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LOK Report – News von Donnerstag, 23.02.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Neuer Betriebshof der AVG
Absatzlinie
Rail Cargo Group eröffnet Ver-
bindung Deutschland - Kroatien

Absatzlinie
Tram in Lüttich/Liège darf
finanziert und gebaut werden

Absatzlinie
Anhörung zum Leistungsvertrag
Staat - SNCF Réseau

Absatzlinie
Anträge auf Bauleitplanänderung
am BBT beschlossen

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Jan-Nicolas Christoph

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckEVG: Zypries bei Cargo-Betriebsräten

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat auf der Betriebsräteversammlung von DB Cargo in Fulda betont, dass der Schienengüterverkehr keine schrumpfende Branche sein dürfte. "Im Gegenteil: wir brauchen in Zukunft mehr und nicht weniger Güterverkehr auf der Schiene", stellte sie fest. Und machte zugleich deutlich, dass dazu eine Politik nötig sei, die für die richtigen Rahmenbedingungen und einen fairen Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern sorge. Deshalb arbeite die SPD-Bundestagsfraktion an einem "Schienenpakt 2030".
In diesem Zusammenhang sprach sich Zypries dafür aus, verstärkt in die Schiene zu investieren. "Wir müssen unsere Infrastruktur so ertüchtigen, dass Güterzüge länger werden können", stellte sie fest. Mit längeren Zügen ließen sich wesentlich größere Mengen transportieren. Angesichts der Zulassung des "Giga-Liners" - der überlangen Lastwagen - sei dies dringend erforderlich.
Zugleich forderte die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie der Digitalisierung mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Während die Digitalisierung im Straßenverkehr in aller Munde sei, würde darüber im Schienenverkehr kaum diskutiert. Das sei angesichts von Themen wie automatisches Kuppeln und modernes Containermanagement ein "weiterer großer Fehler".
Nach Auffassung des EVG-Vorsitzenden Alexander Kirchner hat die augenblickliche Schieflage des Schienengüterverkehrs viel mit zahlreichen Managementfehlern der vergangenen Jahre zu tun. Aber auch die augenblicklichen Rahmenbedingungen, wie billiger Treibstoff und eine abgesenkte Maut, würden nicht unbedingt dazu beitragen, dass Spediteure verstärkt den Verkehrsträger Schiene nutzen würden. "Die Schiene muss billiger werden", stellte Kirchner auf der Versammlung in Fulda fest, zu der auch weitere Betriebsräte von anderen Schienengüterverkehrsunternehmen eingeladen waren. Deshalb halte die EVG an ihrer Forderung nach einer Halbierung der Schienenmaut fest. "Die muss kommen, wenn nicht jetzt, dann als Festschreibung im nächsten Koalitionsvertrag", betonte der EVG-Vorsitzende.
Zugleich meldete Kirchner hohen Investitionsbedarf an. "Wenn ich sehe, dass die Eisenbahn immer noch mit Produktionsmitteln aus dem vorigen Jahrhundert unterwegs ist, während auf der Straße hochmoderne LKW fahren, die bald zum fahrerlosen Konvoi zusammengekoppelt werden sollen und künftig vielleicht mit Strom aus einer Oberleitung betrieben werden, dann haben wir verloren". Deshalb forderte der EVG-Vorsitzende einen "Innovationspakt". "Staat, Eisenbahn-Verkehrsunternehmen und die Industrie müssen dringend gemeinsam moderne Produkte entwickeln", so Kirchner.
Eines sei nach Auffassung des EVG-Vorsitzenden nicht nur im Hinblick auf den Gütertransport klar: "Die ökologische Verkehrswende, die wir unbedingt brauchen, um unsere Klimaziele zu erreichen, geht nur mit der Eisenbahn". Das müsse bei der Politik endlich ankommen und mit entsprechenden Entscheidungen hinterlegt werden (Pressemeldung EVG, 23.02.17).

RechteckVDV: Zukunft der Elektrobusse - Treffen mit Bundesumweltministerin

Foto: Sascha Hilgers, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit-
Hochrangige Vertreter des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der in Deutschland tätigen Bushersteller waren am Mittwoch zu einem Gespräch bei Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Dabei ging es um die Zukunft der Elektrobusse im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV): Die Verkehrsunternehmen benötigen weitere Unterstützung der Politik und technische Standardisierungen seitens der Hersteller, um den angestrebten Markthochlauf mit Elektrobussen in den kommenden Jahren zu realisieren.
Über 40 ÖPNV-Unternehmen in Deutschland testen aktuell bereits Elektrobusse verschiedener Hersteller. "Das zeigt, dass die Branche die politischen Vorgaben zur Elektromobilität auch im Busbereich sehr ernst nimmt. Allerdings gibt es bislang keine Festlegung auf einen einheitlichen technischen Standard, so dass zu viele unterschiedliche Fahrzeuge und Ladesysteme existieren, die damit in der Anschaffung und Wartung zu teuer sind. Die Elektrobusse sind im Vergleich zum Dieselbus im Betrieb nach wie vor nicht zuverlässig genug. Moderne ÖPNV-Busse mit EURO VI-Abgasnorm sind nicht nur wirtschaftlich und zuverlässig, sondern auch äußert emissionsarm. Wenn sich der batteriebetriebene Elektrobus im ÖPNV durchsetzen soll, dann müssen Politik, Verkehrsunternehmen und Hersteller gemeinsam daran arbeiten, dieses Produkt weiter zu verbessern", so Ingo Wortmann, VDV-Vizepräsident und Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG).
Austausch über Umweltstandards, alternative Antriebe und Förderprogramme
Im Gespräch mit der Bundesumweltministerin erläuterten die Vertreter der ÖPNV-Unternehmen und der Bushersteller ihre Ansichten zu den aktuellen Diskussionen über die blaue Umweltplakette, über die technischen Entwicklungen alternativer Antriebe beim ÖPNV-Linienbus und über die Notwendigkeit finanzieller Förderung. "Unser Anspruch als Branche ist es, die Mobilitätswende in Deutschland aktiv mitzugestalten. Neben den Fahrzeugen und dem notwendigen Infrastrukturaufbau ist auf politischer Ebene auch eine Neujustierung der Rahmenbedingungen erfolgskritisch: Die neuen Antriebstechnologien sind eindeutig umweltfreundlich, aber sehr stromintensiv. Wenn wir die Wende ernsthaft wollen, ist eine entsprechende Privilegierung erforderlich, wie wir sie vom Schienenverkehr her kennen. Auch die umweltfreundlichen Innovationen im Busbereich dürfen nicht durch eine EEG-Umlage und die Stromsteuer belastet werden.", so Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn.
Neben der Standardisierung der Fahrzeuge und ihrer Ladesysteme ist für die Verkehrsunternehmen vor allem der Aus- und Umbau der Infrastruktur maßgeblich. "Wir müssen uns auch bei der Infrastruktur schnell auf gemeinsame Standards festlegen. Denn Standardisierung reduziert die Kosten und erhöht die Wirtschaftlichkeit. Das ist ein entscheidender Faktor für die Marktdurchdringung der Elektrobusse. Zudem brauchen wir steuerliche Erleichterung bei den Betriebskosten, die beim Elektrobus zurzeit deutlich über denen vom Dieselbus liegen", so Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) abschließend (Pressemeldung VDV, 23.02.17).

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Industrie

RechteckAVG: Neues Betriebshof-Quartier nimmt Gestalt an

Die richtige Wahl: AVG-Prokurist Christian Höglmeier und die beiden AVG-Geschäftsführer Ascan Egerer und Dr. Alexander Pischon präsentieren gemeinsam mit Prof. Anke Karmann-Woessner, der Leiterin des Stadtplanungsamtes, Baubürgermeister Michael Obert und dem Preisgerichts-Vorsitzenden Professor Tobias Wulf (v.l.n.r.) den siegreichen Entwurf des Architekturwettbewerbs (Foto AVG). Attraktiver Stadteingang: So könnte der Betriebshof der kommunalen Verkehrsbetriebe bereits in ein paar Jahren aussehen. Durch das Projekt wird die Durlacher Allee städtebaulich aufgewertet (Foto Sacker Architekten).

Der ehemalige Betriebshof der kommunalen Verkehrsbetriebe erhält ein neues Gesicht: Bis 2021 soll auf dem Areal an der Durlacher Alle und Tullastraße ein Quartier mit Flächen für Büros und Dienstleistungen entstehen. Am Freitag kürte eine Jury im Bürgerzentrum Südwerk den Sieger des Architekturwettbewerbs, den die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) 2016 ausgelobt hatte. Die Wahl des Preisgerichts, dem unter dem Vorsitz von Professor Tobias Wulf auch zahlreiche Mitglieder des Karlsruher Gemeinderates und Baubürgermeister Michael Obert angehörten, fiel dabei auf den Entwurf des Freiburger Büros Sacker Architekten und Westpol Landschaftsarchitekten aus Basel. Insgesamt hatten 25 Büros ihre Entwürfe für das Projekt eingereicht. Der erste Platz des Wettbewerbs ist mit 72.000 Euro dotiert.
„Die hohe Qualität der Wettbewerbsbeiträge hat uns die Wahl nicht einfach gemacht“, erklärte AVG-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon. „Der Entwurf von Sacker Architekten und Westpol hat uns sowohl aus städtebaulicher und architektonischer Sicht als auch aus der Perspektive der zukünftigen Nutzung am meisten überzeugt. Wir schaffen mit diesem neuen Gebäudeensemble eine attraktive Adresse für Gewerbe und Dienstleistungen. Karlsruhe darf sich auf eine echte Bereicherung für den östlichen Stadteingang freuen“, verspricht Pischon. In den kommenden zwei Jahren sollen die Planungen bis zum offiziellen Spatenstich 2019 weiter vorangetrieben werden, 2021 sollen die Arbeiten entlang der Durlacher Allee und Tullastraße abgeschlossen sein.
Zwei versetzt angeordnete Baukörper und ein Brückenbau bilden dann die klaren Kanten für das neue Quartier „Betriebshof“. Die geforderte Traufhöhe von durchgehend 18 Metern wird entlang der Durlacher Allee und Tullastraße eingehalten, so dass ein respektvoller Umgang zu den benachbarten Gebäuden entsteht. Zwei Öffnungen im Gebäudeensemble sorgen für die notwendige Durchlässigkeit in Nord-Süd-Richtung, eine Freifläche am östlichen Grundstücksrand führt den öffentlichen Grünzug aus dem Otto-Dullenkopf-Park in die städtische Bebauung. „Wir haben uns im Rahmen des Wettbewerbs intensiv mit der komplexen Aufgabenstellung beschäftigt und freuen uns sehr, dass unsere Arbeit mit dem ersten Preis honoriert wurde“, erklärt Christopher Höfler von Sacker Architekten.
Mit den unterschiedlichen Gebäudetiefen schafft der siegreiche Entwurf vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Das Erdgeschoss bietet Raum für Nahversorger, deren Attraktivität durch die sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gesteigert wird, während in den Etagen darüber Büroeinheiten verschiedener Größe bereitgestellt werden.
In seiner äußeren Erscheinung wird sich das Gebäudeensemble auf die örtliche Baukultur beziehen. „Der gelblich eingefärbte Beton nimmt die Farbigkeit des gelben Sandsteins auf, der auch für die Bauten der Tullastraße und des alten Schlachthofes gegenüber verwendet wurde. Die Reduktion von durchgefärbtem Sichtbeton im Bereich der geschlossenen Fassaden und metallischen Fensterrahmen verleiht dem Gebäude eine zurückhaltende Eleganz“, führt Höfler aus.
Durch die Neugestaltung des Areals eröffnen sich auch für die kommunalen Verkehrsunternehmen neue Perspektiven: Die AVG, die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) werden ihre Verwaltungsmitarbeiter dann im Osten der Fächerstadt zusammenführen. Eine Brücke verbindet die neuen Büroräume mit dem Bestandsgebäude. Zudem wird im Erdgeschoss ein neues KVV-Kundezentrum in den Gebäudekomplex integriert, welches auch Raum für alle Themen rund um die Mobilität bietet. Über ein Foyer gelangt der Besucher zu den Ausstellungsräumlichkeiten mit wechselnden Präsentationen.
Den Siegerentwurf und die Finalisten des Architekturwettbewerbs präsentiert die AVG der Öffentlichkeit im Panoramasaal an der Tullastraße. Die Modelle können am Donnerstag, 23. Februar, und Freitag, 24. Februar, sowie am Montag, 27. Februar, jeweils zwischen 9 und 11 Uhr besichtigt werden. Besucher werden gebeten, sich vorher am Empfang im Erdgeschoss (Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe) anzumelden (Pressemeldung AVG, 23.02.17).

RechteckÖBB: Brandneue Direktverbindung zwischen Kroatien und Deutschland
Die Rail Cargo Group – Güterverkehrstochter der ÖBB – ist mit voller Kraft in das neue Jahr 2017 gestartet und weitet ihr Kundenangebot aus. Im Zuge der Realisierung maßgeschneiderter Transport- und Logistiklösungen bietet Rail Cargo Operator künftig für ihren Kunden DP World eine Relation von Rijeka über München nach Ludwigshafen und zurück an. Dabei handelt es sich um einen völlig neuen Schienenverkehr und die erste direkte Anbindung zwischen Kroatien und Deutschland.
Verkehrsstart der neuen Relation zwischen Rijeka Adriatic Gate und Ludwigshafen KTL ist der 21. Februar 2017 mit drei Rundläufen pro Woche. Dabei wickelt Rail Cargo Operator als Anbieter hochfrequenter Langstreckenverbindungen zwischen europäischen Wirtschaftszentren Containerverkehre im Auftrag des Kunden DP World ab. Die Wagengarnitur umfasst 14 Containerwagons zu je 90 Fuß sowie vier Containerwagons zu je 80 Fuß. Rail Cargo Operator unterstreicht damit seine Position als starker Player der internationalen Logistikbranche und trägt maßgeblich dazu bei, die Bedeutung der Schiene als Verkehrsträger weiter zu stärken.
Entlang der Route von Kroatien nach Deutschland ist die Rail Cargo Group dank eigener Carrier-Gesellschaften nicht nur in Österreich, sondern auch in Kroatien (Rail Cargo Carrier - Croatia) und Slowenien (Rail Cargo Carrier d.o.o.) für die reibungslose Durchführung des Transports zuständig. Somit profitiert der Kunde von verkürzten Transportzeiten, höherer Pünktlichkeit sowie deutlich mehr Sicherheit und Qualität (Pressemeldung ÖBB, 23.02.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: VCD übergibt über 2700 Unterschriften für pünktliche Züge
Über 2700 Unterschriften für pünktliche Züge und bessere Entschädigungsregelungen für Pendler wurden heute im Landtag von Baden-Württemberg an Landesverkehrsminister Winfried Hermann und an David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio Baden-Württemberg, übergeben.
Mit der Unterschriftenaktion ‚Pünktliche Züge‘ reagierte der ökologische Verkehrsclub VCD auf die im Oktober 2016 begonnene Krise im Regionalverkehr der DB Regio in Baden-Württemberg. „Massive Zugausfälle und Verspätungen betrafen Tausende von Pendler, insbesondere in der Region Stuttgart“, erläutert VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb die Beweggründe für die Unterschriftenaktion.
Ziel sei die Einführung einer Entschädigungsregelung für Fahrgäste nach dem Vorbild Österreichs, so der VCD. „Während Pendler in Deutschland zumeist durch das Raster der Fahrgastrechte fallen und nur mühsam und aufwändig Entschädigungen geltend machen können, ist in Österreich eine Entschädigung für Pendler gesetzlich geregelt“; erläutert Lieb das dortige Modell. „Wird der zwischen Land und Verkehrsunternehmen vereinbarte Pünktlichkeitswert monatelang nicht erreicht, erhalten die registrierten Berufspendler bis zu zehn Prozent des Jahreskartenpreises automatisch erstattet.“ Hierzulande erhalte jetzt das Land mehrere Millionen Euro Pönalezahlungen von der Deutschen Bahn, doch der Fahrgast, der unter den Zugausfällen und Verspätungen leide, gehe leer aus, kritisiert der VCD.
Erfreulicherweise sind seit Februar die Pünktlichkeitswerte auf vielen Strecken wieder auf einem guten Niveau – sogar besser als im Bundesschnitt, doch die Frankenbahn Stuttgart – Würzburg und die Filstalbahn Stuttgart – Göppingen – Ulm sind weiter Sorgenkinder“, stellt Lieb fest.
Der VCD erkenne die umfangreichen Maßnahmen der DB, die auf vielen, aber nicht allen Strecken zu deutlichen Verbesserungen geführt habe, ausdrücklich an. Problematisch seien jedoch immer noch die Zugausfälle wegen Fahrzeugschäden und Personalengpässen, so Lieb weiter. Deshalb sei die Frage der Entschädigungen aus Fahrgastsicht nach wie vor nicht befriedigend gelöst. Das Land als Aufgabenträger und DB Regio als Betreiber seien hier in der Pflicht, zu angemessenen und von den Fahrgästen akzeptierten Regelungen zu gelangen, fordert Lieb (Pressemeldung PRO BAHN Bezirksgruppe Schwaben, 23.02.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckSonderzug mit Dampflok 44 1486 nimmt am 27.02. in Klostermansfeld Wasser
Am Montag, den 27.02.2017 um 9:20 Uhr kommt ein Sonderzug der IGE Bahntouristik, welcher sich auf eine Deutschlandrundfahrt befindet, mit der Dampflok 44 1486 in Klostermansfeld aus Richtung Erfurt an. Die Dampflok wird in Klostermansfeld Wasser nehmen und so ein interessantes Fotomotiv nicht nur für Eisenbahn- und Dampflokfreunde bieten.
Mit an Bord ist ein Kamerateam vom SWR und "Mister Eisenbahnromantik" alias Hagen von Ortloff. Ebenso begleitet unser Vereinsmitglied Mario Modesti ab Erfurt den Zug und rührt die "Werbetrommel" und gibt Erklärungen zu unserer Region, zur 800jährigen Bergbautradition als auch zur MBB selbst.
Ziel ist es, die IGE Bahntouristik hoffentlich bald auch mit vielen Eisenbahnfreunde bei der Mansfelder Bergwerksbahn und im Mansfelder Land begrüßen zu dürfen (Pressemeldung MBB, 23.02.17).

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LOK Report 3/17

LOK Report Ausgabe 3/17

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Mit der Kamera notiert

RechteckKinzigtalbahn


Im Anhang vier Bilder von der Kinzigtalbahn am 14. Februar bei Wirtheim, mit dem Fokus, die auf den RE und RB Linien 50/51 verkehrenden Fahrzeuge der Baureihe 114 zu fotografieren. Das erste Foto zeigt 114 016 mit Regionalbahn der Linie 51 von Wächtersbach auf der Fahrt nach Frankfurt/Main Hbf. Anschließend kam 185 378 mit EZ 51601 auf dem Weg von Leipzig-Engelsdorf nach Mannheim. An selber Stelle durcheilt 114 022 mit Regionalexpress der Linie 50 von Fulda nach Frankfurt/Main Hbf dem nächsten Halt Gelnhausen entgegen. Abschließend ein Foto aus dem teilweise modernisierten Bahnhof Wirtheim, in dem 152 111 mit KLV Hanau entgegensteuert (Jan-Nicolas Christoph, 23.02.17).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Europa

RechteckBelgien: Tram in Lüttich/Liège darf finanziert und gebaut werden
Nach drei vergeblichen Anläufen - insbesondere aufgrund finanzieller Risiken für die wallonische Regierung - hat die europäische Behörde Eurostat nun die Finanzierung der Straßenbahn in Lüttich/Liège genehmigt (11 km mit 21 Stationen).
Der ursprünglich an das Konsortium Mobiliège (Alstom und BAM) vergebene DBFM-Auftrag (Planung, Bau, Finanzierung und Instandhaltung) musste annulliert werden. Am 08.02.17 hat die regionale wallonische Transportgesellschaft SRWT die Ausschreibung mit folgenden Kandidaten neu gestartet: Alstom-BAM PPP PGGM, CAF-Colas-DIF und Skoda-Vinci-CFE-Meridiam-ETF. Der ursprünglich für 2017 vorgesehene Beginn des Fahrgastbetriebs ist nun für 2022 vorgesehen (Franz A Roski, WKZ, Quelle Mobilicités, 23.02.17).

RechteckBulgarien: Erster Schnellzug aus Istanbul erreicht Sofia
Der erste Schnellzug aus der türkischen Stadt Istanbul kam am Dienstag (21.02.17) nach einer neuneinhalbstündigen Reise in Sofia an, zitiert das bulgarische Online-Magazin Novinite die Agentur Anadolu.
Nach Angabe der Türkischen Staatsbahn TCDD soll der Zug mit vier Wagen jeden Tag verkehren. Es gäbe ausreichend Touristikverkehr von Istanbul und Edirne nach Bulgarien sowie für die Weiterfahrt nach Belgrad, Bukarest und Budapest (WKZ, Quelle Novinite, 23.02.17).

RechteckFrankreich: Anhörung zum Leistungsvertrag Staat - SNCF Réseau
Im Rahmen der Überprüfung des Leistungsvertrags zwischen dem Staat und dem Eisenbahninfrastrukturbetreiber SNCF Réseau findet am Mittwoch, 22.02.2017, vor der Regulierungsbehörde Arafer eine Anhörung mit François Poupard, Generaldirektor der dem Umweltministerium unterstehenden Abteilung Umwelt, Energie und Meer (DGITM, Direction générale des infrastructures, des transports et de la mer) und Patrick Jeantet, Präsident von SNCF Réseau statt.
Die Arafer wird ihre Stellungnahme Anfang März abgeben. Die Bahnreform vom 04.08.2014 sieht vor, dass die Regulierungsbehörde die Einhaltung der finanziellen Richtlinien und die Finanzierung großer Investitionen in das Schienennetz überwacht. Diese finanzielle Überwachung basiert auf einem zehnjährigen Leistungsvertrag zwischen dem Staat und SNCF Réseau, der die Schulden des Infrastrukturbetreibers stabilisieren soll. Ende 2016 betrugen die Schulden 44 Mrd. Euro (WKZ, Quelle Arafer, 23.02.17).

RechteckGroßbritannien: Joanna Whittington als ORR-CEO bestätigt
Joanna Whittington wurde am 20.02.17 in ihrer Ernennung zur Chief Executive Officer der Regulierungsbehörde ORR nach einem offenen öffentlichen Wettbewerb ab sofort bestätigt. Joanna Whittington ist schon seit Januar 2016 als Interims-CEO tätig und war zuvor Direktorin des ORR für Eisenbahnmärkte und Wirtschaft sowie Mitglied des ORR-Boards. (WKZ, Quelle ORR, 23.02.17).

RechteckGroßbritannien: 537 Mio. Reisende 2015/16 in Schottland
Die am 22.02.17 von Transport Scotland veröffentlichte Statistik zeigt, dass 76% aller mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternommenen Reisen mit dem Bus gemacht wurden, 17 % mit der Bahn; 5 % per Flugzeug und 2 % mit der Fähre. Neben den öffentlichen Fahrten zeigt die Veröffentlichung auch folgende Daten:
• 9 Mio. Kraftfahrzeuge waren in Schottland bis zum Ende des Jahres 2015 zugelassen, darunter 268.000 Neuzulassungen.
• 45,4 Mrd. Fahrzeugkilometer wurden auf Schottlands Straßen im Jahr 2015 gefahren, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
• Der Autoverkehr stieg leicht auf 34,7 Mrd. Fahrzeugkilometer, der Fahrrad-Verkehr ging um 7 % auf 342 Mio. Fahrzeugkilometer zurück.
• 93,2 Mio. Personenfahrten führte ScotRail durch, gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 0,5 %.
• Es gab 25,5 Mio. Fluggäste auf schottischen Flughäfen, was einer Steigerung von 6 % entspricht.
• 9,5 Mio. Passagiere benutzten Fähren, davon 7,8 Mio. Passagiere innerhalb Schottlands, ein leichter Rückgang im Jahresvergleich.
• In den letzten fünf Jahren sind die Fahrgastzahlen im Luft-, Eisenbahn-, Auto- und Radverkehr gestiegen, aber Bus und Fähre haben Rückgänge gesehen (WKZ, Quelle Transport Scotland, 23.02.17).

RechteckItalien: Anträge auf Bauleitplanänderung am BBT beschlossen

Brennerbasistunnel: Baulos 5, Zulaufstrecke Süd
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Die Landesregierung hat am 21. Februar eine Bauleitplanänderung von Amts wegen beschlossen und damit dem Bau der Zulaufstrecke Süd zum Brennerbasistunnel grünes Licht gegeben. Von den Bauleitplanänderungen betroffen sind die Gemeinden Leifers, Branzoll, Deutschnofen, Aldein, Auer, Montan, Neumarkt und Salurn. Damit sind die urbanistischen Voraussetzungen für die weitere Projektierung der Tunnelvariante geschaffen.
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden mehrere Möglichkeiten aus geologischer, hydrogeologischer und ökologischer Sicht überprüft. Auch die Stellungnahmen der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland, der Gemeindevertreter, der Interessensgruppen, der Arbeitsgruppe für die strategische Umweltverträglichkeitsprüfung und der Bevölkerung wurden eingeholt. Letztlich erhielt die Tunnelvariante gegenüber allen anderen den Vorzug. Die Gemeinden haben jetzt 60 Tage Zeit, um ihre Stellungnahmen abzugeben.
Die Bauleitplanänderung sieht vor, dass die ausgewählte Trasse verbessert werden kann, indem auf der Grundlage der geologischen, ökologischen und technischen Studien, die in den folgenden Projektphasen noch durchzuführen sind, in einer Breite von 750 Metern noch verändert werden kann.
Ein Vorteil der Tunnelvariante - dies ergab die Machbarkeitsstudie -, besteht darin, dass sie realisiert werden kann, ohne dabei in Konflikt zu treten mit den Handwerks- und Wohnbauzonen und den landwirtschaftlichen Grünflächen, an denen sie vorbeiführt. Ein Grund dafür ist, dass die Trasse nur an zwei kurzen Abschnitten bei Auer und Neumarkt überirdisch verläuft. Auch ist für die Lagerung des Aushubmaterials nur ein kleines Areal notwendig, da es zu einem großen Teil wiederverwendet werden kann, was bei einer Trasse in der Talsohle nicht möglich gewesen wäre.
Auch in Bezug auf die Kosten erwies sich die Tunnelvariante als die günstigste. Darüber hinaus können mit dieser Variante geologische Verwerfungen wie die sogenannte "Truden-Linie" umgangen und Abschnitte, die durch Natura-2000-Gebiete verlaufen, auf ein Minimum reduziert werden.
Die Eintragung der Zulaufstrecke Süd in den Bauleitplänen war auch deshalb notwendig, weil damit die urbanistischen Voraussetzungen für die Projektierung im Unterland geschaffen wurden. Es können die Gespräche mit den Vertretern der RFI (Rete Ferroviaria Italiana) beginnen, und es können alle weiteren technischen Untersuchungen durchgeführt werden, um letztlich die besten Lösungen für Land und Leute zu finden. Es geht also darum, mit großem Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Bevölkerung vorzugehen und deutlich zu machen, das man auf dem Abschnitt Branzoll-Salurn ein Mobilitätskonzept realisiert, das sowohl die Umwelt als auch die Lebensqualität der Bevölkerung schützt.
Der Dialog, der seit Monaten zwischen Technikern des Landes, mit Vertretern der Gemeinden, mit der Bevölkerung und mit Interessensgruppen stattgefunden hat, um die Bedürfnisse des Unterlandes bereits in der Planungsphase zu eruieren, wird in den weiteren Planungsphasen fortgesetzt, denn die Eintragung der Zulaufstrecke in den Bauleitplan bedeutet nicht, dass diese Trasse unverändert bleibt. Diese Eintragung ist vielmehr die Voraussetzung dafür, dass die weiteren Überprüfungen durchgeführt werden können, die für die Erstellung des endgültigen Projektes notwendig sind.
Die Landesregierung heute außerdem ein Projekt für den Bau einer Bahntrasse im Baustellenbereich Unterplattner bei Aicha und ein Projekt für den Bau einer Tübbingfrabik im Baustellenbereich Hinterrigger auf Antrag der Brennerbasistunnel SE beschlossen.
Diese Maßnahmen ermöglichen es, dass mehr Aushubmaterial wiederverwendet werden kann als bisher. In der Folge können auch die Belastungen durch den Schwerverkehr reduziert werden. Die Landesregierung hat beide Projekte mit einer Serie von Umweltauflagen genehmigt. Zu diesen gehört, dass die Infrastrukturen nur auf Zeit errichtet werden dürfen, das heißt, sie werden nach Abschluss der Arbeiten wieder entfernt. Außerdem muss das betroffene Areal wieder begrünt werden, und es ist ein Plan für die Gewässernutzung und für die Entsorgung der Abwässer einzuhalten (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen - Südtirol, 23.02.17).

RechteckSchweiz: Modernisierung des Reparaturcenters Zürich-Altstetten
In der ehemaligen SBB-Hauptwerkstätte in Zürich-Altstetten ist eine neue Ära angebrochen: In den vergangenen Jahren wurde sie für 37 Millionen Franken modernisiert und zum Reparaturcenter für Lokomotiven und Reisezugwagen weiter entwickelt. Kürzlich ging zudem eine weltweit einzigartige Drehverschiebeeinrichtung für eine effiziente Instandhaltung in Betrieb.
Mit einem Spezialtransport quer durch die Stadt Zürich wurde die Drehverschiebeeinrichtung letzten Sommer ins Reparaturcenter Zürich-Altstetten transportiert. Inzwischen ist sie regelmässig in Betrieb. Die Anlage ist knapp 30 Meter lang, 90 Tonnen schwer und manövriert Lokomotiven und Reisezugwagen einfach und rasch auf die Reparaturgleise der Instandhaltungshalle und wieder zurück in den Betrieb; aufwändige Rangiermanöver über mehrere Gleise können so reduziert werden. Die neue Anlage kann sowohl drehen als auch schieben, das ist weltweit ein Novum: Reisezugwagen oder Lokomotiven können um 90 Grad gedreht und so den Hallengleisen zugeführt werden, deren Lage seit 1908 unverändert ist.
Die SBB investiert 37 Millionen Franken in die Modernisierung des Reparaturcenters Zürich-Altstetten. Ziel ist es, noch produktiver zu werden und den Instandhaltungsbetrieb fit zu machen für die kommenden Jahrzehnte und die neuen Fahrzeug-Flotten. So sind in die Jahre gekommene Reparaturstandplätze 13 multifunktionalen und zeitgemäss ausgerüsteten Arbeitsständen gewichen. Zudem wurden Dach und Gebäudehülle der denkmalgeschützten Halle saniert und die Nordfassade aus Glas komplett neu gestaltet. Letztere erlaubt von der Letzigrabenbrücke aus freie Sicht auf die Züge und die an den Fahrzeugen arbeitenden Fachspezialisten.
In Zürich-Altstetten reparieren und warten rund 200 Spezialisten verschiedenste Reisezugwagen, Triebwagen und Lokomotiven sowie Triebzüge bis 100 Meter Länge, die in der ganzen Schweiz unterwegs sind. (Pressemeldung SBB, 23.02.17).

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