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LOK Report – News von Freitag, 17.02.12

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Erfolgreiches Geschäftsjahr 2011
für Harzer Schmalspurbahnen

Absatzlinie

Thüringen plant Bahnangebot 2015

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Jahresbilanz 2011 der SNCF

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Zürich fordert rasche Realisierung
des Brüttenertunnels

Absatzlinie
Triebwagengeburtstag in Gmunden

Absatzlinie
Elektrischer Betrieb der SFM eröffnet

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Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik des Bundes

RechteckBundestag: Öffentliche Anhörung zur Liberalisierung des Buslinienfernverkehrs
Die Liberalisierung des Buslinienfernverkehrs ist Thema einer Öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am Mittwoch, dem 29. Februar 2012. Dabei geht es um ein Gesetzentwurf (17/8233) der Bundesregierung "Entwurf eines Gesetzes zur Änderung personenbeförderungsrechtlicher Vorschriften", einem gemeinsamen Gesetzentwurf (17/7046) der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen "Entwurf eines Gesetzes zur Änderung personenbeförderungs-und mautrechtlicher Vorschriften" sowie einen Antrag der Linksfraktion (17/7487) "Keine Liberalisierung des Buslinienverkehrs – für einen Ausbau des Schienenverkehrs in der Fläche".
Zu der Anhörung hat der Ausschuss 14 Sachverständige geladen:
• Monica Berg, Allgemeiner Deutsche Automobil-Club (ADAC),
• Markus Brohm, Deutscher Landkreistag,
• Dieter Gauf, Internationaler Bustouristikverband,
• Folkert Kiepe, Deutscher Städtetag,
• Alexander Kirchner, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft,
• Holger Krawinkel, Verbraucherzentrale Bundesverband,
• Christiane Leonard, Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer,
• Reiner Metz, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen,
• Engelbert Recker, Mofair e.V.,
• Volker Röske, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di),
• Patrick Thiele, Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK),
• Jan Werner, Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD),
• Michael Winnes, Bundesarbeitsgemeinschaft der ÖPNV-Aufgabenträger und
• Heike Witsch, Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (Pressemeldung Bundestag, 17.02.12).

RechteckDeutsche Bahn: Commerzbank AG übergibt sanierten Silberturm
Foto Commerzbank AG/Deutsche Bahn AG

v.l. Dr. Wolfgang Schäfers, Sprecher des Vorstands der IVG Immobilien AG, Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, Petra Roth, Oberbürgermeisterin von Frankfurt, Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. Foto Commerzbank AG/Deutsche Bahn AG.
Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, hat am 16.02.12 den symbo-lischen Schlüssel für den Silberturm an Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, übergeben. Die symbolische Schlüsselübergabe im Foyer des Hochhauses fand statt in Anwesenheit von Petra Roth, Oberbürgermeisterin von Frankfurt, und Dr. Wolfgang Schäfers, Sprecher des Vorstands der IVG Immobilien AG, die den Silberturm 2011 von der Commerzbank erworben hat.
Martin Blessing: "Ich freue mich, dass wir mit der IVG und der Deutschen Bahn für das die Stadt kennzeichnende Hochhaus ‚Silberturm' einen Investor beziehungsweise Mieter gefunden haben, bei dem das Gebäude weiterhin eine hohe Wertschätzung erfährt. Mit der erfolgreichen Sanierung haben wir auch einen aktiven Beitrag für die Zukunft und Weiterentwicklung des Immobilienstandortes Frankfurt geleistet."
Rüdiger Grube: "Mit dem Silberturm setzen wir hier im Zentrum Frankfurts, in unmittelbarer Nachbarschaft des wichtigsten Bahnhofs Deutschlands, ein deutliches Ausrufezeichen: für den Bahnstandort Frankfurt, für unsere Mitarbeiter, die in ein hochmodernes Gebäude einziehen werden, und für die Umwelt, die durch die energetische Sanierung erheblich entlastet wird."
In den vergangenen drei Jahren hat die Commerzbank das 166 Meter hohe Hochhaus, Baujahr 1978, mit seinen 34 Stockwerken im Frankfurter Bahnhofsviertel saniert und an moderne energietechnische Standards angepasst. Kernpunkt der Sanierung war die komplette denkmalgerechte Erneuerung der Fassade aus Aluminium, bei der das prägnante silberfarbene Erscheinungsbild erhalten blieb. Die neue Dreifachverglasung und Dämmung sorgen für eine deutlich höhere Energieeffizienz. Pro Jahr reduziert sich dadurch der Energieverbrauch um 30 Prozent, der Wärmeverbrauch um 55 Prozent und der CO2-Ausstoß um 35 Prozent.
Die Deutsche Bahn ist seit dem 2. Januar 2012 Mieterin des Silberturms. 2.000 Mitarbeiter werden bis Mitte Juni dieses Jahres einziehen. Sie arbeiten fast ausschließlich für DB Systel, den Dienstleister der DB für IT- und Telekommunikation.
Im Zuge der Integration der Dresdner Bank hatte die Commerzbank den Silberturm (Jürgen-Ponto-Platz 1) und das angrenzende ehemalige Vorstandsgebäude (Gallusanlage 8) übernommen und seit 2009 renoviert. Anfang 2012 wurden beide Gebäude an ein Investorenkonsortium unter Führung der Immobiliengesellschaft IVG Immobilien AG verkauft (Pressemeldung Deutsche Bahn, 17.02.12).

Industrie

RechteckDB Schenker: Verladung Desiro in Krefeld
Foto Bernd PiplackFoto Bernd Piplack
Foto Bernd PiplackFoto Bernd Piplack
Foto Bernd PiplackFoto Bernd Piplack
Am 16.02.11 übernahm DB Schenker die Aufgabe der Verladung der für Russland bestimmten Triebwagen Desiro RUS ab dem Rheinhafen in Krefeld bis nach St. Petersburg (Bernd Piplack, 17.02.12).

RechteckLogistikCluster NRW: BranchenForum HandelsLogistik.NRW 2012
Foto LogistikClusters NRW
Zum dritten Mal fand am vergangenen Montag in den Räumen der IHK zu Dortmund das BranchenForum HandelsLogistik.NRW des LogistikClusters NRW in Zusammenarbeit mit dem Handelsverband Nordrhein-Westfalen e.V. und dem Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) e.V. statt.
Fazit des spannenden Nachmittags war, dass die Handelslogistik in der Versorgung von urbanen Räumen und Stadtregionen vor großen Herausforderungen steht. Hierzu gehören: Demografischer Wandel der Stadtbevölkerung, mehr ältere Menschen, aber auch eine zunehmende Immobilität der ganz alten Menschen. Zugleich drängen jüngere Menschen zurück in die Innenstadtlagen und ist e-Commerce weiter auf dem Vormarsch.
Für Handel und Logistik resultieren hieraus in den nächsten Jahren insbesondere in Stadtregionen tiefgreifende Veränderungen: Neue Handelsstandortkonzepte sowie CO2- und lärmoptimierte und kooperative Logistiklösungen, gerade im Bereich Grundversorgung und Lebensmittel, sind gefragt. Erfreulich: Die anwesenden Vertreter von Land, Kommunen, Handel und Logistik signalisierten für diese anspruchsvolle Aufgabe eine große Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit.
Leitthema des 3. BranchenForums HandelsLogistik.NRW war die Zukunft der Handelslogistik in NRW. Intensiv diskutierten insbesondere über 70 Teilnehmer aus Handel, Transport und Logistik sowie Kommunen des Rhein-Ruhr-Raumes das Spannungsfeld Handelsversorgung und -Entsorgung, Transport und Stadtentwicklung.
Torsten Waack van Wasen, Head of E-Commerce Galeria Kaufhof, beschrieb anschaulich und anhand der in seinem Unternehmen erfolgreich realisierten Lösung die logistischen Folgen von Multi Channel Retailing und geändertem Kauf- und Bestellverhalten der Konsumenten. Aus seiner Sicht gehören Multi Channel Retailing-Konzepte, also dem Einsatz mehrerer Vertriebs- und Marketingkanäle zur Verbindung von stationärem und Online-Geschäft, die Zukunft. Die Erfahrung von Galeria Kaufhof: Multi Channel Retailing ist eigentlich ganz einfach. Aber: In seiner Umsetzung steckt eine enorme Komplexität.
Dr. Volker Lange, Ressortleiter Verpackungs- und Handelslogistik, Fraunhofer IML, schilderte Zwischenergebnisse des Forschungsprojekt "Urban Retail Logistics", in dem gemeinsam mit Handelsunternehmen wie Metro, REWE, DOEGO, Landgard und Lekkerland Konzepte der zukünftigen Handels- und Versorgungslogistik in urbanen Regionen entwickelt werden. Er ist der festen Überzeugung: "Ohne Kooperation und nur mit heutigen Logistiklösungen wird es nicht mehr gehen".
Was auf den ersten Blick angesichts verschärfter Rahmenbedingungen wie Umweltzonen, eingeschränkte Lieferzeitfenster in Innenstädten und Lärmschutzplanungen überraschte: Land, Kommunen, Handel und Logistik signalisierten auf dem Forum eine große Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Ministerialdirigentin Anne Katrin Bohle, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung und Denkmalpflege im NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, fasste dies so zusammen: "Wir stehen alle auf einer Seite".
In seiner Begrüßung erinnerte zuvor Reinhard Schulz, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, daran, dass Basis für eine zukunftsfähige Handelslogistik und somit Versorgung der Bürger die Sicherstellung einer leistungsfähigen Infrastruktur ist. Leider sei Nordrhein-Westfalen mit rd. 130 Mrd. Kfz.-km nicht nur Verkehrsland Nr.1, sondern mit 60.000 von bundesweit 189.000 Staus in 2011 auch Stauland Nr. 1 in Deutschland. Dr. Christoph Kösters, Hauptgeschäftsführer des clustertragenden Verbandes Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V. (VVWL), stellte zu Beginn die entscheidenden Fragen: Werden weitere stadtplanerische Eingriffe und verschärfte Auflagen (Stichworte: Umweltzonen, Zeitfenstervorgaben für Lieferverkehre, verschärfte Lärmschutzauflagen) die Erreichbarkeit der Handelsstandorte für die Transport-und Logistikdienstleister und die handelseigene Logistik maßgeblich erschweren? Passen schon in ein paar Jahren bestehende Logistikkonzepte nicht mehr und sind für die Zukunft neue Liefer- und Verteilersysteme vonnöten?
In der anschließenden Diskussionsrunde ging es um konkrete Hemmnisse in der urbanen Handelsver- und Entsorgung und um Lösungsmöglichkeiten. Insbesondere die Rückkehr zu den kurzen Wegen für Innenstadtbewohner ziehe aber eine Atomisierung von Sendungsgrößen nach sich - eine große Herausforderung für die Lebensmittellogistik. Die Erreichbarkeit vieler Innenstädte in NRW werde derzeit durch einen Instandsetzungstau behindert, welche durch enge Lieferzeitfenster, die oft parallel zum Berufsverkehr liegen, noch verstärkt wird. Hinzu komme die mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung für eine Filialbelieferung vor 6 Uhr. Auch moderne Fahrzeuge könnten hier kaum Abhilfe schaffen, da meist der Umschlag das Lärmproblem darstelle. Eine Atomisierung von Sendungsgrößen wird jedoch auch durch den wachsenden Online-B2C und -C2C-Handel hervorgerufen. Hier sind neue intelligente Bündelungskonzepte bei der Zustellung gefragt. Einigkeit bestand, dass bei der Lösung dieser Hemmnisse die Kommunen gefordert sind, in einen Dialog mit der Bevölkerung zu treten um eine Grundlage für konstruktive Lösungen zu finden. Es diskutierten: Anne Katrin Bohle, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung und Denkmalpflege im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW, Rainer Gallus, Geschäftsführer Handelsverband Nordrhein-Westfalen e.V., Andreas Gessner, Bereichsleiter Distributionslogistik Deichmann SE , Bernd Häger, Geschäftsführer Spedition Häger GmbH & Co. KG, Klaus Hamm, Leiter Logistik Galeria Kaufhof GmbH, Dr.-Ing. Ernst Kratzsch, Stadtbaurat Stadt Bochum, Mitglied der Ausschüsse für Bauen und Verkehr Städtetag Nordrhein-Westfalen und Deutscher Städtetag, Gerhard Kunkel, Betriebsleiter EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH (Pressemeldung LogistikCluster NRW, 17.02.12).

Aus den Ländern

RechteckBerlin: Verkehrsverträge zur BVG und S-Bahn im Internet einsichtbar
In Berlin sind inzwischen alle fünf Fraktionen (SPD, CDU, Grüne, Piraten, FDP) zur Offenlegung der S-Bahn-Verkehrsverträge bereit. Auch Verkehrssenator Michael Müller (SPD) rückt von seiner vor einer Woche geäußerten Meinung ab und habe nun "damit gar kein Problem".
Inzwischen sind die Verkehrsverträge mit geschwärzten geschäftszahlen allerdings von einem sich für die Informationsfreiheit einsetzenden Blogger veröffentlicht worden:
• Verkehrsverträge des Landes Berlin mit BVG und Berliner S-Bahn (LR, 17.02.12).

RechteckSachsen-Anhalt: Erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 für Harzer Schmalspurbahnen
Foto HSB
Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) hat das vergangene Geschäftsjahr 2011 wieder erfolgreich abgeschlossen. Mehr als 1,2 Mio. Gäste nutzten das rund 140 km umfassende schmalspurige Streckennetz im Harz, das täglich mit historischen Dampfzügen befahren wird. Aufgrund der weiterhin in allen Geschäftsbereichen steigenden Aufwendungen für Infrastruktur und Betrieb ist eine Anpassung des Tarifes zum 05. März 2012 vorgesehen. Die nun kommenden Wochen und Monate stehen ganz im Zeichen des Jubiläumsfestjahres "125 Jahre Schmalspurbahnen im Harz".
Das Jahr 2011 begann im Harz recht schneereich und stürmisch. Das Frühjahr mit milden Temperaturen, der angenehm warme Sommer sowie der lange und sonnige Herbst luden dann aber doch die Urlauber und Ausflügler in den Harz und somit auch zum Besuch der Harzer Schmalspurbahnen ein. Die extreme Kälte in den vergangenen Wochen erforderte dann wieder besondere Anstrengungen bei den Mitarbeitern der HSB, sorgte aber auch mit Postkartenwetter wieder für einen erfreulichen Fahrgastansturm.
Insgesamt waren 2011 etwa 1,2 Mio. Fahrgäste auf dem gesamten Streckennetz der HSB unterwegs. Davon nutzten die Brockenbahn 746.000 Gäste. Mit der Harzquerbahn im Bereich Nordhausen fuhren 220.000 Gäste. Die Züge der Selketalbahn beförderten im vergangenen Jahr 106.000 Fahrgäste. Hier wirkt sich der seit nunmehr zwei Jahren optimierte Fahrplan mit einer Dampfzugverbindung von der Welterbestadt Quedlinburg über Eisfelder Talmühle zum Brocken an drei Tagen in der Woche im Sommerhalbjahr weiter positiv auf die Gästezahlen aus.
Mit über 11 Mio. Euro Umsatz konnte das stabile Niveau der Vorjahre erhöht werden. Allerdings stehen diesem positiven Ergebnis die in allen Geschäftsbereichen weiterhin steigenden Aufwendungen in Infrastruktur und Betrieb gegenüber.
Daher ist zum 05. März 2012 eine Tarifanpassung vorgesehen. Der Brockentarif beträgt zukünftig für die einfache Fahrt 21,00 Euro, die Rückfahrkarte kostet 32,00 Euro. Der Tarif auf der Harzquer- und Selketalbahn wird vom bisherigen Zonentarif auf einen kilometerabhängigen Tarif umgestellt, wie er auch bei anderen deutschen Bahnen üblich ist. So kostet beispielsweise die Fahrt von Wernigerode nach Drei Annen Hohne künftig 7,00 Euro, genau so wie eine Fahrt mit der Selketalbahn von Gernrode nach Alexisbad. Innerhalb der Sonderzone Ilfeld Bad – Nordhausen sind seit einigen Jahren die Tarife mit den Verkehrsbetrieben Nordhausen harmonisiert. Hier bleibt der Fahrpreis konstant.
2011 fanden im Fahrzeugbereich Hauptuntersuchungen an der Dampflokomotive 99 7237 sowie 5 Reisezugwagen statt. In der eigenen Fahrzeugwerkstatt wurden die vorgeschriebenen Kesseluntersuchungen an den Dampflokomotiven 99 7239 und 99 5902 durchgeführt.
Wichtige Grundlage für das erfolgreiche Geschäftsjahr war die hohe Einsatzbereitschaft der rund 260 Mitarbeiter der HSB, darunter 12 Auszubildende in den Ausbildungsberufen Industriemechaniker und Bürokauffrau. Auch für das kommende Ausbildungsjahr werden insgesamt fünf neue Ausbildungsplätze in diesen Fachrichtungen angeboten.
Für die notwendige Eisenbahninfrastruktur der HSB wurden weitere Bauvorhaben abgeschlossen. Der Bahnhof Eisfelder Talmühle erhielt einen neuen, erhöhten Mittelbahnsteig 3. Dort ist nun ein wesentlich bequemeres Einsteigen in die Züge der Harzquer- und Selketalbahn möglich. An den Bahnübergänge an der L 239 bei Quarmbeck sowie an der L 100 bei Drei Annen wurden die vorhandenen Bahnübergangssicherungsanlagen durch moderne Sicherungsanlagen mit Halbschranken und Lichtzeichen ersetzt. Der Neubau weiterer Bahnübergangssicherungsanlagen in Wernigerode, Ilfeld, Niedersachswerfen und Nordhausen ist in Vorbereitung.
Die bewährte Zusammenarbeit mit den Landkreisen, Städten und Gemeinden als kommunale Gesellschafter der HSB, dem Land Sachsen-Anhalt und dem Freistaat Thüringen sowie deren finanzielles Engagement bilden auch weiterhin die Grundlage für die vielfältigen Aktivitäten der HSB im Bereich Eisenbahn und Tourismus. Die nominelle Zahl der insgesamt ehemals zwanzig kommunalen HSB-Gründungsgesellschafter aus drei Bundesländern beläuft sich nach der letzten Gebietsreform im Freistaat Thüringen, wo die neue Gemeinde Harztor aus Ilfeld und Niedersachswerfen gebildet wurde, zum 01.01.2012 auf nunmehr neun.
Das Jahr 2012 steht nun ganz im Zeichen des Jubiläums "125 Jahre Schmalspurbahnen im Harz". Am 07. August 1887, also vor nunmehr fast 125 Jahren, wurde der erste Abschnitt der für ihre romantische Streckenführung bekannten Selketalbahn zwischen Gernrode und Mägdesprung feierlich in Betrieb genommen. Damit war der Grundstein für das heute mehr als 140 Kilometer umfassende Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen gelegt. Diesen besonderen Anlass würdigt die HSB im laufenden Jahr mit einem in diesem Umfang einmaligen Festprogramm auf dem gesamten Streckennetz.
Unter anderem werden drei große Bahnhofsfeste in Nordhausen (28.04.2012), Wernigerode (09.06.2012) und Gernrode (18.08.2012) veranstaltet. Ganztägig werden hier jeweils Bühnenprogramme mit Show, Musik, Familienprogrammen und regionalen Künstlern, Führerstandsmitfahrten, Fahrzeugausstellungen, Pendelverkehre mit Sonderzügen und vieles mehr angeboten. Stargast des Bahnhofsfestes am 28.04. in Nordhausen wird die Bochumer Band "Geier Sturzflug" sein, die mit dem Neue Deutsche Welle-Titel "Bruttosozialprodukt" bekannt wurde. Die Bühnenprogramme der Bahnhofsfeste in Wernigerode und Gernrode werden u.a. Gojko Mitic und Uwe Jensen mit der "Musik am Lagerfeuer" bereichern. Zum Bahnhofsfest in Wernigerode ist zusätzlich eine große Abendveranstaltung mit einem Public Viewing des Europa-Meisterschaftsspiels Deutschland – Portugal sowie verschiedenen Konzerthöhepunkten geplant. Absoluter Stargast dieses Abends wird hierbei mit der Gruppe "Scooter" eine der erfolgreichsten deutschen Bands sein, die erstmals 1994 mit "Hyper Hyper" einen Chartstürmer landete. Tickets hierfür sind ab sofort in allen Verkaufsstellen der HSB, unter www.eventim.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Das Jubiläumsjahr bietet aber auch vor allem den Eisenbahn- und Fotofreunden 26 buchbare Sonderfahrten mit Personen- und Güterzügen sowie weitere diverse Rollbockfahrten, historische Pendelzugverkehre, Zugüberholungen und andere Höhepunkte mit einzigartigen und exklusiven Fahrzeugzusammenstellungen in außergewöhnlichen und seltenen Betriebssituationen. Für diese Fahrten sind jeweils individuelle Fahrpläne und Fahrkarten vorbereitet. Es stehen insgesamt 1.400 Tickets für diese Sonderfahrten zur Verfügung.
Einen speziellen Rollbocktag mit wechselnden Traktionen und Pendelfahrten wird es beispielsweise am 10.06.2012 in Wernigerode geben. Dazu wurden durch Auszubildende der HSB in der unternehmenseigenen Fahrzeugwerkstatt historische Rollböcke der Bauart "Görlitz" betriebsfähig aufgearbeitet. Die Fahrpläne der Pendelfahrten der Rollbockzüge sowie zu den anderen Bahnhofsfesten stehen in den nächsten Tagen auf den Internetseiten der HSB zum Herunterladen zur Verfügung.
Als Gastfahrzeuge im Jubiläumsjahr werden die Dampflok Nr. 105 (Baujahr 1918) der Museumsbahn Blonay-Chamby aus der Schweiz, der Selfkantbahn-Triebwagen T 102 (Baujahr 1950) der Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr e.V. aus Aachen sowie der DEV-Triebwagen T 42 (Baujahr 1939) des Deutschen Eisenbahn-Verein e.V. aus Bruchhausen-Vilsen erwartet. Alle Fahrzeuge sind sowohl im Regelzugverkehr als auch im Sonderzugeinsatz zu erleben.
Alle Informationen zu den zahlreichen Veranstaltungen und Sonderzügen im Jubiläumsjahr sind in einem Extra-Flyer zusammengefasst, der unter www.hsb-wr.de abrufbar sowie in allen Fahrkartenausgaben und Dampfläden der HSB erhältlich ist (Pressemeldung HSB, 17.02.12).

RechteckThüringen: Dialog zum Schienenverkehrsangebot ab 2015
"Das Thüringer Schienenverkehrsangebot ab 2015 bedarf der engen Abstimmung mit allen Beteiligten. Deshalb werden wir den Dialog auch weiterhin intensiv fortführen." Das erklärte heute (Donnerstag) Verkehrsminister Christian Carius am Rande der 3. Beratung der Steuergruppe "Verkehrskonzept Thüringen 2015 ff", an der auch die Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter (Jena), Dr. Norbert Vornehm (Gera) und Stefan Wolf (Weimar) sowie der DB-Konzernbevollmächtigte für Thüringen, Volker Hädrich, im Jenaer Rathaus teilnahmen.
"Es ist nach wie vor eine berechtigte Forderung, da bin ich mir mit den kommunalen Vertretern einig, dass die Städte Jena, Weimar, Gera und Saalfeld möglichst optimal an das Fernverkehrsnetz angebunden bleiben. Das Land wiederum ist als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr verantwortlich", so Carius weiter.
Der Konzernbevollmächtigte Hädrich ergänzte: "Mit der sukzessiven Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Leipzig / Halle - Nürnberg in 2015 / 2017 verlagern sich die ICE – Systemverkehre auf die neue Trasse – dafür wird sie gebaut. Der Schlüssel für die weitere Bedienung der Thüringer- und Saalbahn mit Fernverkehr liegt in der intelligenten Verzahnung von Fern- und Nahverkehrsprodukten auf diesen wichtigen Strecken – eine Aufgabe, die der Freistaat und die DB nur gemeinsam lösen können und daran arbeiten wir."
Der Minister wies zudem darauf hin, dass es neben dem aktuellen Angebot künftig neue Expresszugverbindungen geben werde. Dafür sei die bis April 2012 laufende europaweite Ausschreibung des Elektro-Netzes Saale-Thüringen-Südharz maßgeblich. Dieses Vergabenetz beinhaltet u. a. die neuen Expresszuglinien Erfurt – Naumburg – Halle, Erfurt – Naumburg – Leipzig und Saalfeld – Jena – Naumburg – Leipzig. Zusätzlich soll es noch eine neue Direktverbindung im Nahverkehr zwischen Nürnberg – Saalfeld – Jena – Naumburg und Halle geben. Alle genannten Züge verkehren im Zwei-Stunden-Takt, die sich in Thüringen zu einem stündlichen Angebot ergänzen. Mit diesem Gesamtangebot werden auf den nicht mehr vom vertakteten ICE-Verkehr bedienten Strecken attraktive Reisemöglichkeiten sowie kurze Anschlüsse in den Knotenbahnhöfen hergestellt. Zudem werden im Wechsel stündlich Regionalbahnen und Regionalexpresszüge, nicht nur zum ICE-Knoten Erfurt, sondern auch zu allen benachbarten ICE-Bahnhöfen, d. h. Leipzig, Halle, Göttingen, Kassel, Würzburg, Bamberg und Nürnberg angeboten.
Auch wird sich die Reisezeit ab 2018 von Weimar nach München um 1:50 h verkürzen, die Fahrzeit Jena – München um 15 Minuten und die Reisezeit von Erfurt nach Berlin um 45 Minuten (Pressemeldung Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, 17.02.12).

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Harzer Schmalspurbahnen

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (17.02.12).

Rechteck52 rund um Meiningen
Foto Falko MolleFoto Falko Molle
Am 15.02.2012 machte die Lok 52 7596 ihre Probefahrt vor dem Hilfszug von Meiningen nach Bad Salzungen und zurück. Am 16.02.2012 waren die Loks 52 8154 + 52 8098 von Meiningen nach Plagwitz unterwegs (Falko Molle, 17.02.12).

RechteckRodelblitz
Foto Prof. Wolfgang FritzFoto Prof. Wolfgang Fritz
Foto Prof. Wolfgang FritzFoto Prof. Wolfgang Fritz
Winterdampf in und um den Thüringer Wald gab es wieder am 11. und 12. Februar 2012 zu fotografieren (Prof. Wolfgang Fritz, 17.02.12).

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Bahnberufe

Mit der Kamera notiert

RechteckBily Potok pod Smrkem
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
Am 14.Februar hielt Stadler 840.003 mit Os 16317 im Bhf. Bily Potok pod Smrkem (Weißbach). Weißbach ist Endstation der KBS 038 aus Raspenava (Raspenau). Diese kurze Strecke im Isergebirge (6,4 Km) wurde im Jahre 1900 gebaut. Züge fahren hier im Stundentakt nach und von Liberec (Reichenberg) (Martin Kubik, 16.02.12).

RechteckBokrijk
Foto Tim Van Rooy
Am Donnerstag, 16. Februar 2012, befand sich RRF auf Rückfahrt von Roosendaal (NL) nach Genk, hier am Bahnhof Bokrijk (Tim Van Rooy, www.treinfototeam.be, 16.02.12).

RechteckSchechtes Wetter, schlechtes Foto?
Foto Hans Stein
Schechtes Wetter, schlechtes Foto: Hier durcheilt der IC 147 aus Schiphol (Airport) auf dem Weg nach Berlin Ostbahnhof die Station Holten in den Niederlanden (Hans Stein, 17.02.12).

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LOK Report 3/12

LOK Report 3/12

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Europa

RechteckFrankreich: Jahresbilanz 2011 der SNCF
Die SNCF-Gruppe
hat am 16.02.12 ihre Jahresbilanz 2011 auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Über die Zahlen der einzelnen Bereiche wurde an dieser Stelle schon berichtet, so dass hier nur die wesentlichen weiterführenden Ergänzungen aufgeführt werden sollen:
Der Umsatz erreichte 32.645 Mio. Euro, was einer Steigerung um 7,2% bzw. 5,8% bei konstantem Konsolidierungskreis und Wechselkursen entspricht.
Die operative Marge stieg 2011 deutlich um 9,3% gegenüber 7,1% im Jahr 2010, was aber immer noch nicht ausreicht, um den wesentlichen Investitionsbedarf zu decken.
Der Nettogewinn belief sich auf 125 Mio. Euro aufgrund einer Wertminderung an Vermögenswerten in Höhe von 840 Mio. Euro, davon 700 Millionen bei dem TGV-Zugmaterial.
Dank einer starken Verbesserung der Selbstfinanzierung aus dem operativen Geschäft (716 Mio) und trotz historisch hoher Investitionen in Höhe von 2,4 Mrd. Euro erreichte der Cash Flow im Jahr 2011 den Wert von 261 Millionen Euro, eine Steigerung um 424 Millionen Euro gegenüber 2010.
Die Nettoverschuldung von 8.329 Millionen Euro per Ende Dezember 2011 sank leicht gegenüber dem Wert von 8.499 Millionen Euro Ende 2010.
Guillaume Pepy, Vorsitzender der SNCF, sagte: "Im Jahr 2011 stieg die operative Marge auf sämtlichen Gebieten seit dem Beginn der Krise. Dies erfolgte dank unserer Strategie der Sanierung, insbesondere
der systematischen Behandlung der strukturellen Schwierigkeiten des Unternehmens durch die Umsetzung eines Masterplans für den neuen ökologischen Transport von Waren, den mit dem Staat abgeschlossenen Verträgen zu den "Zügen des territorialen Gleichgewichts" (Trains d'Equilibre du Territoire) und der Unterzeichnung eines Übereinkommens mit Réseau Ferré de France zur verbesserten Instandhaltung der Infrastruktur im Jahr 2011,
der Eindämmung der betrieblichen Aufwendungen und der Kontrolle von Investitionen, die im Wesentlichen den vor 2008 eingeleiteten Maßnahmen entsprechen, und
• der kommerziellen Dynamik unserer Service-Angebote in Frankreich und im Ausland.
Allerdings ist noch nicht alles so angepasst, dass ein zufriedenstellendes Niveau der Rentabilität in jedem Zweig erreicht werden konnte. Insbesondere ist der Schienengüterverkehr in Frankreich noch immer sehr kostenintensiv und die in Mitleidenschaft gezogenen Vermögenswerte der TGV-Züge führen zu unzureichender Profitabilität unserer Flotte.
Im Jahr 2012, auch wenn die Aussichten höchst unsicher sind, werden wir unsere strategischen Entwicklungsziele aufrecht erhalten, um die SNCF zu einer führenden globalen Referenz für die Mobilität von Menschen und Logistik im Güterverkehr werden zu lassen.
Im Hinblick auf die anstehende Reform des französischen Bahnsystems (Assises du ferroviaire) verteidigt die SNCF ihre Position zugunsten einer Vereinigung der Infrastruktur unter Führung der Gruppe SNCF und ihrer Vision als führender Diensleister in einem betrieblich und wirtschaftlich bedeutenden System." (WKZ, Quelle Pressemeldung SNCF, 17.02.12).

RechteckGriechenland: Fotos vom aktuellen Geschehen gesucht
Für einen aktuellen Bericht im LOK Report und die neue Ausgabe des LOK Report Europa Reiseführer 2012/13 suchen wir dringend aktuelle Fotos über die Eisenbahn in Griechenland aus dem Zeitraum 2010 und 2011.
Zusendungen (Dias) bitte an den Griechenland-Redakteur Joachim Weißer, Hirschackerweg 7, 70576 Weil am Rhein oder digital (bitte einzeln) per E-Mail an joachim.weisser@t-online.de (Joachim Weißer, 17.02.12).

RechteckÖsterreich: Bilaterales Arbeitstreffen Bures/Ramsauer in Wien
Verkehrsministerin Doris Bures und ihr deutscher Amtskollege Peter Ramsauer treffen sich am Donnerstag im Vorfeld des Wiener Opernballes zu einem bilateralen Arbeitsgespräch. Auf der Agenda stehen unter anderem die Themen deutsch-österreichisches Abkommen zum Ausbau der Brennerzulaufstrecken, das Weltverkehrsforum, das vom 2. bis 4. Mai 2012 in Leipzig stattfindet, sowie der Weltkongress für Intelligente Verkehrssysteme, der von 22. bis 26. Oktober 2012 in Wien tagt.
Bures und Ramsauer wollen das Zusammentreffen nutzen, um den Beginn der Planungen zum Ausbau der nördlichen Brennerzulaufstrecken voranzutreiben. Die für Mitte Januar vorgesehene Unterzeichnung eines deutsch-österreichischen Abkommens über den weiteren Ausbau der Strecken musste aufgrund der Budgetverhandlungen in Österreich verschoben werden. Nun soll dafür ein neuer Termin vereinbart werden. Durch das Abkommen soll der grenzüberschreitende Planungsprozess synchronisiert werden. "Der Ausbau der Brenner Zulaufstrecken auf deutscher Seite ist auch für Österreich von großer Bedeutung. Denn eine moderne und leistungsfähige Schieneninfrastruktur ist die Voraussetzung für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die umweltfreundliche Schiene. Der gut ausgebaute Brennerkorridor wird eine massive Schwerverkehrsentlastung für die Menschen in dieser sensiblen Alpenregion bringen", betont Verkehrsministerin Bures. Minister Ramsauer ergänzte: "Die berechtigten Belange der Anwohner des gesamten Inntals müssen jederzeit in einen transparenten Planungsprozess einfließen."
Die alpenquerenden Verkehre sollen auch im Rahmen des Weltverkehrsforums Anfang Mai in Leipzig intensiv erörtert werden. Die sogenannte Zürich-Gruppe wird sich im Rahmen dieses jährlichen Treffens führender Verkehrspolitikerinnen und -politiker aus aller Welt damit befassen, wie die Alpenanrainerinnen und -anrainer den Verkehr künftig umweltfreundlicher und nachhaltiger gestalten können. "Wir müssen nun dringender denn je Lösungen finden, die Menschen und die Umwelt in den Alpen zu schützen, ohne den Personen- und Warenverkehr im EU-Binnenmarkt unangemessen zu behindern. Hierzu bietet das Weltverkehrsforum eine exzellente Gelegenheit", sagte Ramsauer und erneuerte seine Einladung an seine österreichische Amtskollegin.
Schließlich wird die österreichische Verkehrsministerin ihren deutschen Amtskollegen zum Weltkongress für Intelligente Verkehrssysteme (ITS) einladen, der vom 22. bis 26. Oktober 2012 in Wien stattfindet. Der ITS-Weltkongress ist die weltweit größte und wichtigste Leistungsschau im Bereich der innovativen Verkehrstechnologien. Erwartet werden 8.000 Gäste und 300 Ausstellerinnen und Aussteller aus aller Welt. Im Rahmen eines internationalen Runden Tisches mit Verkehrsministerinnen, -minister, wichtigen Industrievertreterinnen und -vertreter ist der Abschluss einer politischen Deklaration geplant, die die raschere Einführung intelligenter Verkehrssysteme zum Ziel hat (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 17.02.12).

RechteckÖsterreich: Triebwagengeburtstag in der Gmundner Straßenbahnremise
Foto Stern & Hafferl Verkehr
DI Otfried Knoll und Ing. Günter Neumann. Foto Stern & Hafferl Verkehr.
Mit einem großen Fest in der Gmundner Straßenbahnremise feierten am 14. Februar der Triebwagen GM 5 sein 100+1jähriges und der Triebwagen GM 8 sein 50jähriges Jubliläum. Rund 150 Gratulanten aus Politik und Wirtschaft waren am Valentinstag in die mit zahlreichen Frühlingsboten geschmückte Remise der Straßenbahn Gmunden gekommen, um die beiden Jubilare der etwas anderen Art gebührend zu feiern.
Präsentiert wurden neben den festlich herausgeputzten Triebwagen auch das jüngste Baby des Vereins Pro Gmundner Straßenbahn: die neue Informationsbroschüre StadtRegioTram Gmunden - Vorchdorf.
Nach der Begrüßung durch Hausherr Ing. Günter Neumann (GF Stern & Hafferl Verkehr) und den Obmann des Vereins Pro Gmundner Straßenbahn, DI Otfried Knoll, referierte Dr. Walter Casazza über das Karlsruher Modell - einem Vorzeigemodell für erfolgreiche StadtRegionalbahnen. Der Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe berichtete, wie es in seiner Stadt gelungen ist, durch die Verbindung von Straßenbahn und Regionalbahn die Zahl der Fahrgäste zu verzehnfachen. Der Kundennutzen muss laut Casazza der Maßstab allen Handelns sein. Kurze Reisezeiten und bequeme Fahrzeuge sind die Anforderungen, die der Nahverkehr von heute bieten muss, um für die Kunden die bessere Alternative zum PKW zu sein. Dass der öffentliche Verkehr in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen wird, davon ist der Experte aus Karlsruhe überzeugt.
Dann waren die anwesenden Politiker gefragt. Die Bürgermeister von Gmunden, Gschwandt, Kirchham und Vorchdorf diskutierten mit den Landtagsabgeordneten Martina Pühringer und Sabine Promberger sowie Nationalrat Anton Heinzl (Vorsitzender des parlamentarischen Verkehrsausschusses) über die Gestaltung der Zukunft der Mobilität zwischen Gmunden und Vorchdorf.
In einer zweiten Diskussionsrunde, die so wie der gesamte Abend vom Bundesvorsitzenden der Jungen Wirtschaft, Markus Roth, moderiert wurde, talkten die Verkehrsexperten Robert Söllner (GF Urbania Traffic Solutions), Mag. Kai Ostermann (GF Bombardier Transportation Austria), Dr. Sepp Snizek (Snizek & Partner Verkehrsplanung) und Dr. Walter Casazza über die geplante Verbindung der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf mit der Straßenbahn Gmunden. Der einheitliche Tenor lautete an diesem Abend: Dem öffentlichen Verkehr gehört die Zukunft! Die Verbindung der Lokalbahn mit der Straßenbahn zur StadtRegioTram ist ein für die gesamte Region enorm wichtiges und vordringliches Projekt (Pressemeldung Verein Pro Gmundner Strassenbahn, www.gmundner-strassenbahn.at, 17.02.12).

RechteckÖsterreich: Unmut über das vorliegende Spar-Budget
An die 20 Bürger-Initiativen aus ganz Österreich drückten am 16.02.12 im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien ihren Unmut über das vorliegende Spar-Budget vor, das keinerlei ökologischen Ansätze enthält. Die sich widerspiegelnde Entschlossenheit unter den Bürger-Initiativen lässt einen anhaltenden Widerstand schließen, nicht nur im Umweltbereich sondern auch im Sozialbereich.
Während die ÖBB sich ständig rechtfertigen müssen, wegen der großteils von der Politik verursachten und bei ihr geparkten Schulden, sind Einsparungen beim Bau von Autobahnen und Schnellstraßen sowie bei der steuerlichen Begünstigung von Pkw und Lkw kein Thema. Hier gäbe es ein immenses Sparpotenzial von über 20 Mrd. Euro (s. VCÖ-Aufstellung unten). probahn ÖSTERREICH fordert von der Bundesregierung eine Umschichtung des Spar-Budgets zweckgebunden für eine Bahnoffensive.
Im Bahn-Infrastruturbereich sind Semmering- und Koralmtunnel für den innerösterreichischen und internationalen Personen- und Güterverkehr unverzichtbar. Beim Brenner-Basistunnel muss es Neuverhandlungen mit der EU über einen für Österreich leistbareren Beitrag geben, der BBT ist ein europäisches Projekt!
Verzicht auf Elektrifizierung von Strecken wie Gänserndorf-Marchegg-Staatsgrenze oder die Götzendorfer Spange, die für die Attraktivierung des Bahnverkehrs aber wichtig wären und auch Energiekosten einsparen würden, ist ein Armutszeugnis für das Bahnland Österreich.
Die Mängelliste im Öffentlichen Verkehr ist stufenweise abzuarbeiten:
Ein österreichweiter, flächendeckender Integraler Taktfahrplan für Bahn und Bus, die es den Menschen ermöglicht, tagtäglichmit Öffis unterwegs zu sein.
ÖBB aber auch Privatbahnen brauchen neue Fahrzeuge, wollen sie neue Kunden gewinnen – dies lässt sich nicht mit Eigenmitteln finanzieren
Die Ballungsräume rund um die Landeshauptstädte wachsen rapide an, Städte wie Salzburg, Linz, Graz, Innsbruck müssen ihre S-Bahn-Planungen umsetzen können, dafür bedarf es ausreichender Nahverkehrs-Milliarde
Regionalbahnen stellen ein wichtiges Rückgrat für die Siedlungs- und Betriebsentwicklung dar. Ein Kahlschlag wie in NÖ wirkt sich fatal auf die Bevölkerungsentwicklung in den Regionen aus
Eine älter werdende Gesellschaft und vermehrte Konfliktpotenziale im Öffentlichen Raum setzen mehr Personal im Öffentlichen Verkehr: Bahnhöfe, Züge, Service.
Eine Umschichtung des Budgets vom Straßenbau zum Öffentlichen Verkehr ist jetzt noch möglich, weil es das Budgetdefizit nicht erhöhen würde, aber die Strafzahlung an die EU wegen Überschreitung der Klimaschutzziele in Mrd-Höhe mindert (Pressemeldung Probahn Österreich, 17.02.12).

RechteckSchweiz: Kanton Zürich fordert rasche Realisierung des Brüttenertunnels
Zwischen Zürich und Winterthur verkehren heute pro Tag bereits rund 500 Züge mit 80'000 Fahrgästen. Bis 2030 wird gemäss Prognosen eine Verdopplung der Nachfrage erwartet. Damit das Angebot auf der nationalen Ost-West-Achse weiter ausgebaut werden kann, muss der Brüttenertunnel bis 2025 gebaut werden. Der Regierungsrat reicht im Auftrag des Kantonsrates eine entsprechende Standesinitiative bei der Bundesversammlung ein.
Damit setzt sich der Kanton Zürich dafür ein, dass der Brüttenertunnel bis 2025 realisiert und demnach in den ersten Ausbauschritt der Botschaft zur Finanzierung und zum Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) aufgenommen wird. Der Ausbau der nationalen Ost-West-Achse dient nicht nur der Region Zürich, sondern allen Reisenden zwischen der West- und der Ostschweiz. Der Brüttenertunnel ist zudem zwingende Voraussetzung für eine weitergehende Angebotsverbesserung auf dieser nationalen Hauptachse.
Der Bahnkorridor Zürich-Winterthur gehört zu den meistbefahrenen Bahnstrecken der Schweiz. Das bestehende System hat die Kapazitätsgrenze in den Hauptverkehrszeiten erreicht. Obwohl bis 2018 das Angebot dank Investitionen in die Infrastruktur weiter verbessert werden kann, ist darüber hinaus der Bau des kurzen Brüttenertunnels mit Anschluss nach Dietlikon für den nationalen Ost-West-Verkehr zwingend notwendig. Der Bund anerkennt diese Notwendigkeit, indem er den Brüttenertunnel in der FABI-Botschaft in erster Dringlichkeit erwähnt. Allerdings ist der Realisierungszeitpunkt ungewiss, da der Brüttenertunnel nicht im ersten Ausbauschritt bis 2025 enthalten ist und weitere Ausbauschritte nicht definiert sind.
Der Brüttenertunnel ist nebst dem Zimmerberg Basistunnel II das einzige von über 50 geprüften Projekten, das sowohl eine vom Bundesamt für Verkehr ausgewiesene positive Nutzen-Kosten-Differenz aufweist, als auch die Überlast im Personenverkehr markant reduziert. Dies ist umso mehr von Bedeutung, weil das Bundesamt für Verkehr für die Kostenschätzungen übervorsichtig kalkuliert hat und sehr grosse Reserven in diesem Projekt eingebaut hat (Pressemeldung Kanton Zürich, 17.02.12).

RechteckSpanien: Elektrischer Betrieb bei der SFM eröffnet
Foto Leonardo BaldovinoFoto Leonardo Baldovino
Foto Leonardo BaldovinoFoto Leonardo Baldovino
Nachdem schon im Januar ein Probebetrieb gestartet hatte, wurde nun auch offiziell der elektrische Bahnbetrieb auf der staatlichen Inselbahnstrecke Palma - Inca -Enllac/Emplame gestartet. Dazu verkehrte ein Elektrozug mit den Balearen-Präsidenten Jose Ramon Bauza und zahlreichen weiteren Politikern und Bürgermeistern zwischen Palma und Inca.
Die elektrifzierte Strecke war schon im letzten Jahr fertiggestellt worden. Bedingt durch einen Regierungswechsel und weitere Probleme kam es aber erst jetzt zur offiziellen Eröffnung.
Das größte Problem ist nach wie vor die fehlende Elektrifizierung der von Enllac / Empalme ausgehenden Streckenäste nach Sa Pobla und Manacor. Reisende müssen jetzt in Enllac den Zug wechseln. Nur noch einzelne Dieselzüge in den Früh- und Spätstunden laufen auch weiterhin bis Palma durch. Dadurch kann auch die dortige Werkstatt erreicht werden.
Der Bahnhof Enllac / Empalme ist übrigens gleistechnisch einer der größten Bahnhöfe im SFM-Netz, liegt aber mitten auf dem Feld und ist auch nur über einen Feldweg erreichbar. Bis zum letzten Jahr verfügte er noch nicht einmal über einen Anschluss an das örtliche Stromnetz. Der Strom für die Steuerung der Weichen und Signale wurde mittels eines Dieselgenerators erzeugt.
Wie auf der Eröffnungsveranstaltung bekannt wurde, möchte die konservative Regierung nun doch die beiden Streckenäste elektrifizieren. Dazu rechnet man mit Kosten von rund 45 Millionen EUR. Die Finanzierung ist aber völlig unklar. Keine Aussagen wurden auf der Veranstaltung zum Wiederaufbau der Strecke Manacor - Arta gemacht. Hier gibt es weiterhin einen Baustopp (Jörg Seidel, Fotos Leonardo Baldovino, 17.02.12).

RechteckTschechien: HHLA errichtet neue Container-Drehscheibe
Foto HHLAFoto HHLA
Von den Hamburger HHLA-Terminals bringen Metrans-Shuttlezüge Container zu Hub-Terminals in Tschechien. Vorbild für den neuen Hub-Terminal in Česká Třebová: der Metrans-Terminal in Prag. Fotos HHLA.
Die HHLA-Bahntochter Metrans erweitert durch den Bau eines zusätzlichen Hub-Terminals in Tschechien ihr Transportnetzwerk in Mittel- und Osteuropa. Bereits im Frühjahr sollen die Bauarbeiten in Česká Třebová beginnen. Neben Prag entsteht dort die zweite tschechische Drehscheibe für Containertransporte auf der Schiene.
Metrans, eine Bahntochter der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), investiert in den Bau eines Hubs in Česká Třebová insgesamt 20 Mio. Euro. Česká Třebová liegt etwa 180 Kilometer östlich von Prag und ist traditionell ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt in Tschechien.
Mit einer zweiten Container-Drehscheibe in Tschechien treibt die HHLA den Ausbau ihres Hinterlandnetzwerks voran. Erst im Herbst 2011 hatten die HHLA und der Bahnoperateur Polzug einen hochmodernen Hub-Terminal im polnischen Posen eröffnet. "Mit effizienten Hinterlandanbindungen bauen wir den geografischen Lagevorteil Hamburgs systematisch aus. Davon profitieren unsere Kunden, der Hamburger Hafen und die Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa", sagte Klaus-Dieter Peters, der HHLA-Vorstandsvorsitzende.
Die HHLA-Tochter Metrans verbindet Tschechien, die Slowakei, Ungarn und weitere Länder der Region durch leistungsstarke Bahnverkehre und Hubs mit den deutschen Seehäfen. Allein zwischen Prag und Hamburg pendeln wöchentlich mehr als 70 Shuttlezüge. Metrans betreibt sechs eigene Inlandterminals, davon dienen die Anlagen in Prag (Tschechien) und Dunajská Streda (Slowakei) als Hubs, die große Mengen vor dem Weitertransport in der Region bündeln. Die vier übrigen Metrans-Terminals sind Zielterminals in Zlín, Pilsen und Ostrava (alle Tschechien) sowie Kosice (Slowakei).
"In Prag konnten wir in den vergangenen Jahren einen der größten Binnenterminals Europas aufbauen. Mit einer weiteren Drehscheibe in Česká Třebová werden wir in der Lage sein, die Containertransporte von und zu den Seehäfen, insbesondere Hamburg, weiter in Richtung Slowakei, Österreich, Ungarn und östliches Tschechien zu steigern", erklärte Jiri Samek, Geschäftsführer von Metrans.
In der ersten Baustufe errichtet Metrans in Česká Třebová einen Terminal mit einer Abfertigungskapazität von etwa 150 Zügen pro Woche und einer Lagerkapazität von zunächst 4.500 Standardcontainern (TEU) – der Terminal kann in den nächsten Jahren erweitert werden. Die Anlage wird über drei 90 Meter breite Portalkräne und sechs Gleise mit einer Länge von jeweils 700 Metern verfügen. So können in Česká Třebová Ganzzüge abgefertigt werden, womit aufwendiges und kostenintensives Rangieren entfällt. Der Betriebsbeginn ist für Sommer 2012 geplant.
Aufgrund der strategischen Bedeutung einer solchen Drehscheibe für Gütertransporte und die Anbindung Tschechiens an die Seehäfen über die Schiene fördert die Europäische Union das Bauprojekt.
Die Besonderheit des Hubs besteht zudem darin, dass Containerzüge auch mit E-Lokomotiven direkt in den Terminal hineinfahren und nach der Abfertigung den Terminal ohne Rangieren wieder verlassen können. Wie in Prag, ist auch hier der Umschlag direkt von Zug auf Zug möglich, was nicht nur Zeit spart, sondern auch ökologisch vorteilhaft ist. "Unter dem Strich können wir damit im Transitverkehr mehrere Stunden einsparen und auch die kurzen Wege auf dem Terminal bringen einen erheblichen Produktivitätsgewinn", sagte Samek (Pressemeldung Hamburger Hafen und Logistik AG, 17.02.12).

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