen und Organisationen der UniCredit Group in Italien und Deutschland (WKZ, Quelle FS Italiane, 20.02.12).

Aus den Ländern

RechteckBayern: Neue Trambahn nach St. Emmeram fährt leise
Am Freitag, 17. Februar 2012, konnten sich Bürger und Politiker ein Bild davon machen, wie leise und erschütterungsfrei die Trambahnzüge auf der neuen Strecke nach St. Emmeram fuhren. Stadtrat Robert Brannekämper (CSU) hatte zu einem Ortstermin an der Haltestelle Prinz-Eugen-Park eingeladen.
Während man durch den motorisierten Individualverkehr manchmal in der Unterhaltung gestört wurde, waren die Trambahnzüge kaum zu bemerken. Bei einem anschließenden Besuch im Wohnzimmer der Familie S. mußte extra ein Posten vor das Haus gestellt werden, um rechtzeitig auf dei Trambahnzüge aufmerksam zu machen. Am Eßtisch war auch bei gutem Willen, keine Erschütterung festzustellen.
Gunnar Heipp, der zuständige Projektleiter der Stadtwerke München, bot jedem Anwohner eine sachliche Überprüfung seiner Beschwerden an. Es wurden Forderungen vorgetragen, wie die Einstellung des Trambahnbetriebes ab 22 Uhr oder eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung.
Während manche Teilnehmer bemerkten, daß die neuen Signalanlagen zu einer Verminderung des motorisierten Individualverkehrs geführt hätten, wünschten sich andere eine "Grüne Welle" für die Autos. Auch das vermeintliche Versprechen, auf dieser Strecke Variobahnen einzusetzen kam wieder zur Sprache
. "Die Mobilität in einer Großstadt kann mit Trambahnen in einem für die Menschen und die Umwelt sehr verträglichen Maße gewährleistet werden", meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste und Mitglied im zuständigen Bezirksausschuß Bogenhausen. "Wir weisen alle Forderungen nach einer Verschlechterung der Fahrzeiten und der Betriebszeit zurück."
Der Bayerische Kulstusminister Ludwig Spänle, immer zur Stelle, wenn es gilt, sich gegen die Trambahn einzusetzen, wollte nicht einmal das Wort ergreifen und war ganz schnell wieder verschwunden. Während die Vertreter der Stadtwerke und der Fahrgastverbände mit den MVV-Verkehrsmitteln angereist waren, konnten die CSU-Politiker nicht auf das Auto verzichten (Pressemeldung Aktion Münchner Fahrgäste, 20.02.12).

RechteckBerlin: Anforderungsliste für neue S-Bahn-Fahrzeuge nach 2017
Moderne und sichere Viertel- und Halbzüge, die bei eisiger Kälte ebenso zuverlässig verkehren wie bei großer Hitze, die ausreichend Sitzplätze für die Fahrgäste und Kapazität für Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder bieten, die barrierefrei zugänglich sind und deren helle und freundliche Innengestaltung sich an den Bedürfnissen der Fahrgäste orientiert.
So lauten einige der Anforderungen, die die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (SenStadtUm) für die neue Generation von S-Bahn-Fahrzeugen aufgestellt hat. Denn unabhängig davon, welches Unternehmen nach 2017 den S-Bahn Verkehr fahren wird – dass neue Fahrzeuge zum Einsatz kommen werden, ist zwingend notwendig.
Aufgrund zahlreicher Eigenheiten des Berliner Netzes, sind diese jedoch nicht einfach "von der Stange" zu haben, sondern sie müssen neu entwickelt werden. In einer noch unverbindlichen Zusammenstellung, hat die Senatsverwaltung (SenStadtUm) jetzt beschrieben, was die Fahrzeuge aus Sicht des Landes Berlin leisten und können müssen. Die entsprechende Aufstellung ist zu diesem Zeitpunkt noch vorläufig, und umfasst Auszüge des Anforderungskatalogs, der später Teil der Vergabe sein wird. In den nächsten Wochen und Monaten werden die Vorstellungen weiter konkretisiert.
Dazu Senator Müller: "Für die S-Bahn-Fahrzeuge der nächsten Generation wollen wir frühzeitig sicher stellen, dass diese den Anforderungen des Landes entsprechen. Daher haben wir jetzt unsere Vorstellungen und Erwartungen an die zukünftigen Fahrzeugen der Berliner S-Bahn formuliert. Die veröffentlichten Anforderungen erlaubt es uns, in einen ersten Dialog mit der Industrie sowie mit den Fahrgast-, Umwelt- und Verkehrsverbänden einzusteigen."
Für die Abstimmung mit den Eisenbahnunternehmen und Fahrzeugherstellern hat das Land Berlin ein Markterkundungsverfahren eingeleitet. Mit diesem soll geklärt werden, ob das Land seine Anforderungen nachvollziehbar beschrieben hat, inwieweit diese bei der Fahrzeuggestaltung erfüllbar sind, und welche Kosteneffekte daraus entstehen. Auf diese Weise können wichtige funktionale, technische und konstruktive Aspekte bereits vor Einstieg in das formalisierte Verfahren geklärt werden. Dieser frühzeitige Klärungsbedarf besteht vor allem deswegen, weil es sich bei den S-Bahn-Fahrzeugen um Spezialfahrzeuge handelt. Diese weichen in zahlreichen Merkmalen von S-Bahnfahrzeugen ab, die in anderen Städten oder im Regionalverkehr eingesetzt werden. Daher ist bei einigen Aspekten unklar, welche technischen Merkmale mit angemessenem Aufwand erreicht werden können. Durch die vorgelagerte Markterkundung soll hier Klarheit geschaffen werden können.
Das Land gibt die Markterkundung in dieser Woche europaweit im Amtsblatt der EU bekannt. So wird sichergestellt, dass kein Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil für das spätere Verfahren erlangen kann. Fahrzeughersteller und Eisenbahnunternehmen können die vollständige Liste bis zum 16. März 2012 bei SenStadtUm anfordern. Danach haben sie einen Monat Zeit, um ihre Anregungen und Kommentare an das Land zurück zu melden.
Parallel zur Markterkundung bei der Industrie findet die Abstimmung mit Berliner Verbänden zu Umweltaspekten, Fahrgastfreundlichkeit und Barrierefreiheit statt. Den Verbänden werden die Liste der Anforderungen bzw. relevante Auszüge daraus durch SenStadtUm direkt übersandt. Sie haben dann ausreichend Gelegenheit, die Vorgaben ihrerseits kritisch zu prüfen und entsprechend zu kommentieren.
Nach Ablaufen der Frist werden alle eingegangenen Anregungen geprüft und die Liste daraufhin ggf. noch einmal angepasst. Mit noch weiteren Vorgaben wird die Liste in Form eines Lastenheftes verbindlicher Bestandteil der späteren Verdingungsunterlagen.
Die Anforderungsliste des Landes deckt grundsätzlich alle fahrzeugseitigen Themen ab: von Betrieb über Instandhaltung bis hin zu Sicherheit, Umweltanforderungen, Informationssysteme und Barrierefreiheit. Besondere Schwerpunkte bilden die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge über die gesamte Lebensdauer und bei allen Wetterlagen, Lärmemissionen, Klimatisierung und die Ausstattung und Gestaltung der Innenräume.
Der weit überwiegende Teil der technischen Vorgaben wird vom Land "funktional" (welche Anforderungen muss das Fahrzeug erfüllen) und nicht "konstruktiv" (wie soll das Fahrzeug gebaut werden) beschrieben. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, vor allem bei den Vorgaben, die unmittelbar für die Fahrgäste relevant sind.
Auch zum äußeren Erscheinungsbild der neuen Fahrzeuge werden Vorgaben getroffen. Modern sollen die neuen Bahnen natürlich sein – und dabei weiterhin in den vertrauten Traditionsfarben ockergelb und rot glänzen (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 20.02.12).

RechteckBerlin/Brandenburg: Fünf ODEG-GTW auf Herz und Getriebe geprüft
Foto Bodo SchulzFoto Bodo Schulz
Die fünf GTW haben ihre Feuertaufe während der eisigen Kälte nicht bestanden. Die Ursachen konnten noch nicht final geklärt werden. In den letzten elf Tagen wurden die betroffenen Fahrzeuge von STADLER technisch überprüft, gewartet sowie soweit als möglich getestet.
Zwar ist es für die ODEG-Fahrgäste erfreulich, dass sich die Wetterlage in Berlin und Brandenburg entspannt hat, jedoch konnte so kein Kältetest unter härtesten Bedingungen an den GTW durch STADLER durchgeführt werden.
Die ODEG hat zum Ziel, dass ab Montag auf den Strecken OE51 (Brandenburg Hbf. – Rathenow) und OE33 (Berlin-Wannsee – Jüterbog) wieder vier von sechs GTW ergänzt um einen Regioshuttle auf Fahrt gehen. Ein Ersatztriebfahrzeug steht jeweils für unerwartete Ausfälle zum sofortigen Einsatz bereit.
Die ODEG setzt große Hoffnung in das technische Know-how von STADLER, sodass es nicht noch einmal zu derartigen Fahrzeugausfällen kommt. Arnulf Schuchmann, Sprecher der Geschäftsführung sagt: "Wir rechnen jetzt mit einem fehlerfreien Einsatz unserer GTW. Die ODEG will letztlich nur eines, dass unsere Fahrgäste sicher und pünktlich an ihre Zielorte gebracht werden!" (Pressemeldung ODEG, Fotos Bodo Schulz, www.bodoschulz.de, 20.02.12).

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LOK Report 3/12

LOK Report 3/12

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

Rechteck03 1010 in der Oberlausitz
Foto Sylvio ScholzFoto Frank Möckel
Foto Frank MöckelFoto Frank Möckel
Am Samstag führte das Team von "Berlin macht Dampf" ihre erste Sonderfahrt im Jahr 2012 durch. Als Zuglok kam die 03 1010 zum Einsatz. Die Reise führte von Berlin über Dresden und durch die Oberlausitz nach Zittau.
Durch einen Kabelklau und der damit verbundenen Stellwerksstörung bei Neukirch West kam gegen 10 Uhr der gesamte Schienenverkehr zwischen Zittau und Bischofswerda zum erliegen. Nach knapp 2 Stunden fuhren die ersten Züge wieder und der Dampfsonderzug konnte mit ca. 3 Stunden Verspätung die Reise fortsetzen. Der Zug konnte aber pünktlich seine Heimreise antreten (Frank Möckel, Sylvio Scholz, 20.02.12).

Rechteck Schändung einer antifaschistischen Gedenkstätte in Zwickau
Foto Uwe AdamczykFoto André Ackermann
Wie bei einer Vorortbegehung durch Mitglieder des EFWO "Friedrich List" e.V. auf dem Gelände des ehemaligen RAW Zwickau festgestellt wurde, gab es in den letzten Wochen erneut Einbrüche und Sachbeschädigungen zu den zum Verein gehörenden abgestellten Fahrzeugen. Darüber hinaus wurde festgestellt, daß auch die an der Gedenkstätte am ehemaligen Batterieraum angebrachte Gedenktafel demontiert wurde.
Die Gedenktafel am ehemaligen Batterieraum der Elektrowerkstatt erinnert mit ihrer Inschrift an den hiergelegenen illegalen Treffpunkt deutscher Antifaschisten mit Kriegsgefangenen und Zivilinternierten besonders aus der UdSSR zur Organisierung des Widerstandes gegen den Faschismus in den Jahren 1942 bis 1945.
Nach telefonischer Rücksprache mit der Abteilung Denkmalschutz bei der Stadt Zwickau am 16.02. war man sehr überrascht über das Verschwinden dieser Gedenkplatte, zumal diese nach Auskunft der Behörde bis vor kurzem noch da war. Wir erwarten von der Stadt, dass umgehend Strafanzeige gestellt wird.
Für uns ergeben sich aber auch noch weitere Fragen. Auf Nachfragen von Stadträten an die Stadt betreffs Sicherheit auf dem ehemaligen RAW-Gelände wurde immer betont, dass dieses Gelände ordnungsgemäß gesichert ist und regelmäßig bestreift wird. Wie kann es also sein, dass man offenbar nicht bemerkt hat, dass Toranlagen aufgebrochen sind und u.a. Kinder das Gelände als Spielplatz nutzen können? Wie kann es sein, dass auf dem Gelände befindliche Anlagen, Fahrzeuge und Gebäude unbemerkt aufgebrochen und zerstört werden?
Die Stadt Zwickau wird hiermit aufgefordert, endlich für Sicherheit auf dem Gelände des ehem. RAW zu sorgen, dieses gegen unbefugtes Betreten und zerstören zu sichern. Wir erwarten von der Stadt ein tragfähiges Konzept zur Sicherung und Erhaltung einer Gedenkstätte am ehemaligen Batterieraum sowie die Ersatzbeschaffung einer Gedenkplatte mit der ursprünglichen Beschriftung (Pressemeldung Verein Verfolgte des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Zwickau, Eisenbahn Förderverein Westsachsen Ostthüringen "Friedrich List" e. V., 20.02.12).

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Harzer Schmalspurbahnen

Mit der Kamera notiert

RechteckBunkerzüge
Foto Heinrich FritzscheFoto Heinrich Fritzsche
Am 16.02. stattete ich der SD – Kolejová doprava, a. s., (Nordböhmische Gruben – Schienenverkehr, AG.) in Tušimice einen Kurzbesuch ab. Diese Bahngesellschaft befördert die Bunkerzüge zwischen der Beladeanlage Tušimice und den Kraftwerken Prunérov 1 und 2, elektrischer Betrieb 3 kV DC.
Die Strecke ist in drei Abschnitten zweigleisig, es besteht kein Richtungsbetrieb, beide Streckengleise können uneingeschränkt in beiden Richtungen befahren werden (Heinrich Fritzsche, 20.02.12).

RechteckGießen
Foto Gerald Seibel
Seit Anfang Februar stehen zwei Triebzüge Talent 2 für die S-Bahn Nürnberg im Bahnhof Gießen. Am 10.02.2012 steht 442 264 zwischen DB- und HLB-Triebwagen (Gerald Seibel, 20.02.12).

RechteckLagisza
Foto Ryszard RusakFoto Ryszard Rusak
Auf die Strecke Dąbrowa - Górnicza - Ząbkowice herrscht großer Verkehr. Moderniesiert sind ST44-1237 und ST44-1239. 311D-05 kam ebenfalls nach Lagisza (Ryszard Rusak, 20.02.12).

RechteckSchneepflug im Pinzgau
Foto Imre KaracsonyiFoto Imre Karacsonyi
Noch immer hält der Winter den Salzburger Pinzgau in seiner weissen Umklammerung. Nur durch höchste Einsatzbereitschaft und große Sachkenntnis konnte das SLB-Team den bisherigen Winter ohne größere Betriebsstörungen aufrechterhalten. Eine wesentliche Rolle kommt dabei dem KLIMA Schneepflug xs 92 zu - hier geschoben bzw. geschoben von der Vs 73 (Gunter Mackinger, Fotos Imre Karacsonyi, 20.02.12).

RechteckÜbergabe in Kühnhausen bei Erfurt
Foto Frank ThomasFoto Frank Thomas
Am 17.02.2012 konnte ich im Bf Kühnhausen bei Erfurt die DB 261 047-5 fotografieren, die mit dem EK 55244 von Erfurt Gbf nach Ebeleben unterwegs war. Am Nachmittag kam die Lok als Tfzf nach Erfurt Gbf aus Ebeleben zurück (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 20.02.12).

RechteckÜberlandtransport
Foto Norman Gottberg
Am 16. Februar 2012 pausierte tagsüber, bevor es in der Nacht weiter nach Berlin ging, der Flexity 8010 auf dem Rasthof "Fläming" an der A9 (Norman Gottberg, 20.02.12).

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Bahnberufe

Europa

RechteckDänemark: DSB plant Beschaffung von Zweisystems-Elektrozügen
Nachdem sich bereits Politiker für die Beschaffung von neuen Zweisystems-Elektrofahrzeugen bei den Dänischen Staatsbahnen (DSB) nach der Entscheidung für eine Erweiterung des elektrischen Streckennetzes ausgesprochen hatten, kündigt der zuständige DSB-Spitzenmann Ove Dahl Kristensen an, dass man mit neuen Zügen plane, die über die Stromgrenze zwischen Deutschland und Dänemark rollen können.
Kristensen erklärte gegenüber der Zeitschrift "Ingeniøren", dass mit der Doppelsystem-technik das rollende Material flexibler eingesetzt werden könnte. "Das Fehlen von Zweisystemzügen erklärt, dass wir die ganze Strecke Kopenhagen-Flensburg mit Dieselzügen fahren, obwohl nur die letzten zwölf Kilometer in Deutschland Probleme bereiten", sagte Kristensen und erklärte, dass Zweisystemtechnik nur mit zehn Prozent höheren Anschaffungskosten verbunden sei.
Ove Dahl Kristensen berichtet, dass DSB auch ohne die neue elektrische Strecke nach Esbjerg neue elektrische Züge in Dänemark beschaffen müsse, weil bis 2020 auch die Anbindung der Fehmarnbeltverbindung zwischen Ringsted und Rødby elektrifiziert wird und dort ebenfalls mit einer deutsch-dänischen Stromgrenze zu rechnen ist. Dahl Kristensen, der bei DSB für die Verkehrsplanung zuständig ist, erklärt, dass noch keine Gelder für neue Züge bewilligt sind, aber bis 2015 eine Entscheidung nötig sei. Er gehe davon aus, dass die neuen Züge für Tempo 200 ausgelegt sein sollten, denn dafür sei u. a. die Neubaustrecke Kopenhagen-Ringsted ausgelegt.
Mit dem Einsatz der neuen elektrischen Züge, die prinzipiell weniger Energie verbrauchen als die Züge mit Verbrennungsmotoren, können auch weitere IC3-Züge für nicht elektrifizierte Strecken freigesetzt werden. Die Pannen-IC4-Züge ließ Dahl Kristensen unerwähnt (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 20.02.12).

RechteckFrankreich: Start der Behörde für die Qualität der Dienstleistung im Verkehr
Foto Arnaud Bouissou - MEDDTLFoto Arnaud Bouissou - MEDDTL
Foto Arnaud Bouissou - MEDDTLFoto Arnaud Bouissou - MEDDTL
Pressekonferenz zum Start der neuen Qualitätsbehörde. Fotos Arnaud Bouissou - MEDDTL.
Um ein Höchstmaß an Transparenz und Information für Reisende zu bieten, wird eine neue Instanz erstellt: die Behörde für Qualität der Dienstleistung im Verkehr (L'Autorité de la qualité de service dans les transports). Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet und der beigeordnete Verkehrsminister Thierry Mariani haben die Behörde am 16.02.12 der Presse vorgestellt. Die Behörde nimmt ihren Betrieb am 20.02.12 auf.
Die Behörde für die Qualität der Dienstleistung im Verkehr wird innerhalb des Generalrats für Umwelt und nachhaltige Entwicklung ( Conseil général de l'environnement et du développement durable, CGEDD) dem Umweltministerium unterstellt und von einem Hohen Kommittee geleitet (Haut comité de la qualité de service dans les transports).
Dieses Beratungsgremium besteht aus 37 Mitgliedern und vertritt alle Beteiligten zur Qualität der Dienstleistungen im Verkehr: Volksvertreter, Kommunen, Verkehrsunternehmen, Nutzer.
Zum ersten Mal in Europa, bietet ein einziger Anlaufpunkt dem Publikum Zugriff auf mehr als 27.000 aktuelle Daten zur Pünktlichkeit im Fernverkehr per Luft und Schiene. Bis zum Ende des Jahres 2012 werden die Daten über die TER-Züge, den Nahverkehr und den Transport durch Fern-Busse ebenfalls eingespielt.
Die Markteinführung ist Teil der großen Welle der Modernisierung des Verkehrssektors als Dienstleistung für Reisende und dient der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit dieses Sektors: Sie steht in Beziehung zu der Einweihung der Hochgeschwindigkeitsstrecke Rhin-Rhône und der Reform des Schienengüterverkehrs.
Jedes Jahr fahren in Frankreich mehr als 1,1 Milliarden Fahrgäste mit dem Zug und rund 120 Millionen mit dem Flugzeug. Die sehr hohe Mobilität muss durch eine Erhöhung der Zuverlässigkeit begleitet werden. Doch aktuelle Daten zur Pünktlichkeit sind für die Öffentlichkeit kaum vergleichbar zu erhalten.
Ein weiteres Thema sind Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Reisen und der erhöhte Bedarf der Fahrgäste, über ihre Rechte informiert zu werden. Der Mediator der SNCF hat 3.400 Beschwerden im Jahr 2010 und die Generaldirektion für Zivilluftfahrt 3500 im Jahr 2011 erhalten.
Die Errichtung der Behörde für Qualität im Transport dient deshalb vor allem auf zwei Zielen:
• Ermutigung für die Betreiber, die Qualität der Dienstleistung im Verkehr durch die Veröffentlichung verlässlicher Indikatoren zur Regelmäßigkeit, Pünktlichkeit und Qualität der Informationen zu verbessern;
• Die Reisenden klar und transparent über ihre Rechte zu informieren und die Schritte zu ergreifen, um dies zu tun.

Die Behörde wird als praktischer Leitfaden für Reisende dienen, indem sie klare Antworten auf alle Fragen vor oder nach ihrer Reise gibt: Wie bekomme ich Ersatz für Verzögerungen oder Stornierung meines Transportmittels? An wen soll ich mich im Falle des Verlustes des Gepäcks wenden? Darf ich mein Haustier mitnehmen? Was sind die Mindestanforderungen für die Zugänglichkeit für behinderte Menschen? (WKZ, Quelle Pressemeldung Department for Transport, 20.02.12).

RechteckFrankreich/Italien: Vereinbarung zur gegenseitigen Zulassung von Fahrzeugen
Die französische Sicherheitsbehörde Établissement public de sécurité ferroviaire (EPSF) und die italienische Sicherheitsbehörde Agenzia Nazionale per la Sicurezza delle Ferrovie (ANSF) haben am 1. Februar 2012 ein Vereinbarungsprotokoll zur gegenseitigen Anerkennung der Zulassung von Lokomotiven und Personenwaggons des herkömmlichen und Hochgeschwin-digkeitsverkehrs unterzeichnet.
Diese Vereinbarung ersetzt eine frühere, am 07.07.10 zwischen den beiden nationalen Sicherheitsbehörden unterzeichnete Erklärung und ist Teil der Empfehlungen der Europäischen Kommission über die gegenseitige Zulassung von Fahrzeugen nach der Europäischen Richtlinie 2008/57/EG über die Interoperabilität der Eisenbahnsysteme innerhalb der Gemeinschaft (WKZ, Quelle Pressemeldungen EPSF/ANSF, 20.02.12).

RechteckGroßbritannien: Konsultationsverfahren zum Essex-Thameside-Franchise
Foto DfT
Das Essex-Thameside-Franchise ist schwarz eingezeichnet. Grafik DfT.
Die britische Staatssekretärin für Verkehr, Theresa Villiers, startete am 17.02.12 das bis zum 11.05.12 laufende 12-wöchige Konsultationsverfahren für das neue Essex-Thameside-Franchise. Das Franchise soll am 26. Mai 2013 starten und über 15 Jahren laufen. Das Franchise wird unter den neuen Ausschreibungsbedingungen für Großbritannien starten, die neben bestimmten Kernleistungen den Bahnbetreibern mehr Flexibilität zubilligen, um ein günstigertes Preis-Leistungs-Verhältnis für den Steuerzahler und einen verbesserten Service für den Fahrgast zu erhalten.
So wird der neue Betreiber aufgefordert, die Smart-Ticketing-Technologie einzuführen, die Bahnhöfe zu verbessern und die Möglichkeit zu prüfen, verschiedene Dienstleistungen anzubieten, etwas U-Bahn-ähnliche Leistungen mit hohen Frequenzen und Kapazitäten in London ("metro style") oder Vorortleistungen für die längeren Reisen in Essex ("suburban services"). Das Ministerium für Verkehr befasst sich auch mit der Möglichkeiten zur Messung der Betreiberqualität, basierend auf Daten der Zufriedenheit der Fahrgäste und des Besuchs heimlicher Testfahrer ("mystery shopper") (WKZ, Quelle Pressemeldung Department for Transport, 20.02.12).

RechteckNorwegen: Erste Resultate zur Ursache der Entgleisung in Norwegen
Foto SHTFoto SHT
Am 17.02.12 hat die norwegische Havariekommission eine Vorabstellungnahme zur Entgleisung eines Testzuges vom vergangenen Mittwoch veröffentlicht. Sie hat festgestellt, dass der Zug mit 135 km/h unterwegs war, als die Bremsen aktiviert wurden.
Seit Mittwoch untersucht die norwegische Havariekommission die Ursache, die am Mittwochmorgen südlich von Oslo zum Engleisen des Stadler FLIRT Nummer 5 (74005) für die norwegischen Staatsbahnen (NSB) geführt hat. Der Zug befand sich zu diesem Zeitpunkt auf einer geplanten Testfahrt.
Gemäss der Kommission habe die Untersuchung der Unfallstelle, die Auswertung des TELOC-Fahrtenschreibers und des Kamerasystems ergeben, dass sich der Unfall in einem Abschnitt mit relativ scharfen Kurven ereignete, wo die Geschwindigkeit auf 70 km/h begrenzt ist. Der Zug war mit 135 km/h unterwegs, als die Bremsen aktiviert wurden und nach ca. 340 m zum vollständigen Stillstand kam.
Der Zug entgleiste rund 50 bis 60 m, nachdem die Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h auf 70 km/h wechselt. Diese Geschwindigkeitsreduktion wird indes per Warnschild 1200 m davor angezeigt.
Die Gründe für die hohe Geschwindigkeit sind zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Die Havariekommission setzt ihre Untersuchungen fort.
An Bord des Zuges waren zum Unglückszeitpunkt fünf Personen, darunter drei norwegische NSB-Mitarbeiter, ein polnischer Stadler-Mitarbeiter und ein finnischer Mitarbeiter einer Zulieferfirma. Alle fünf Personen konnten mittlerweile aus dem Spital entlassen werden. Darüber ist Stadler Rail sehr erleichtert. Sie dankt allen Beteiligten, namentlich den norwegischen Behörden, den NSB und der Havariekommission für die rasche und professionelle Hilfe.
Stadler Rail hofft, dass mit den weiteren Untersuchungen bald Klarheit über die endgültige Unfallursache bestehen wird.
Stadler hat mit den NSB im September 2008 den Vertrag über die Lieferung von 50 FLIRT unterschrieben. Zehn Fahrzeuge wurden ausgeliefert, die sich im geplanten Testbetrieb befinden und bis anhin 140'000 km absolviert haben (Pressemeldung Stadler, Fotos SHT, 20.02.12).

RechteckSchweden: MidCargo wird CFL cargo Sverige

Zufriedene Gesichter bei CFL cargo Sverige in Göteborg. Von links, Generaldirektor Alex Kremer, Geschäftsführer Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender Fernand Rippinger, VD Anders Löfgren (Svensk Tågkraft) und VD Peter Furenberg (MidCargo, nun CFL cargo Sverige). Foto Holger Jonasson, NNAB. CFL cargo Sverige ist die dritte schwedische Eisenbahngesellschaft, die Güterverkehre nach Europa fahren kann, so Geschäftsführer Peter Furenberg. Foto Nässjö Enterprise AB.
CFL cargo SA und Svensk Tågkraft AB gehen zusammen, um den Transport von Gütern zwischen Skandinavien und Europa über ein Joint-Venture an der schwedischen Eisenbahngesellschaft MidCargo AB zu entwickeln.
MidCargo AB befindet sich seit Mai 2010 zu 100 Prozent im Besitz von Svensk Tågkraft AB. CFL cargo übernahm am 17.02.12 51 Prozent der Aktien von MidCargo AB. MidCargo hat ihren Hauptsitz in Nässjö und wird von nun an unter dem Namen CFL cargo Sverige AB firmieren.
Ziel des Joint-Ventures ist es, das nationale Geschäft von CFL cargo Sverige in das internationale von CFL cargo zu integrieren und so die geografische Reichweite auszudehnen. CFL cargo kann damit einen nahtlosen grenzüberschreitenden Verkehr von Schweden nach Dänemark und weiter über die Öresund-Verbindung nach Kontinentaleuropa anbieten.
Fernand Rippinger, Vorsitzender von CFL cargo Sverige und Präsident von CFL cargo, sagte: "Dank unserer schwedischen Tochtergesellschaft bauen wir nun unser Frachtgeschäft nach Norden aus und bedienen ein weiteres skandinavisches Land. So erhöht sich unsere geografische Reichweite, die ein wichtiger Faktor für unsere internationalen Kunden mit maßgeschneidertem Haus-zu-Haus-Service ist.
Seit seiner Gründung im Jahr 2006, kurz vor der Liberalisierung des Schienenverkehrs in Europa, konnte CFL cargo kontinuierlich seine internationalen Aktivitäten in ganz Europa ausbauen. In den letzten Jahren startete CFL cargo Transporte von und nach Luxemburg, Deutschland, Dänemark, Belgien, Holland, Frankreich, Schweiz, Italien, Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn - in Zusammenarbeit mit seinen Tochtergesellschaften in Dänemark, Deutschland und Frankreich.
MidCargo AB wurde 1990 von BK Tåg AB gegründet, die im Zusammenhang mit der Liberalisierung des Schienenverkehrs in Schweden die erste private Eisenbahngesellschaft war, die Verkehre von SJ übernahm. Im Jahr 1998 hat MidCargo mit dem Vänerexpressen ein Zugpendel nach Karlstad und Göteborg Hafen eingerichtet (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle CFL cargo, 20.02.12).

RechteckTschechien: Vorankündigung Ausschreibung Öffentlicher Verkehr im Raum Pilsen
Die Region Pilsen, vertreten durch den Präsidenten der Region Pilsen, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union eine Vorinformation zur Ausschreibung folgender Strecken im Raum Pilsen (2012 / S 34-055228):
160 Plzeň – Žatec,
• 162 Rakovník – Kralovice u Rakovníka,
• 170 (Praha –) Beroun – Plzeň,
• 175 Rokycany – Nezvěstice,
• 176 Chrást u Plzně – Radnice,
• 177 Pňovany – Bezdružice,
• 178 Svojšín – Bor,
• 182 Staňkov – Poběžovice,
• 183 Plzeň – Železná Ruda-Alžbětín,
• 184 Domažlice – Planá u Mariánských Lázní,
• 185 Horažďovice předměstí – Domažlice und
• 191 Nepomuk – Blatná, a to vždy na částech tratí v územní působnosti Plzeňského kraje.
Neben dem öffentlicher Personenverkehr in einem integrierten Verkehrssystem gehört zur Ausschreibung auch die Akzeptanz von elektronischen Zahlungsmitteln (WKZ, Quelle EU-Ausschreibung, 20.02.12).

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