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LOK Report – News von Dienstag, 21.03.17

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Willkommen beim LOK Report

Erste Ergebnisse zum Probe-
betrieb Gotteszell - Viechtach

Absatzlinie

SJ gründet norwegische Tochter

Absatzlinie

Afrika: Vorschlag für ein
transkontinentales Bahnnetz

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Jonathan Christoph

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: Schiene wird ausgebremst
Das Umweltbundesamt (UBA) hat den Verkehr als größten Klimasünder in Deutschland benannt und damit der Bundesregierung eine bittere Quittung für ihre straßenlastige Politik ausgestellt, kommentiert die Allianz pro Schiene die gerade veröffentlichte Klimabilanz 2016 des UBA. "Beim Klimaschutz bleibt der Verkehr das größte Sorgenkind der Politik. Die steigenden CO2-Emissionen sind leider hausgemacht: Regelmäßig wird der Straßenverkehr vom Verkehrsminister bevorzugt und bei der Dieselaffäre drückt Dobrindt sogar beide Augen zu. Nur wenn wir konsequent mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern, lassen sich die Klimaschutzziele der Bundesregierung auch wirklich erreichen", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege am Montag in Berlin.
Der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer warnte die deutschen Verkehrspolitiker davor, sich mit äußeren Faktoren wie "kühle Witterung" oder "niedrige Spritpreise" als Grund für steigende Emissionen zu beruhigen. "Die CO2-Emissionen im Verkehr sind vor allem das Ergebnis einer fehlgeleiteten Verkehrspolitik. Seit Jahren fehlen ernst gemeinte Bekenntnisse zur Verkehrswende und konkrete Maßnahmen zur Verkehrsverlagerung." Flege erinnerte daran, dass dem Verkehrsträger Schiene eine Schlüsselstellung bei der Erreichung der Klimaschutzziele des Bundes zukomme. "Schon heute fahren die Bahnen überwiegend elektrisch, gut 40 Prozent des Fahrstroms stammt aus erneuerbaren Energien. Politisch werden sie aber benachteiligt: Die Abgabenlasten steigen viel stärker als bei anderen Verkehrsträgern. Verkehrsminister Dobrindt muss endlich handeln und die Schiene wieder stärken."
Besonders der Güterverkehr habe zu den steigenden Emissionen beigetragen, sagte Flege. Hier sei der Handlungsbedarf am größten: "Seit Jahren kämpfen insbesondere die Güterbahnen mit vielen Wettbewerbsnachteilen. Während der Straßentransport - zum Beispiel durch die Senkung der Lkw-Maut - immer billiger gemacht wird, können die Güterbahnen kaum noch wirtschaftlich fahren. Die Ware sucht sich immer den günstigsten Weg, das sollte auch Verkehrsminister Dobrindt wissen. Wenn es die Bundesregierung mit den gesetzten Klimazielen ernst meint, muss der Schienenverkehr gestärkt werden. Eine Halbierung der Schienen-Maut wäre ein guter Anfang." (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 21.03.17).

Industrie

RechteckDB Schenker: Effiziente Transportlösung nach Finnland

Mit der intermodalen Transportlösung von DB Schenker können Waren nicht nur schnell und einfach, sondern auch umweltschonend nach Finnland transportiert werden. Die Kombination aus Seefracht, LKW- und Bahntransport vereint die Stärken des jeweiligen Verkehrsträgers und vermindert dabei nachweislich CO2-Emissionen.
Das global agierende Unternehmen Blum für Möbelbeschläge aus Vorarlberg setzt bereits seit 2011 auf das Know-how und die Expertise des international tätigen Logistikdienst-leisters. Durch die intermodale Transportlösung von DB Schenker gelang es dem Unternehmen auf der Route nach Finnland rund ein Viertel seiner CO2-Emissionen zu reduzieren. "Die Abwicklung läuft hervorragend und schont dabei noch die Umwelt. Wir konnten auf der Strecke nach Finnland im Gegensatz zur herkömmlichen Transportroute bereits 106 Tonnen CO2 einsparen", sagt Ingmar Blum, Leiter der Transportlogistik bei Julius Blum GmbH in Höchst.
Die Abholung der Ladungen kann wöchentlich von Montag bis Donnerstag individuell und flexibel - je nach Wunsch der Kunden - aus ganz Österreich initiiert werden. Via LKW, Bahn und Schiff wird die Ware dann auf schnellstem Weg nach Helsinki transportiert, von wo aus sie per LKW mühelos an jeden Ort in ganz Finnland geliefert werden kann. Bis dato fanden bereits 260 Ladungen intermodal ihren Weg in den Norden (Pressemeldung DB Schenker in Österreich, 21.03.17).

RechteckTÜV Rheinland Rail Certification B.V.: Akkreditierung in den Niederlanden
TÜV Rheinland ist mit seiner Gesellschaft TÜV Rheinland Rail Certification B.V. als erste Benannte Stelle nach EU Interoperabilitätsrichtlinie 2008/57/EG in den Niederlanden als unabhängige Zertifizierungsstelle nach ISO/IEC 17065 durch die niederländische Akkreditierungsstelle Raad voor Accreditatie (RVA) akkreditiert worden. Der Geltungsbereich der Akkreditierung umfasst den gesetzlich geregelten Bereich (Benannte Stelle (NoBo), Bestimmte Stelle (DeBo)) sowie den gesetzlich ungeregelten Bereich für die Bewertung und Zertifizierung von Produkten und Systemen im Nah- und Fernverkehr an den Standorten Utrecht und Köln.
"Als erste Benannte Stelle in den Niederlanden ist die TÜV Rheinland Rail Certification B.V. nun auf die Anforderungen des 4. Eisenbahnpakets der EU (Neuausgabe der Interoperabilitätsrichtlinie 2016/797/EU) und das Bewertungsschema für die Kompetenzfeststellung von Benannten Stellen (fordert die ISO/IEC 17065) der European Union Agency for Railways bestens vorbereitet," bestätigt Jens Wolff, Bereichsleiter "Accrediation & Certification" für das Geschäftsfeld Bahntechnik bei TÜV Rheinland.
Seit über 40 Jahren unterstützt TÜV Rheinland Kunden weltweit bei der Entwicklung moderner und zuverlässiger Bahntechnik. Insgesamt kann TÜV Rheinland damit im Rahmen von Inbetriebnahmen Bewertungen von Schienenfahrzeugen und strukturellen Teilsystemen gemäß EU-weiten Regeln (NoBo Bewertung), den nationalen Regeln (DeBo Bewertung) in den Ländern Deutschland, Niederlande, Großbritannien, Frankreich, Österreich und der Schweiz durchführen sowie die notwendige CSM Bewertung nach EU Verordnung 402/2013 anbieten. (Pressemeldung DB Schenker in Österreich, 21.03.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: Erste Ergebnisse zum Probebetrieb Gotteszell - Viechtach
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat im Zeitraum vom 12. September 2016 bis zum 11. September 2018 auf der Strecke Gotteszell - Viechtach einen Probebetrieb bestellt. Die circa 25 Kilometer lange Strecke zweigt in Gotteszell von der Waldbahn zwischen Plattling und Zwiesel ab und bedient die Gemeinden Ruhmannsfelden, Patersdorf, Teisnach, Geiersthal und Viechtach. Bereits zum Schulbeginn nach den bayerischen Sommerferien 2016 trat der Verkehrsvertrag mit einer Laufzeit von zwei Jahren in Kraft. Ziel des Probebetriebs ist es festzustellen, ob für diese Linie ein Fahrgastpotenzial von 1.000 Personenkilometern pro Kilometer betriebener Strecke erreicht werden kann. Ist dies der Fall, steht nach Ende des zweijährigen Probebetriebs eine Fortsetzung im Regelbetrieb in Aussicht. Wird dieses Kriterium des Freistaates verfehlt, wird der Betrieb zum 11. September 2018 enden.
Die ersten Fahrgastzählungen wurden vom 12. September bis zum 11. Dezember 2016 durchgeführt. Diese fanden differenziert nach den folgenden Wochentagstypen statt. An den Wochentagstypen Montag, Dienstag bis Donnerstag und Freitag (jeweils Schule) wurde jeder Zug jeweils zweimal und an den Wochentagstypen Montag- Freitag (Ferien), Samstag sowie Sonn- und Feiertag wurde jeder Zug viermal erhoben. Die Verkehrserhebung fand in den Fahrzeugen während der Fahrt statt. Sie umfasste die Zählung aller Ein- und aller Aussteiger an jedem Halt sowie die Besetzung zwischen zwei Halten. Auf Fahrten mit Mehrfachtraktion wurde in allen Fahrzeugen je ein Zähler eingesetzt. Die Verkehrserhebung umfasste die Hin- und Rückrichtung.
An einem mittleren Werktag (Schule) wurden rund 550 Fahrgäste, während der Schulferien etwa 420 und am Wochenende knapp 450 Fahrgäste gezählt. Kriterium für den Erfolg des Probebetriebs ist ein Fahrgastpotenzial von 1.000 Personenkilometern pro Kilometer betriebener Strecke. Die oben genannten Fahrgastzahlen spiegeln folgende Personenkilometer pro Kilometer betriebener Strecke wider: 375 für den mittleren Werktag (Schule), 266 während der Schulferien sowie 350 am Wochenende (Pressemeldung BEG, 21.03.17).

RechteckSaarland: Erfolgreicher Start des neuen Jobtickets
Die neuen Tarifbedingungen im saarländischen ÖPNV kommen an: Seit Einführung des neuen Jobtickets und des Jobticket-Plus am 1. März haben bereits 65 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer neue Abo-Verträge abgeschlossen. Für Verkehrsministerin Anke Rehlinger ein Zeichen, dass die verbesserten Nutzungsbedingungen bereits nach kurzer Zeit Wirkung zeigen. "Mit dem neuen Jobticket lohnt es sich besonders, für den Weg zur Arbeit auf Bus und Bahn zu setzen", so die Ministerin. Das neue Jobticket gilt aber nicht nur für den Arbeitsweg, es ist auch in der Freizeit gültig. Wichtigste Neuerungen: Unternehmen können das Jobticket nun bereits anbieten, wenn sich drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden, die das Ticket nutzen. Zuvor galt dies erst ab 20 Personen. Zusätzlich steigt der Rabatt auf mindestens 10 Prozent des Ticketpreises und erhöht sich abhängig von der Anzahl der Nutzer: Je mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Jobticket nutzen, desto höher der Rabatt.
Mit dem ebenfalls neuen Jobticket-Plus können Unternehmen ihre Beschäftigten sogar doppelt beim Umstieg auf den ÖPNV  unterstützen. Der Arbeitgeber beteiligt sich mit einem finanziellen Eigenanteil, der dann vom Verkehrsunternehmen mit der gleichen Summe verdoppelt wird: Bis zu 20 Prozent können Arbeitgeber zum Jobticket-Plus beisteuern, das Verkehrsunternehmen legt dann den gleichen Prozentanteil drauf. Berufspendler können damit bis zu 40 Prozent Rabatt bei saarVV-Jahreskarten erzielen. 
"Die neuen Tarifbedingungen machen das Jobticket nun auch für kleinere Unternehmen mit wenig Personal attraktiv", so die Verkehrsministerin. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr anzubieten, zeichne die Unternehmen auch als arbeitnehmer- und familienfreundlich aus. "Ich hoffe, dass wir zahlreiche saarländische Betriebe zum Umsteigen motivieren können", sagt Anke Rehlinger. Ziel sei es, die Zahl der Nutzer in den kommenden beiden Jahren von derzeit 3.500 auf 7.000 zu verdoppeln, so die Ministerin bei der Einführung des Jobtickets vor zwei Wochen. 
Die Aufgabenträger saarVV und SNS betreuen zurzeit fast 40 neue Unternehmen, von denen bereits zehn erstmals einen Rahmenvertrag für das Jobticket abgeschlossen haben, darunter fünf für das Jobticket-Plus. Für die kommenden Wochen kündigten die Aufgabenträger an, auch in Bussen und Bahnen im Saarland noch einmal aktiv für das neue Jobticket zu werben (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, 21.03.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckEine Thompson B1 auf der Keighley and Worth Valley Railway




Die Keighley and Worth Valley Railway in West Yorkshire ist eine 8 km lange Nebenstrecke, die vom 6. November 1892 bis 18. Juni 1962 Betriebe und Dörfer im Tal der Worth bediente. Sie ist jetzt eine Museumsstrecke und führt von Keighley nach Oxenhope.Während einer kurzen Periode in März war die Thompson B1 Nr. 61264 dort zu Gast und diese Gelegenheit wurde benützt um einige Fotofahrten mit dieser Lok durchzuführen. Am 9. März beförderte sie einen gut aussehenden Güterzug und am 10. März einen Personenzug. Der erste Tag war sonnig, der zweite stark bewölkt.
Als Nachfolger von Sir Nigel Gresley wurde Sir Edward Thompson in 1941 Chefingenieur bei der London and North Eastern Railway (LNER). Unter seine Leitung wurde ein Plan gestartet zur Standardisierung und Modernisierung von Lokomotiven.Die erste Standardlok war eine 2C-Maschine für sowohl Güter- als Personenverkehr. Die erste Lok dieser Baureihe B1 war die, in Darlington gebaute, 8301 Springbok. Sie wurde am 12. Dezember 1942 abgeliefert.
Das nächste Exemplar konnte erst in Juni 1943 fertiggestellt werden und die letzte Lok der erste Serie von 10 Stück nicht vor Mitte 1944. Eine zweite Serie von 30 Stück wurde in Mai 1944 bestellt, aber eine intensivere Produktion folgte erst in 1945 nachdem die LNER eine fünfjährige Modernisierung gestartet war. Dieses Programm beinhaltete nicht weniger als 400 B1-Lokomotiven. Zusammen mit den ersten 10 wurden also 410 Loks dieser Reihe hergestellt. Davon waren 274 Stück von der LNER selbst bestellt und 136 von den British Railways nach der Nationalisierung in 1948. Sie wurden hergestellt von den Darlington Works (60), den Gorton Works (10), der North British Locomotive co. (290) und von der Vulcan Foundry (50).
Die Thompson B1 war die erste Zweizylinder Hauptstreckenlok, die für die LNER konstruiert worden war. Zugleich war sie Thompson's erfolgreichster Entwurf. Das war hauptsächlich die einfache und robuste Bauart zu verdanken.In den Kriegsjahren, aber auch danach, sollte so viel wie möglich eingespart werden und die LNER war sowieso nicht eine der reichsten Bahngesellschaften. Während des zweiten Weltkriegs nahm der Güterverkehr gewaltig zu. Die B1 sollte eine große Flotte überalterte Dampflokbaureihen ersetzen. Das dieses Ziel auch erreicht wurde, war ein Kompliment für die Standardisierung.
Bei der LNER liefen die ersten B1 als 8301 – 8310; später als 1000 – 1009. Die British Railwaysreihten die Baureihe ein als 61000 – 61409. Sie waren im ganzen Netz der LNER anzutreffen. Abgesehen von der 61057, die in 1950 nach einem Unfall verschrottet wurde, wurde die erste B1 in November 1961 abgestellt und die letzten drei in September 1967. Zwischen 1963 und 1966 wurden 17 dieser abgestellten Loks als Heizlokomotiven umgebaut. Sie konnten zwar keine Züge mehr ziehen, aber waren noch in der Lage sich selbst zu bewegen.Alle wurden in 1968 ausgemustert. Die einzige B1, die nach Barry transportiert wurde war die 61264. Sie wurde von der Thompson B1 Locomotive Trust betriebsfähig aufgearbeitet und ist auf der North Yorkshire Moors Railway zu Hause. Nr. (6)1306 überlebte auch. Sie ist trägt wieder das LNER-Grün und wurde Mayflower getauft, eine Name, die sie früher nie getragen hat (Ad van Sten, 21.03.17).

RechteckFestiwal modelarstwa Sosnowiec




Im Sosnowiec fand am Wochenende die Modelleisenbahn-Ausstelung "II Festiwal Modelarstwa" statt. Mein Modell ETR 610 – eine siebenteliger Pendolino, welcher in anderer Farbgebung auch in Polen fährt (Ryszard Rusak, 21.03.17).

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LOK Report

Mit der Kamera notiert

RechteckGöttingen

Die evb Logistic bietet ein vielseitiges und qualitativ hochwertiges Güterverkehrsangebot – mit allen dafür notwendigen Serviceeinrichtungen – aus einer Hand. Der moderner Fuhrpark mit 60 bundesweit eingesetzten Güterlokomotiven (hier eine Doppeltraktion der Baureihe 275 in Göttingen am 18. März) aller Leistungsklassen und die Service-Stützpunkte und Bahnwerkstätten vervollständigen das Bild eines flexiblen und starken niedersächsischen Logistik- und Dienstleistungsunternehmens (Ferdinand Jacksch, 21.03.17).

RechteckGreußen und Quedlinburg




Das Bahnhofsgebäude in Greußen (Thüringen, oben links) bekommt eine Überdachung zum Bahnsteig 1 hin angebaut, obwohl es noch unfertig aussieht, eine gute Idee. Im Gegensatz dazu hat die Stadt Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) zwar viel Kultur zu bieten, aber einen Bahnhof der abschreckend wirkt und eine Zumutung für Fahrgäste ist.
Interessant wäre eine Kombination aus ÖPNV-Mobilitätszentrale/Tourismusinformation und Gaststätte (mit lokalen Speiseangeboten), so ähnlich wie in Halberstadt (JKHalle Verkehrsfotografie - Ralf Kuke, 21.03.17).

RechteckHallein

Keine Angst, die ÖBB hat das ohnedies knappe Sitzplatzangebot in ihren ET 4023 nicht durch Einführen eines Erstklassbereichs noch weiter verringert. Es war nur gerade kein Reparaturband in einer anderen Farbe für den 4023.001-3 greifbar. Hier hält er am 17. März als R 5868 nach Golling-Abtenau im Bahnhof Hallein (Linie S 3, KBS 200) (GK, 21.03.17).

RechteckSüddeutschland




Noch kann man im Süden Deutschlands 218 im hochwertigen Reisezugverkehr beobachten. Am 11.3 war die 218 401 zusammen mit der 218 403 dabei den EC 196 zu befördern, hier kurz hinter Oberdorf zwischen Kempten und Immenstadt. Nur etwa eine Stunde später war dann erst die 218 343 mit IC2084 und dann die 218 476 mit IC 2012 unterwegs, beide aus Oberstdorf, zu sehen bei der Einfahrt in Langenwang.
Am 14.3 sind dann beide IC in Oberstdorf zu sehen, links der ausfahrende IC 2084 mit 218 476 und rechts der 8 Minuten später fahrende IC 2012 mit 218 343. Letzterer wurde dann bei Fischen fotografiert und nochmals nach dem Lok- und Fahrtrichtungswechsel, nun mit 218 476, Ausfahrt Immenstadt.
Am selben Tag bespannte die 218 401 den EC 193 nach München bei Sontheim am "Spiegelei" für das östliche Esig. Hier, genau wie in Stetten, wo der Gegenzug EC 194 mit 218 465 und 428 abgepasst wurde, stehen leider schon neue Signale und die alte Technik wird wohl bald Geschichte sein (Jonathan Christoph, 21.03.17).

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Europa

RechteckNorwegen/Schweden: SJ gründet norwegische Tochter

SJ-Geschäftsführer Crister Fritzson und Berit Kjöll, Vorsitzende von SJ Norge AS.
Die schwedische Staatsbahn SJ hat am 20.03.17 auf einer Pressekonferenz in Oslo ihre norwegische Tochtergesellschaft SJ Norge AS vorgestellt. Mit der Öffnung ausgewählter Bahnstrecken für den Wettbewerb soll SJ Norge AS ab Dezember 2018 in die Lage versetzt werden, den Personenzugbetrieb aufnehmen zu können.
In Schweden hat sich durch die Einführung des Wettbewerbs der Zugverkehr in den letzten 25 Jahren verdoppelt. In Großbritannien war der Trend sogar noch stärker. Der norwegische Bahnverkehr konnte sich noch nicht derart entwickeln, zeigt aber ein großes Potential durch die angekündigten umfangreichen Investitionen in die Infrastruktur.
Berit Kjöll wurde zur Vorsitzenden von SJ Norge AS ernannt und wird für das Unternehmen eine Führungsmannschaft aufstellen. Als stellvertretende Vizepräsidentin von Huawei Norge, ehemalige Vorsitzende von Flytoget und Verwaltungsratsmitglied von Firmen wie AVINOR, SAS, DNB, Hurtigruten und Norska Turistföreningen verfügt sie über umfangreiche Erfahrungen aus der norwegischen Reisebranche.
Ob sich die schwedische Tochterfirma bald ausgeschriebene Strecken übernehmen können wird, ist unklar. Verkehrsminister Ketil Solvik-Olsen war im Dezember gezwungen, Wettbewerbstermine zu verschieben. Die Vergabe des so genannten Verkehrspakets Süd verzögert sich. Der Wettbewerb für die Nordlandsbanen, Trønderbanen, Meråkerbanen, Raumabanen, Rørosbanen und Fernzüge auf der Dovrebanen wird erst nach den Parlamentswahlen im Herbst weitergeführt werden (WKZ, Quelle SJ, Tromsö, 21.03.17).

RechteckSchweiz: Längere Reisezeiten wegen Unterhalt der Bahn-2000-Strecke
Die Bahn-2000-Strecke Mattstetten–Rothrist und der von ihr abzweigende Streckenast Wanzwil–Solothurn sind am kommenden Wochenende vom 25./26. März 2017 für den Bahnverkehr durchgehend gesperrt.
Die Personen- und Güterzüge fahren während der Sperre von Freitag, 21.00 Uhr bis Montag, 05.55 Uhr über die Stammlinien via Burgdorf und via Oensingen. Reisende von Bern Richtung Olten, Zürich HB, Basel SBB, Luzern oder umgekehrt rechnen zirka 10 bis 15 Minuten mehr Reisezeit ein. Je nach Zieldestination verlängert sich die Reisezeit um bis zu 30 Minuten. ICN-Reisende von Biel/Bienne nach Solothurn, Olten, Zürich HB oder umgekehrt benötigen rund vier Minuten mehr Reisezeit.
Um am Sonntag die zusätzlichen Fernverkehrszüge auf der Stammlinie via Burgdorf besser neben den Regionalverkehrszügen vorbei führen zu können, fahren die S23-Züge (Baden–Aarau–Olten–Langenthal) ab Rothrist in Richtung Langenthal acht Minuten später als gewohnt ab. Die digitalen Fahrpläne auf www.sbb.ch und auf der SBB-Mobile-App sind angepasst. Bei den S44-Zügen (Sumiswald-Grünen–Burgdorf–Bern–Thun) ab Burgdorf in Richtung Bern können ebenfalls Verspätungen entstehen.
Grund für die Sperren sind Unterhaltsarbeiten für eine pünktliche und sichere Bahn. Die Unterhaltsteams nehmen auf der Bahn-2000-Strecke visuelle Kontrollen vor und wechseln Schienen aus. Zudem wird der im Spätsommer 2017 geplante Rückbau der alten Aussensignale vorbereitet.
Zusätzliche Informationen zu den Arbeiten und ihren Auswirkungen auf den Fahrplan sind auf folgender Webseite aufgeführt: www.sbb.ch/bahn-2000-strecke.
Regelmässige Unterhaltsarbeiten sind unverzichtbar, damit die Züge auch in Zukunft sicher unterwegs sind und pünktlich ankommen. Das gilt auch für die Bahn-2000-Strecke Mattstetten–Rothrist (auch Neubaustrecke NBS genannt) und den von ihr abzweigenden Ast Wanzwil–Solothurn (auch Ausbaustrecke ABS genannt). Die beiden Hochgeschwindigkeitsstrecken sind Teil der Non-Stop-Linien Olten–Bern und Olten–Solothurn.
Insgesamt hat die SBB für den diesjährigen Unterhalt auf den beiden Strecken Sperren während rund 40 Nächten, sechs Wochenenden und einmal mittags eingeplant. Die Bauteams führen unter anderem gebündelt verschiedene, regelmässig wiederkehrende Unterhaltsarbeiten aus. Während diesen nehmen bis zu 100 Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen Kontrollen an technischen Komponenten vor und halten Gleis-, Fahrleitungs-, Telekom- und Sicherungsanlagen instand. Zudem werden die Zugbeeinflussungsanlagen und das Bahnmobilfunksystem GSM-R gewartet.
Je besser die Infrastruktur gepflegt wird, desto weniger rasch wird sie abgenutzt. Das bedeutet weniger Schäden, längere Lebensdauer, tiefere Kosten, mehr Pünktlichkeit, mehr Sicherheit und eine sanftere, geräuschärmere Fahrt. 2016 investierte die SBB rund 1,4 Milliarden Franken in die Erneuerung des Schienennetzes. Dazu kamen Unterhaltsarbeiten im Umfang von rund 700 Millionen Franken (Pressemeldung SBB, 21.03.17).

Übersee

RechteckAfrika: Vorschlag für ein transkontinentales Eisenbahnnetz
Der Gründer und Präsident der in diverse Aktivitäten (Stahl, Logistik, Lebensmittel, Landwirtschaft) investierenden Gruppe Cevital mit Sitz in Algerien, Issad Rebrab, will ein afrikanisches Eisenbahnnetz schaffen, dass alle afrikanischen Länder mit hoher Wertschöpfung für die Wirtschaft verbindet. Im Rahmen eines Intervies im französischen Sender TV 24 erläuterte er das Projekt, das auf dem Forum Africa CEO am 20. und 21. März in Genf vorgestellt werden soll. Es sieht eine Strecke von Südafrika an das Mittelmeer mit Anbindungen des Westens und Ostens vor.
Dieses Projekt soll das "Bett der Entwicklung Afrikas" werden, um die Infrastruktur zu schaffen, die Afrikas wirtschaftliche Entwicklung benötige. Obwohl das Projekt noch nicht genau quantifiziert wurde, schätzt Issad Rebrab die Anschaffungskosten auf 15 Mrd. Euro. Diese seien aber minimal im Vergleich zu den wirtschaftlichen Vorteilen, die dieses gigantische Projekt erzeugen würde (WKZ, Quelle Le Matin d'Algerie, 21.03.17).

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LOK Report 4/17

LOK Report Ausgabe 4/17

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