LOK Report – News von Mittwoch, 22.02.12
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TOP-Themen Studie der BAG-SPNV zur Markt- situation im Nahverkehr Durchgehender Internetzugang auf der ICE-Strecke Mannheim-Freiburg Borloo nun doch nicht zu Veolia SJ stellt Verkehre Göteborg - Malmö auf der Westküstenlinie ein Neuer Plan für Spaniens Infrastruktur Foto links: Siemens |
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Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie
Verkehrspolitik des Bundes
BAG-SPNV: Studie zur Marktsituation im Nahverkehr auf der Schiene
Der SPNV-Markt in Deutschland bleibt im europäischen Vergleich für die Bieter attraktiv. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie zum SPNV-Markt, die die BAG-SPNV am 23. Februar bei ihrer jährlichen Fachtagung in Fulda vorstellen wird.
Für die Untersuchung wurden die Entscheider der wichtigsten in Deutschland tätigen Eisenbahnverkehrsunternehmen befragt. Als größtes Problem bei Vergabeverfahren hat sich dabei die Fahrzeugverfügbarkeit und -finanzierung herausgestellt. Über 70 % der Unternehmen sind dabei der Auffassung, dass seit der Finanzkrise 2009 die Problematik der Fahrzeugbeschaffung und -finanzierung das drängendste Thema auf dem Markt des Eisenbahnnahverkehrs ist. An dieser Frage und ihrer Lösung entscheide sich derzeit, welches Unternehmen in der Lage ist, insbesondere in der Konkurrenz gegen die Deutsche Bahn gute Konditionen bei Banken und Finanziers für neue Fahrzeuge zu erzielen.
Als ebenso problematisch bewerten die Unternehmen die heute oft jahrelangen Zulassungsprozesse bei Neufahrzeugen.
Gleichzeitig sind sich die Unternehmen einig, dass der Wettbewerb auf der Schiene immer noch eine Erfolgsgeschichte ist und dass es keine Alternative zur Vergabe im Wettbewerb gibt. Annähernd 100 Prozent der Unternehmen wollen sich auch künftig an Wettbewerbsverfahren in Deutschland beteiligen und ihren Marktanteil auf diese Weise erhöhen.
BAG-SPNV-Präsident Bernhard Wewers: "Wir wollen im Dialog mit den Bietern gemeinsame Instrumente entwickeln, um die Finanzierungsrisiken in den Griff zu bekommen und um den Markt auch weiterhin attraktiv zu halten. Ohne Wettbewerb gibt es keinen finanzierbaren Nahverkehr und ohne Wettbewerb gibt es keinen Qualitätsfortschritt."
Für dieses Jahr ist der Start von Wettbewerbsverfahren für rund 120 Mio. Zugkm angekündigt. In den Vorjahren gaben die Aufgabenträger im SPNV Zuschläge für rund 25 bis 40 Mio. Zugkilometer im Jahr – ein Drittel des jetzt geplanten Volumens. Eine große Herausforderung sowohl für die Besteller als auch die Eisenbahnverkehrsunternehmen, die als Bieter nicht nur sauber kalkulieren, sondern aufgrund der langjährigen Laufzeit der Verkehrsverträge viele zukünftige Optionen genau mit einplanen müssen.
Von einer Überforderung der Bieter oder der Aufgabenträger kann momentan jedoch keine Rede sein. Wewers: "Es gibt – 15 Jahre nach der Regionalisierung – keine Patentlösung, die für jede Linie oder jedes Bundesland passt. Aber wir lernen derzeit so intensiv voneinander wie noch nie. Besteller und Unternehmen werden den Erfolg des Wettbewerbs auch in den kommenden Jahren fortsetzen".
Die Ergebnisse der Studie "Bieterengagement im deutschen SPNV-Markt", die das Beratungsunternehmen KCW im Auftrag von ausgewählten Aufgabenträgern und der BAG-SPNV erstellt hat, werden bei der Fachtagung "Wettbewerb im SPNV" am 23. Februar in Fulda vorgestellt (Pressemeldung Bundestag, 22.02.12).
Bundestag: Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Verkehr
Am Mittwoch, 29. Februar 2012, findet von 10 bis 13 Uhr im Paul-Löbe-Haus in Berlin die Öffentliche Anhörung zu folgenden Themen statt:
• Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Änderung personenbeförderungsrechtlicher Vorschriften, BT-Drucksache 17/8233
• Gesetzentwurf der Abgeordneten Sören Bartol, Uwe Beckmeyer, Martin Burkert, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD, der Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter, Stephan Kühn, Dr. Valerie Wilms, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Entwurf eines Gesetzes zur Änderung personenbeförderungs- und mautrechtlicher Vorschriften, BT-Drucksache 17/7046
• Antrag der Abgeordneten Sabine Leidig, Thomas Lutze, Dr. Dietmar Bartsch, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Keine Liberalisierung des Buslinienverkehrs - Für einen Ausbau des Schienenverkehrs in der Fläche, BT-Drucksache 17/7487
Die Liste der Sachverständigen:
• Dr. Monica Berg, Allgemeine Deutsche Automobil-Club e. V. (ADAC)
• Dr. Markus Brohm, Deutscher Landkreistag
• Dieter Gauf, RDA Internationaler Bustouristik Verband e. V.
• Folkert Kiepe, Deutscher Städtetag
• Alexander Kirchner, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)
• Holger Krawinkel, Verbraucherzentrale Bundesverband
• Christiane Leonard, Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e. V. (bdo)
• Reiner Metz, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)
• Dr. Engelbert Recker, Mofair e. V.
• Dr. Volker Röske, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - ver.di
• Dr. Patrick Thiele, Deutscher Industrie- und Handels-kammertag e. V. (DIHK)
• Dr. Jan Werner, Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD)
• Dr. Michael Winnes, Bundesarbeitsgemeinschaft der ÖPNV-Aufgabenträger (BAG ÖPNV)
• Heike Witsch, Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. (Pressemeldung Bundestag, 22.02.12).
Deutsche Bahn: Durchgehender Internetzugang Mannheim-Freiburg
Die Deutsche Bahn (DB) und die Deutsche Telekom erweitern ihr Internetangebot im ICE. Ab sofort können Kunden auch auf der Strecke Mannheim–Freiburg im Internet surfen oder E-Mails abrufen und verschicken.
Damit sind rund 1.700 Kilometer des ICE-Streckennetzes mit einer breitbandigen Online-Versorgung über HotSpots ausgestattet. Nach der für Ende 2012 geplanten Inbetriebnahme des Katzenbergtunnels ist dann auch ein permanenter Internetzugang auf dem weiteren Streckenverlauf von Freiburg nach Basel möglich.
Die DB und die Deutsche Telekom hatten im vergangenen Dezember einen Vertrag zum weiteren Ausbau des Internetzugangs im ICE unterzeichnet. Streckenseitig soll das 5.200 Kilometer lange ICE-Kernnetz, auf dem rund 98 Prozent der ICE-Verkehrsleistung erbracht werden, Schritt für Schritt die Internettechnik erhalten.
Darunter sind beispielsweise die besonders stark nachgefragten Strecken Frankfurt (Main)–Nürnberg–München, Dortmund–Berlin oder Hamburg–Berlin. Am Ende des Ausbauprogramms werden rund 255 ICE-Züge als rollende HotSpots unterwegs sein. Diese stehen sowohl Telekom-Kunden als auch Fahrgästen ohne Telekom-Vertrag zur Verfügung. Weitere Informationen über die Internetnutzung im ICE gibt es unter www.imice.de (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.02.12).
Industrie
Bombardier: Kooperation mit Hochschule Mannheim
Bombardier Transportation und die Hochschule Mannheim haben von Oktober 2011 bis Januar 2012 ein gemeinsames Praxisprojekt durchgeführt. 24 Studierende der Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen haben Geschäftsmodelle für ein E-Bus Projekt entwickelt, das Bombardier an seinem Kompetenzzentrum für E-Mobilität am Standort Mannheim derzeit durchführt.
"Die Präsentationen der Teams waren hervorragend und brachten viele neue Impulse für unser City E-Bus Projekt", sagte Michael Hirschböck, Standortleiter Bombardier Mannheim.. "Wir freuen uns immer über Kooperationsprojekte mit Unternehmen, die den Studierenden ermöglichen, ihre theoretischen Kenntnisse an konkreten Aufgabenstellungen aus der Industrie anzuwenden", sagte Prof. Dr. Yvonne Schoper von der Hochschule Mannheim, Fakultät Wirtschaftingenieurwesen. "Mit solchen Projekten können wir die kurz vor ihrem Abschluss stehenden Master-Studenten gezielt auf die zukünftigen Herausforderungen in der Industrie vorbereiten und ihnen dadurch eine optimale Ausgangsposition für ihren Berufseinstieg bieten."
Die Studenten erarbeiteten unter der Leitung von Prof. Dr. Schoper und Lutz Ziegler, Business Development Bombardier Transportation Mannheim, verschiedene Szenarien für ein Geschäftsmodell im Bereich E-Mobility. Berücksichtigt wurden mehrere Parteien, die bei Elektro-Citybussen beteiligt sind: Komponentenlieferanten, Systemlieferanten, Bushersteller, Betreiber- Gesellschaften und Energielieferanten. "Die Geschäftsmodelle der Studierenden sind ein wichtiger Schritt für unsere Strategie und werden uns helfen, diese mit neuen Impulsen weiterzuentwickeln", sagte Lutz Ziegler.
"Gerade die Meinung junger Menschen mit einem neuen Blick auf die Dinge ist wertvoll und wichtig." "In der Kooperation zwischen Unternehmen und Hochschulen liegt sehr viel Potential. Wir werden diese Zusammenarbeit in der Zukunft gerne fortführen'", so Hirschböck (Pressemeldung Bombardier, 22.02.12).
Eurail Group: Positive InterRail-Umsatzergebnisse für 2011
Die Eurail Group G.I.E., ein Unternehmen zur Vermarktung und Verwaltung des InterRail Pass, vermeldet das fünfte Jahr in Folge positive Ganzjahres-Umsatzergebnisse. Über 248.000 Europäer haben Europa 2011 per Bahn erkundet und sind dabei mit dem InterRail Pass gereist. Gegenüber 2010 ist der Monatsumsatz dabei einem ähnlichen Muster wie 2010 gefolgt, aber insbesondere April und Mai waren sehr positive Umsatzmonate mit Zuwächsen von 11% bzw. 14%.
Während der Absatz traditionellerweise über die europäischen Bahnunternehmen erfolgt, hat der Online-Absatz des InterRail Pass in den vergangenen Jahren einen regelrechten Höhenflug erlebt und macht bereits 25% des Gesamtumsatzes aus. Der InterRail Global Pass, gültig für Reisen in 30 europäischen Ländern, bleibt bei jugendlichen Reisenden unter 26 Jahren dabei die beliebteste Option.
Flexibilität beim Reisen ist sehr gefragt, und das Angebot von 5 Reisetagen innerhalb von 22 Tagen mit dem InterRail Global Pass bleibt dabei das populärste Produkt bei Reisenden, die nicht jeden Tag ihres Urlaubs mit Reisen verbringen möchten.
Auch der InterRail One Country Pass hatte erhebliche Absatzzuwächse in Höhe von 5,5% zu verzeichnen. Italien und Deutschland sind beim Reisen mit einem InterRail One Country Pass nach wie vor die beliebtesten Reiseziele und erzielen einen gemeinsamen Marktanteil von 62%. Reisende, die einen solchen Pass kaufen, sind daran interessiert, ein bestimmtes Land gründlich kennenzulernen.
"Die Eurail Group G.I.E. fühlt sich ermutigt, trotz des schwierigen derzeitigen europäischen Wirtschaftsklimas anhaltende Zuwächse beim InterRail Pass zu beobachten", so René de Groot, Geschäftsführer der Eurail Group. "Während das Wachstum beim InterRail Global Pass moderat geblieben ist, konnten wir im vergangenen Jahr dennoch zusätzliche 5.000 Reisende begrüssen. Dies bestätigt einmal mehr, dass der InterRail Pass nach wie vor zur Erkundung Europas hervorragend geeignet ist. Wir sind daher zuversichtlich, dass der InterRail-Absatz in den kommenden Jahren weiterhin steigen wird und noch mehr Europäer den echten Geldwert dieses Passes entdecken werden", so de Groot weiter (Pressemeldung Eurail Group G.I.E., 22.02.12).
Aus den Ländern
Hamburg: Drucksache zur Übernahme weiterer Anteile an Hapag-Lloyd
Der Senat hat in seiner Sitzung am Dienstag eine Drucksache zur Übernahme weiterer Anteile der Reederei Hapag-Lloyd durch das Konsortium Albert Ballin beschlossen. Nachdem der Reisekonzern TUI zu Beginn des Jahres sein vertraglich vereinbartes Andienungsrecht für 33,3 Prozent der Hapag-Lloyd-Aktien wahrgenommen hat, konnten die Beteiligten sich Mitte Februar auf eine Verhandlungslösung einigen. In der jetzt vom Senat beschlossenen Drucksache wird die Bürgerschaft um Zustimmung gebeten.
"Durch die Beteiligung am Hamburger Unternehmen Hapag-Lloyd wollen wir das Unternehmen am Standort Hamburg sichern. Dieses verstärkte Engagement soll zeitlich begrenzt sein. Wir wollen die zusätzlichen Anteile in einem absehbaren Zeitraum an seriöse Partner veräußern", sagte Bürgermeister Olaf Scholz. Es gehe dem Senat darum, "sicherzustellen, dass ein großes und wichtiges Unternehmen unserer Stadt nicht Opfer eines globalen Monopoly wird. Hapag-Lloyd soll nicht in falsche Hände geraten".
Mittelfristig sollen die sich nach einem Börsengang von Hapag-Lloyd ergebenden Möglichkeiten zur Umplatzierung von Aktien genutzt werden, soweit dies die Entwicklung der Reederei nicht beeinträchtigt. Dabei wird auch das jeweils aktuelle Marktumfeld mit der Zielsetzung zu beachten sein, neben den Einstands- auch die Finanzierungskosten der Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (HGV) abzudecken. Für die jetzt hinzu erworbenen Aktien wurde im Gegenwert von rund 150 Mio. Euro schon eine Option verhandelt. Für den restlichen Teil wird die Möglichkeit einer Umtauschanleihe geprüft.
Scholz betonte weiter, die Vertreter des Albert Ballin-Konsortiums, an dem die städtische HGV und namhafte Hamburger Unternehmen beteiligt sind, hätten "ein gutes Ergebnis erzielt, das den Interessen unserer Stadt und den Anforderungen der Reederei gerecht wird". Die Reederei sei für den Wirtschaftsstandort wichtig und für den Hafen von größter Bedeutung. Die Erhöhung der Beteiligung der Stadt auf 36,9 Prozent sei nicht auf Dauer angelegt, sondern diene unter den gegebenen vertraglichen Bedingungen einer nachhaltigen Standortsicherung der Traditionsreederei in Hamburg.
Die erzielte Verständigung sieht vor, dass zunächst ein hoch verzinstes TUI-Darlehen in Höhe von 100 Mio. Euro durch Hapag-Lloyd getilgt und im Umfang von 125 Mio. Euro durch das Konsortium Albert Ballin angekauft wird. Anschließend wandeln Albert Ballin KG und TUI ihre Darlehen von jeweils 125 Mio. Euro in Eigenkapital. Für das Unternehmen bedeutet das eine Reduzierung von Zinszahlungen in Höhe von 47 Mio. Euro pro Jahr.
In einem weiteren Schritt haben die Verhandlungspartner vereinbart, dass das Konsortium Albert Ballin für 475 Mio. Euro 17,44 Prozent der Anteile von TUI übernimmt. Auf Grundlage dieser Verständigung verzichtet TUI auf ihr vertragliches Andienungsrecht und Mehrheitsverkaufsrecht.
Das sich daraus ergebende Gesamt-Investment von Albert Ballin in Höhe von 600 Mio. Euro verteilt sich auf die Stadt mit 420 Mio. Euro, den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne mit 160 Mio. Euro, sowie die Versicherungen Hanse-Merkur mit 13 Mio. Euro und Signal Iduna mit 7 Mio. Euro.
Die Stadt ist seit 2008 über die Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (HGV) am Albert Ballin-Konsortium beteiligt, das bislang rund 61,6 Prozent der Anteile an Hapag-Lloyd hält. Als zweitgrößte Gesellschafterin dieses Konsortiums hält die HGV derzeit einen durchgerechneten Anteil von rund 23,6 Prozent am Unternehmen. 2008 wurde der TUI das Recht eingeräumt, vom Albert Ballin-Konsortium den Kauf von 33,3 Prozent an Hapag-Lloyd anzudienen. Sollte bis zum September keine Einigung erzielt werden, hätte TUI das Recht, die Anteile an einen Dritten zu veräußern. Dabei hätte Albert Ballin so viele Anteile mit verkaufen müssen, dass insgesamt eine Mehrheit an der Reederei hätte veräußert werden können.
Hapag-Lloyd hat sich in den letzten 160 Jahren zur größten deutschen Linienreederei entwickelt und ist heute die viertgrößte Reederei weltweit. Die Seeschifffahrt hat große Auswirkungen auf die Beschäftigungslage im Hamburger Hafen und für den Wirtschaftsstandort insgesamt. Von den weltweit rund 6900 Mitarbeitern der Hapag-Lloyd sind rund 1100 Mitarbeiter in der Hamburger Unternehmenszentrale beschäftigt. Rund 20.000 Arbeitsplätze in der Metropolregion sind mittelbar von Hapag-Lloyd abhängig.
Hapag-Lloyd erbringt seine Transportleistungen jedoch nicht "Stand-alone", sondern gemeinsam mit sechs weiteren Containerreedereien in der im Dezember 2011 zusammengeschlossenen G6-Alliance, einer strategischen Verbindung zur Optimierung von Schifffahrtsdiensten zwischen Asien und Nordeuropa. Dadurch sichert Hapag Lloyd ein Umschlagsvolumen von über 40 Prozent im Hamburger Hafen, der wesentlich zur Wirtschaftskraft und den Steuereinnahmen der Stadt beiträgt. Allein das Volumen der im Hafen vergebenen Aufträge der G 6 Alliance beläuft sich jährlich auf rd. 500 Mio Euro (Pressemeldung Finanzbehörde, 22.02.12) (Pressemeldung NASA, 22.02.12).
Sachsen-Anhalt: Nasa veröffentlicht Fahrplan 2013 im Entwurf
Der Entwurf für den Fahrplan 2013 nimmt Gestalt an. Die vorläufigen Pläne werden ab heute nach und nach im Internet veröffentlicht. Nun ist die Meinung der Fahrgäste gefragt. Die Nahverkehrsservice-gesellschaft Nasa nimmt bis zum 7. März Anregungen und Wünsche entgegen.
Die Hinweise werden gemeinsam mit den Bahnunternehmen geprüft und - wenn möglich - im Fahrplan berücksichtigt, der am 9. Dezember 2012 in Kraft tritt. Zum Fahrpan 2012 gab es im vergangenen Jahr 90 Hinweise von Fahrgästen.
Die Entwürfe für den Fahrplan 2013 stehen im Internet unter www.nasa.de > Rubrik Fahrgast > Fahrpläne.
Post bitte bis spätestens 7. März an:
NASA GmbH
Stichwort: Fahrplan 2013
Am Alten Theater 4 u. 6
39104 Magdeburg
oder per E-Mail an: info@nasa.de (Pressemeldung NASA, 22.02.12).
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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur, Kultur
Restaurant Ville-Express Erftstadt-Liblar


Seit 1991 steht ein Restaurantzug im ehemaligen Ortsgüterbahnhof von Erftstadt-Liblar. Hauptanziehungspunkt des Zuges ist die Dampflok 50 3559. Die 1941 von Henschel gebaute Lok war zuletzt Heizlok in Halberstadt gewesen und gelangte in der Nachwendezeit nach Liblar.
Lok und Wagen präsentieren sich heute in einem sehr ansprechenden Zustand. Dazu stehen zahlreiche Kraftfahrzeuge und andere Utensilien rund um die Lok und den Zug verteilt. Weitere Infos findet man im Netz unter www.ville-express.de (Jörg Seidel, 22.02.12).
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Mit der Kamera notiert
Auf dem Weg nach Chile


In Gelsenkirchen im Hafen standen am 19.02.12 zwei Loks von der Schalker Eisenhütte Maschinenfabrik, die für die Firma Codelco in Chile (Kupferhütte) bestimmt sind. Diese werden per Schiff transportiert (Bernd Piplack, 22.02.12).
Brilon Wald


Während am Rosenmontag im Flachland schon fast Frühlingslüfte wehten, hielt der Winter noch den Bahnhof Brilon Wald (wie auch das ganze Hochsauerland) fest in seiner Hand. Bei zeitweise strahlendem Sonnenschein waren so einige hübsche Winterbilder möglich (Rüdiger Lüders, 22.02.12).
Narrenexpress


Lossburg-Rodt am 19.2.2012: Bei miserabelem Wetter fungiert der OSB-Triebwagen als Narrenexpress fuer eine gutgelaunte Schar in Richtung Offenburg. Ein paar Kilometer weiter in Freudenstadt sind alle Gleise belegt mit RE 19588 nach Suttgart, S 41 nach Feudenstadt-Stadt, und OSB Triebwagen nach Bad Griesbach (R. Bremer, 22.02.12).
Praha-Vinohrady


Die ehemalige Straßenbahn- und Obus-Wagenhalle Praha-Vinohrady in der Korunnistraße (Prag-Königliche Weinberge) wurde zum Verkauf vorbereitet. Aus dieser Station fuhr der letzte Prager Obus am 15. Oktober 1972 (Obus 8Tr, Nr.9491, OL 51 Strahov - Orionka, Vinohrady). Die Oberleitung wirkt vor Wagenhalle wie ein Denkmal (Martin Kubik, 22.02.12).
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Europa
Frankreich: Borloo zu Veolia - ein Skandal von kurzer Dauer
16 Stunden nach dem Aufkommen des Gerüchts, Jean-Louis Borloo solle die Spitze des Umweltdienstleisters Veolia Environment übernehmen, gab dieser eine erste Erklärung ab: "Mein Kalender ist ausschließlich politisch. Ich bestätige, dass ich mich noch nicht entschieden habe, meine politische Karriere zu beenden und werde den Schwerpunkt meiner Karriere weiterhin auf die Zukunft Frankreichs konzentrieren. Kein Gerücht lässt mich davon abweichen".
Er fügte hinzu: "Auch wenn mich seit vielen Monaten mehrere nationale und internationale Gruppen kontaktiert haben, um ihnen bei der Entwicklung ihrer Geschäfte Rat geben zu können - dies war vor kurzem auch bei Veolia der Fall, weder mehr noch weniger - bleibt alles andere nur Spekulation, Manipulation oder gar Vorsatz".
In der Umgebung des ehemaligen Ministers spricht man von Manipulation, um den jetzigen PDG von Veolia, Antoine Frérot vor der Verwaltungsratssitzung am 29.02.12 zu schwächen. Die französische Zeitung "Le Monde" nennt dies einen "Skandal von kurzer Dauer" (WKZ, Quelle Le Monde, 22.02.12).
Frankreich: Prologis und Geodis wollen Plattform Evry-Lisses vergrößern
Der Logistikanbieter ProLogis und die SNCF-Logistikfiliale Geodis haben am 21. Februar 2012 eine Vereinbarung zur Modernisierung und Erweiterung der Logistik-Plattform Evry Lisses auf eine Fläche von 100.000 Quadratmetern unterzeichnet. ProLogis revitalisiert das Gelände über eine Erweiterung von fast 30.000 Quadratmetern und saniert die bestehenden Flächen zur Verbesserung der Performance der Plattform.
Die Vereinbarung zwischen den beiden Gruppen ist langfristig angelegt. Sie ermöglicht es Geodis, seine Aktivitäten im Süden von Paris zu stärken und seinen aktuellen und potenziellen Kunden innovative und effiziente Lösungen zu bieten. Mit der Entwicklung neuer Verträge soll ein strategischer Knotenpunkt in der Region Ile-de-France geschaffen werden, erklärte Jean-Louis Demeulenaere, stellvertretender Generaldirektor von Geodis. Die Erweiterung soll im Jahr 2013 fertiggestellt werden und vornehmlich neue Umlademöglichkeiten auf den Gebieten High Tech, Einzelhandel und schnell umsetzbarer Konsumgüter (Fast Moving Cconsumer Goods, FMCG) erlauben (WKZ, Quelle Pressemeldung Geodis, 22.02.12).
Großbritannien: Network Rail will Tochterunternehmen NDS-Plant verkaufen
Der britische Infrastrukturbetreiber Network Rail Infrastructure Limited hat am 21.02.12 die Absicht angekündigt, seine Tochtergesellschaft Network Rail (NDS-Plant) Limited verkaufen zu wollen.
Das Tochterunternehmen wurde im November 2011 nach dem Kauf des Zweiwegefahrzeug-Herstellers Hydrex Equipment (UK) Ltd von seinem Verwalter, KPMG LLP, durch Network Rail gegründet. Der Kauf, der vom Amt für Eisenbahn-Regulierung (Office of Rail Regulation, ORR) genehmigt wurde, umfasste die Übernahme aller 531 Mitarbeiter der Eisenbahn-abteilung und den Besitz von über 300 Zweiwegefahrzeugen. Hydrex war der größte Anbieter von Zweiwegefahrzeugen für die Bahnindustrie und ein wichtiger Lieferant an Network Rail und seine Infrastruktur-Auftragnehmer.
Der Kauf der Eisenbahnabteilung von Hydrex sicherte Hunderte von Arbeitsplätzen und bedeutete für Network Rail und seine Partner weiter gesicherten Zugriff auf Werkzeuge zur Instandhaltung, Erneuerung und Verbesserungen an der gesamten Infrastruktur, insbesondere zu den stark frequentierten Bauarbeitsterminen über Weihnachten und Neujahr.
Network Rail wird jetzt Rücksprache mit den Mitarbeitern von NDS-Plant, Gewerkschaften, Kunden, Lieferanten und dem ORR in Bezug auf der geplanten Verkauf führen, der über eine offene Ausschreibung erfolgen wird (WKZ, Quelle Pressemeldung Network Rail, 22.02.12).
Österreich: Präsentation einer neuen U-Bahn-Generation im Werk Simmering

Sandra Gott-Karlbauer, Leiterin des weltweiten Geschäfts Metros, Reisezugwagen und Straßenbahnen und Wolfgang Hesoun, Generaldirektor Siemens AG Österreich. Foto Siemens.
Mit der Präsentation einer neuen U-Bahn-Generation im Werk Simmering unterstreicht Siemens die Wachstumsaussichten in der Bahntechnik. Seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres ist das weltweite Geschäft mit schienengebundenen Fahrzeugen für den Personennahverkehr und das Geschäft mit Reisezugwagen in Wien gebündelt. Das Portfolio der neuen Einheit "Metros, Coaches und Light Rail (MCL)" unter Leitung von Sandra Gott-Karlbauer umfasst U-Bahnen, Straßenbahnen sowie Fahrzeuge für den fahrerlosen Betrieb und Reisezugwagen wie den Railjet.
Für die polnische Hauptstadt fertigt Siemens derzeit die neue Metro Warschau - das erste Modell einer neuen Generation von U-Bahnen. Für dieses Segment, aber auch für die neu entwickelte Straßenbahn sieht sich Siemens im Markt gut positioniert. Der Weltmarkt für Metros und Straßenbahnen umfasst ein Volumen von rund 7 Mrd. EUR und wächst pro Jahr um 4 bis 5 Prozent.
Für die kommenden Jahre stehen mehr als 500 Straßenbahn- und über 100 Metro- Beschaffungsvorhaben zur Ausschreibung an. Um an diesem Wachstum weiterhin teilhaben zu können, wird die Fertigungskapazität noch einmal erweitert und rund 50 Mio. EUR investiert. "Innovationen aus dem Werk Simmering waren der Garant für unsere bisherigen Erfolge in den Märkten auf der ganzen Welt. Das wollen wir in der neuen Aufstellung intensivieren und damit auch die Arbeitsplätze in Wien sichern", sagt Wolfgang Hesoun, Generaldirektor der Siemens AG Österreich.
Das operative Geschäft des Siemens-Konzerns gliedert sich aktuell in die Sektoren Infrastructure & Cities, Industry, Energy und Healthcare. Mit dem neu gegründeten Sektor Infrastructure & Cities will das Unternehmen an dem dynamischen Wachstum von Städten und Infrastrukturinvestitionen führend teilhaben.
"Städte stehen vor der großen Herausforderung, Wachstum und Lebensqualität in Einklang zu bringen. Mit dem neuen Sektor bündeln wir unsere Kompetenzen für Städte", betont Wolfgang Hesoun.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Aus- und Aufbau von Nahverkehrssystemen in den Metropolen der Welt zu.
"Die Städte der Welt ersticken im Verkehr. Unsere Metros und U-Bahnen bringen den Menschen echte Lebensqualität", erklärt Sandra Gott-Karlbauer. Weltweit gibt es eine Flotte von annähernd 100.000 Fahrzeugen.
Der Großteil davon entfällt heute auf Europa, wo fast ein Drittel dieser U-Bahnen und Straßenbahnen im Einsatz sind. Das größte Wachstum findet sich in Asien und hier vor allem in China. Heute sind in den chinesischen Metropolen ca. 7.000 Metro-Fahrzeuge in Betrieb. Deren Zahl soll sich bis 2020 fast verfünffachen. Diese Zuwachsraten sind jedoch nur eine Facette eines Wachstumspotenzials, das die urbanen Ballungszentren aufweisen. Auf dieses Wachstum hat Siemens seine organisatorische Aufstellung zugeschnitten. Ein wichtiger Eckpfeiler ist dabei das in Wien ansässige Geschäftsfeld Metro, Coaches und Light Rail (MCL).
Die Business Unit MCL ist Teil der neuen Division Rail Systems und beschäftigt weltweit etwa 2.500 Mitarbeiter. Gefertigt werden die Züge in Wien und - für den amerikanischen Markt - in Sacramento. Daneben gibt es Standorte in Graz, Erlangen und Krefeld in Deutschland, Bratislava in der Slowakei, Paris und Lille in Frankreich sowie Peking, Shanghai und Zhuzhu in China. "Dieses internationale Geschäft von Wien aus zu steuern ist eine sehr attraktive Aufgabe", sagt Gott-Karlbauer.
Im Werk Simmering ist das Know-how der gesamten Logistik- und Prozesskette von Forschung, Entwicklung, Engineering, Fertigung, Endmontage bis zur Inbetriebsetzung vereint. Mit neuesten Fertigungstechnologien, wie zum Beispiel Schweiß-Robotern, werden in Simmering Fahrzeuge aus rostfreiem Stahl oder in Aluminium-Großprofilbauweise produziert. In der fast 14.000 m2 großen Endmontagehalle können Fahrzeuge an sieben Modulen gleichzeitig montiert werden.
Für den Standort werden dringend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht, vornehmlich Facharbeiter mit Erfahrung im Anlagengeschäft oder der Schienenfahrzeugindustrie. Die Entwicklungs- und Fertigungstradition reicht mehr als 150 Jahre in die Zeit der "k&k-Waggonfabrik" zurück (Pressemeldung Siemens, 22.02.12).
Schweden: SJ stellt Verkehre Göteborg - Malmö auf der Westküstenlinie ein
Zum 10. April 2012 wird die SJ ihre Zugverbindungen auf der Strecke Göteborg - Malmö einstellen. Den Fahrgäste wird empfohlen, andere öffentlichen Verkehrsmittel auf der Strecke zu benutzen, darunter die parallel fahrenden und von Veolia betriebenen Öresund-Züge.
Es gibt zurzeit drei bis vier SJ-2000-Zugpaare, die auf dem Weg von Malmö nach Kopenhagen nur in Halmstad, Hässleholm und Lund halten und wesentlich schneller sind, als die Öresund-Züge. Zusätzlich verkehrt noch ein IC-Paar, nachdem die SJ alle anderen im Sommer 2011 reduziert hatte.
Nicht betroffen von der Einstellung bleibe aber die direkte Verbindung Halmstad - Göteborg - Stockholm und zurück mit dem SJ 2000.
Hintergrund für die Einstellung sei der Mangel an Rentabilität auf der Strecke, sagte Jan Olson, Chef der SJ-Geschäftsentwicklung. Die gesamte Versorgung des Schienenverkehrs sei um 20 Prozent zu groß für die Nachfrage. Seit einer Reihe von Jahren hätten die Züge noch nie die Rentabilitätsgrenze überschritten.
Die Erwartung, Pendler würden sich auf die Öresundzüge und Fernreisende auf SJ-Züge aufteilen, hätte sich nicht erfüllt. Auch würden die Öresundzüge vom Verkehrsverbund unterstützt, während SJ eigenständig fahre.
Der Vorstandsvorsitzende des Verkehrsverbundes Västtrafik, Lars Backstrom, zeigte sich von der Entscheidung überrascht. Er hätte keine Hinweise erhalten, dass SJ nun das Handtuch werfen wolle. Das sei ein Schlag auf einen lebensfähigen Markt.
Backstrom sagte, die regionalen Verkehrsunternehmen müssten jetzt schnell untersuchen, was die Entscheidung für Folgen haben könnte. Eine Erhöhung der Angebote des Verkehrsverbundes könne frühestens zum Herbst erfolgen (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Pressemeldung SJ, 22.02.12).
Spanien: Ministerin Pastor stellt neuen Plan zur Infrastruktur vor
Der neue Infrastrukturplan 2012-2024 Spaniens enthält ein Ausgabevolumen von 77 Mia. Euro für die nächsten 12 Jahre. Dabei wird in Straßenbauvorhaben mehr als doppelt soviel Geld gesteckt, wie in den weiteren Ausbau des neuen Eisenbahnnetzes. Der neue Plan löst den bisherigen Plan PEIT 2006-2020 ab.
Mit einer gedachten Investitionssumme von 52 Milliarden Euro will die neue spanische Regierung in dem Zeitraum 2012 bis 2024 den Ausbau ihres Fernstraßennetzes fördern. Für bereits begonnene und noch geplante Baumaßnahmen des Eisenbahnnetzes hingegen sollen im gleichen Zeitraum nur 25 Milliarden Euro aufgewandt werden. Darunter zählen bereits im alten Plan enthaltenen und begonnene Maßnahmen. wie:
• LAV Madrid - Galicia mit Abzweig nach Vigo; 8.517 Mia. Euro
• LAV Madrid – Asturien (Bereich Venta de Baños- Pola de Lena); 1.719 Mia. Euro
• LAV Madrid- Baskenland (Bereich Valladolid - Venta de Baños – Burgos – baskisches Y = Dreieck Vitoria-Bilbao-San Sebastian); 4.323 Mia. Euro
• Corredor Navarro (Verbindung Zaragoza – Castejon - Pamplona); 875 Mio. Euro
• Corredor Mediteraneo (Mittelmeerstrecke zwischen französischer Grenze, Barcelona, Valencia, Alicante, Murcia und Almeria, sowie der Ausbau der Verbindungen Albacete-Murcia-Cartagena, Antequera-Granada und Antequera.Algeciras; 6.543 Mia. Euro
• Verbindung des Corredor Mediteraneo-LAV Madrid Barcelona bei Tarragona; 380 Mio. Euro
• LAV Madrid-Badajoz (Portugal); 2.651 Mia. Euro
• Eje Atlantico zwischen Ferrol und Vigo einschließlich de neuen Bahnhofs Vigo; 898 Mio. Euro
• Madrid-Alcazar de San Juan-Jaen (Breitspurstrecke); 239 Mio. Euro
• Fertigstellung des UIC Tunnel zwischen den madrilenischen Bahnhöfen Atocha und Chamartin; 630 Mio Euro
• Verschiedene neue Bahnhofe an LAV Strecken (u.a. Barcelona Sagrera und Logroño); 698 Mio. Euro
• Sevilla-Huelva; 1.200 Mia. Euro
• Valencia-Castellon de la Plana; 800 Mio. Euro
und neue Vorhaben, wie:
• LAV Palencia-Santander; 3.400 Mia. Euro
• Für das restliche konventionelle Netz sind für Modernisierung und Unterhaltung jährlich 1.310 Mia. Euro vorgesehen.
Wieder aufgenommen wurde der Plan einer transpyrenäischen Achse im Bereich der ehemaligen Verbindung nach Frankreich über Canfranc. Hierzu gibt es aber noch keine weiteren verbindlichen Aussagen zu technischen Daten und Kosten, außer dass das Kernstück einer solchen Verbindung ein etwa 40 km langer Tunnel sein wird. Allerdings hat die Region Katalonien bereits schon jetzt erheblichen Widerstand gegen ein solches Vorhaben angekündigt. Sie hält es schlichtweg für überflüssig und spricht sich für eine Stärkung des atlantischen und Mittelmeerkorridors aus, der ja auch noch nicht fertig vorhanden ist (hd, Quelle Ministerio de Fomento und verschiedene Zeitungen, 22.02.12).
Spanien: Neue Regierung spricht sich für einen Corredor Central aus
Vor allem auf Drängen der ebenfalls von der PP (Patida Popular) regierten Wirtschaftsregionen Madrid und Zaragoza hat die neue Spanische Ministerin für das Bau- und Verkehrswesen, Frau Ana Pastor, die Idee eines zentralen Eisenbahnkorridors durch die Pyrenäen wiederbelebt. Dieser soll neben dem Mittelmeerkorridor (Strecke Perpignan-Barcelona-Valencia-Murcia-Almeria [Malaga]) und dem atlantischen Korridor (Irun-Vitoria-Burgos-Valladolid-[Portugal]) die Wirtschaftsräume Zaragoza (Aragon) und Madrid besser erschliessen.
Über Kosten wurde zwar noch nicht gesprochen, jedoch würde allein ein 40 km langer Basistunnel durch die Pyrinäen bei Canfranc mehr als 6 Mia. Euro kosten. Hinzu kämen noch Aus- und Neubaustrecken in Frankreich und Spanien, die das Ganze wohl in einen zweistelligen Euromilliardenbereich bringen würden. Daher stößt dieses Vorhaben nicht nur bei der EU auf wenig Gegenliebe, auch die Region Katalonien hält gar nichts von diesem Projekt.
Es fielen bereits Worte, wie Größenwahn. Vor allem aber wird eine Abwertung des Mittelmeerkorridors befürchtet, denn dieser ist auch gut 25 Jahre nach seiner ersten Erwähnung in einem Infrastrukturprogramm aus dem Jahr 1985/1986 noch immer nicht fertiggestellt. Vor allem im Bereich südlich von Tarragona gibt es noch etliche km einspuriger Strecken. So wird dann auch allgemein erwartet, dass dieser Plan bei den kommenden Beratungen der EU zu einem Transeuropäischen Eisenbahnnetz keine Berücksichtigung finden wird (hd, 22.02.12).







