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LOK Report – News von Montag, 26.09.16

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Bombardier ist Bestbieter
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Portugal: Regierung stoppt die
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Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sebastian Bollmann

Zu Beginn

RechteckLOK Report: Innotrans-Seite eingepielt

Foto Messe Berlin.
Alle Meldungen zur Innotrans finden Sie nun auf unserer Innotrans-Seite 2016, die in den nächsten Tagen noch leicht aktualisiert wird (26.09.16).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Vorlesekoffer für alle Kitas
Die Zahl der Kita-Kinder mit einem Migrationshintergrund steigt weiter an. 2015 besuchten bundesweit fast 2 Millionen Kinder zwischen 3 und 6 Jahren eine Kita – gut 560.000 mit einem Migrationshintergrund. Vergangenes Jahr kamen zusätzlich 70.000 bis 80.000 Kinder unter 6 Jahren neu nach Deutschland. Sprache bildet die Basis für gegenseitiges Kennenlernen, Verstehen und erfolgreiche Integration. Vor diesem Hintergrund statten die Stiftung Lesen, die Deutsche Bahn Stiftung und der Carlsen Verlag alle rund 50.000 Kitas in Deutschland mit dem Vorlesekoffer "Alle Kinder dieser Welt" aus. 
Die Partner machen sich bundesweit dafür stark, dass in den Kitas, aber auch zu Hause regelmäßig vorgelesen wird. Aufgrund der Größe und Reichweite ist "Alle Kinder dieser Welt" eines der engagiertesten Projekte zur Sprach- und Leseförderung in Deutschland. Es stärkt das Verständnis für fremde Kulturen und Religionen. In diesen Wochen werden die letzten Koffer an die noch fehlenden sechs Bundesländer, darunter Brandenburg, ausgeliefert. Bis Jahresende erhalten damit bundesweit alle rund 50.000 Kitas unmittelbar Unterstützung zur Förderung von Sprache und interkultureller Kompetenz. 
Für die Kitas in Brandenburg nahmen heute in Potsdam Günter Baaske, Minister für Bildung, Jugend und Sport, und die ‚Kita Sonnenschein' den ersten von rund 1.500 Vorlesekoffern von Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn, Christina Rau, Schirmherrin Deutsche Bahn Stiftung, und Dr. Jörg f. Maas, Hauptgeschäftsführer Stiftung Lesen, entgegen. 
Baaske: "Lesen macht schlau, regt die Fantasie an und entführt uns in andere Welten. Bücher bereichern uns ein Leben lang. Vorlesen und gemeinsames Lesen in der Familie machen Spaß und fördern diese Entwicklung", sagte Günter Baaske, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, bei dem Termin in der Potsdamer Kita Sonnenschein. "Ich danke der Deutsche Bahn Stiftung und der Stiftung Lesen für ihren Beitrag zur Bildung und Integration bereits in der Kita."
Grube: "Jedes Kind in Deutschland sollte lesen können. Lesen ist das Fundament für Bildung und der Zugang zur Welt. Darauf verweisen aktuelle Studien: Kinder, denen zu Hause und in der Kita vorgelesen wird sind offener und selbstbewusster, sie lernen besser und finden sich besser zurecht in der Welt.
"Alle Kinder dieser Welt" ist eines von mehreren Projekten der Deutschen Bahn und der Deutsche Bahn Stiftung mit der Stiftung Lesen. Über die Kooperation werden bereits seit 1996 regelmäßig kindgerechte Vorlese- und Bücherkofferprojekte sowie der Bundesweite Vorlesetag organisiert mit dem Ziel, die Lese- und Sprachkultur in Deutschland zu fördern.
Maas: "Angesichts von 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland bleibt frühe Leseförderung wichtig, gerade auch für Kinder mit Migrationshintergrund. ‚Alle Kinder dieser Welt' unterstützt ihre Entwicklung bereits in der Kita mit Geschichten, die eine Brücke zwischen den Kulturen schlagen", so Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.09.16).

RechteckEVG: Korrektur zur Dividendenzahlung DB AG begrüßt
Die EVG begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, die Dividendenzahlung der DB AG an den Bund deutlich zu reduzieren. Diese Zahlung ist in der so genannten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV II) vorgesehen.
"Nachdem durch eine Reihe politischer Entscheidungen des Bundes - etwa die EEG-Umlage und die Senkung der LKW-Maut - die Rahmenbedingungen für die Eisenbahn stetig verschlechtert worden sind, wird jetzt endlich angefangen gegenzusteuern. Damit kommt der Minister einer Forderung der EVG nach", betonte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner.
Die EVG habe schon frühzeitig darauf hingewiesen, dass Dividendenzahlungen, die bis zum Jahr 2019 auf rund eine Milliarde Euro pro Jahr anwachsen sollten - und das unabhängig vom wirtschaftlichen Ergebnis des DB AG - völlig unrealistisch seien. "Es ist gut, dass diese Vereinbarung jetzt vom Minister korrigiert wird", stellte Kirchner fest.
Gleichzeitig begrüßte der EVG-Vorsitzende, dass der Bund, trotz geringerer Dividenden-einnahmen, auch weiterhin die volle Höhe der in der LuFV II vorgesehenen Zuwendungen an die DB-Infrastrukturunternehmen leisten wolle. "Damit kann die Infrastruktur, wie vorgesehen, weiter verbessert und marode Schienen können wie geplant ausgetauscht werden", so Kirchner.
Mit Blick auf die nächste Legislaturperiode kündigte der EVG-Vorsitzende an: "Da gehört für uns die Halbierung der Schienenmaut auf die Tagesordnung. Die Schiene muss billiger werden, wenn sie im Wettbewerb der Verkehrsträger noch eine Chance haben soll", sagte er. Kirchner begrüßte in diesem Zusammenhang, dass sich die verkehrspolitische Sprecherin der SPD, Kirsten Lühmann, mittlerweile ebenfalls für eine deutliche Reduzierung der Trassenpreise ausgesprochen hat.(Pressemeldung Bundestag, 26.09.16).

RechteckMofair: Finanzielle Stärkung des Verkehrs auf der Schiene begrüßt
Mofair begrüßt, dass der Bund sich finanziell stärker für den Verkehrsträger Schiene engagieren möchte. Die gestrige Ankündigung des Bundes, die jährliche Dividendenabführung der Deutschen Bahn AG an ihren Eigentümer um jährlich 350 Mio. Euro bis 2020 zu senken und gleichzeitig das Eigenkapital um 1 Mrd. Euro zu erhöhen, ist jedoch nicht die richtige Maßnahme.
"Besser wäre es, das Geld dem System Schiene insgesamt zukommen zu lassen, nicht einem einzelnen Unternehmen. Zudem sollte klar gesagt werden, wofür es verwendet werden soll", regt Stephan Krenz, mofair-Vorsitzender, an.
Mofair setzt sich für faire Wettbewerbsbedingungen auf der Schiene ein. Dazu passt es nicht, wenn nur ein Unternehmen finanzielle Unterstützung erhält. Die angekündigten insgesamt 2,4 Mrd. Euro könnten, wenn sie zum Beispiel für die weitere Verbesserung der Schieneninfrastruktur und ein verbessertes Baustellenmanagement verwendet würden, viel Positives bewirken. So würde die Schiene gegenüber anderen, deutlich klimaschädlicheren Verkehrsträgern gestärkt. Auch eine Senkung der Trassenpreise wäre machbar, die - richtig ausgestaltet - allen Verkehrsarten auf der Schiene helfen würde, Personennah-und Personenfernverkehr sowie Güterverkehr (Pressemeldung Mofair, 26.09.16).

Industrie

RechteckAlpha Trains: Rahmenvertrag mit INTERAUTOMATION

v.l.n.r.: Thomas Schmidt, Managing Director (Passenger Division) Alpha Trains, Shaun Mills, CEO Alpha Trains, Andreas Langenhan, Vertriebsleiter INTERAUTOMATION und Manuel Mang, geschäftsführender Gesellschafter der INTERAUTOMATION Deutschland GmbH. foto Alpha Trains.
Auf der InnoTrans 2016 hat die Alpha Trains Gruppe mit der INTERAUTOMATION Deutschland GmbH einen Rahmenvertrag geschlossen. Der Vertrag umfasst die Lieferung von Komponenten für den Schienenpersonenverkehr wie etwa für die Automatische Fahrgastzählung oder die Dynamische Fahrgastinformation.
Zur Vertragsunterzeichnung trafen sich: Shaun Mills, CEO Alpha Trains und Thomas Schmidt, Managing Director (Passenger Division) Alpha Trains und Manuel Mang, geschäftsführender Gesellschafter der INTERAUTOMATION Deutschland GmbH sowie Andreas Langenhan, Vertriebsleiter INTERAUTOMATION.
Bereits seit vielen Jahren arbeiten Alpha Trains und INTERAUTOMATION zusammen. "Mit diesem Rahmenvertrag bauen wir auf die guten Erfahrungen der Vergangenheit auf und wollen künftig bei gemeinsamen Projekten noch enger kooperieren", so Jörg Hagemeyer, Engineering Director (Passenger Division) Alpha Trains.
Beim Umbau von 44 Passagierzügen des Typs Flirt für das Teutoburger-Wald Netz (TWN) und das Hellweg-Netz (HWN) wird mit dem Einbau einer automatischen Fahrgastzählung erstmals eine Komponente des Rahmenvertrags abgerufen. Damit werden die bereits in einer früheren Projektphase von INTERAUTOMATION gelieferten Komponenten zur Dynamischen Fahrgastinformation ergänzt (Pressemeldung Andreas Vogler Studio, 26.09.16).

RechteckAndreas Vogler Studio: AeroLiner3000 bringt Flugzeugtechnik auf die Schiene


Ein Zug, der so aussieht als ob die Zukunft schon begonnen hat: Mit Aerodynamik, Eleganz und Effizienz soll der AeroLiner3000 in einigen Jahren die Fahrgäste in Großbritannien begeistern. Fundiertes Know-how und Design aus München spielen bei der Entwicklung eine entscheidende Rolle: Das Architektur- und Designbüro Andreas Vogler Studio hat den doppelstöckigen Hochgeschwindigkeitszug in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.(DLR) entworfen. Zukunftsweisende Gestaltung, innovative Leichtbauweise, interaktive Kontrollsysteme und revolutionäres Ingenieursdenken sorgen beim AeroLiner3000 für eine einzigartige Kombination. Auf der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik "InnoTrans 2016" in Berlin war erstmalig ein neun Meter langes 1:1 Mock-up des Zuges vom 20. bis 23. September zu sehen sein.
"In der Luftfahrt hat Leichtbau oberste Priorität" sagt der in München lebende Schweizer Architekt Andreas Vogler. "Mit dem AeroLiner3000 zeigen wir, dass die Leichtbauweise auch in der Welt der Schienenfahr-zeuge einen Wandel anstoßen kann." Die ingenieur- und designtechnischen Methoden der Luftfahrt wurden auf die Konzeption und das Design des neuen Zuges übertragen. Mit beeindruckenden Vorteilen: Mehr Sitzplätze, weniger Gewicht, gesteigerte Effizienz. Die Betriebs- und Unterhaltskosten werden erheblich reduziert, ebenso die CO2-Emissionen. Ein bewusst erzielter Effekt, denn schon die wichtigsten Vorgaben des Projektes orientierten sich an den englischen 4Cs: "Costs", "Capacity", "Carbon" und "Comfort".
Das Andreas Vogler Studio arbeitet seit Jahren erfolgreich mit Architekten und Industrie-Designern aus dem Luft- und Raumfahrt-Bereich. Beim AeroLiner3000 hat sich der Visionär Andreas Vogler zusätzlich mit dem DLR zusammengeschlossen, um die Erkenntnisse aus dessen Projekt "Next Generation Train" zu nutzen. So entstand eine gelungene Verknüpfung von Kompetenzen.
Der AeroLiner3000 ist doppelstöckig ausgelegt – eine Premiere in Großbritannien, wo die sehr kleinen Lichtraumprofile (70 Zentimeter niedriger als in Kontinentaleuropa) dies bis jetzt unmöglich erschienen ließen. Die neuartige Leichtbau-Konstruktion des Wagenkastens gilt als die große technische Innovation. Denn die Innenräume der Züge lassen sich nun flexibler gestalten, bis zu 30 Prozent mehr Sitzplätze sind realisierbar. Der chronischen Überlastung des britischen Bahnsystems kann auf diese Weise erfolgreich entgegengewirkt werden. Und dies ohne eine milliardenschwere Erneuerung der Infrastruktur. Die charakteristische Wabenstruktur des Wagenkastens basiert auf durchgehend gebogenen Stahlrohren mit gleichbleibendem Durchmesser, die mit Laserschweißung zusammengefügt werden. Dadurch entsteht eine extrem leichte Konstruktion, die durch großzügige Fensterflächen und schlanke diagonale Rahmen auch visuell auffällt. Das Gesamtgewicht liegt etwa 20 Prozent unter jenem konventioneller Wagenkästen.
Mit eleganten Formen, dezenten Farben und edlen Materialien erzeugt das Wageninnere des AeroLiner3000 ein nobles Reiseambiente. Angelehnt an hochwertiges Airline-Design, hat das Team des Andreas Vogler Studio Komfort auf kleinstem Raum geschaffen, ohne die wichtigsten Aspekte von Architektur zu vernachlässigen: das Gefühl für Licht und Raum. So entsteht eine Atmosphäre, die dem Reisen in einem Business Jet sehr ähnelt. Leichtigkeit und ein eleganter Look dominieren trotz der notwendigen Strapazierfähigkeit der Oberflächenmaterialien. Die Leder-Stoff Kombination wird in der Premium- und Standard Class verwendet. "Das elegante Reisen in viktorianischer Zeit wurde später immer mehr dem reinen Funktionalismus und der Widerstandsfähigkeit der Züge gegen Vandalismus geopfert" sagt Andreas Vogler. "Der AeroLiner3000 zeigt allerdings, dass Fahrgäste auch in Zügen nicht auf geschmackvolle, wertige Innenraumgestaltung verzichten müssen."
Komfort, den jeder Fahrgast spürt
Bei der Konzeption des AeroLiner3000 war ein hoher Fahrgastkomfort eines der wichtigsten Ziele. Das Raum- und Fahrerlebnis soll nicht nur hohen technischen und praktischen Ansprüchen genügen, sondern vor allem die menschliche Perspektive berücksichtigen. "Wir haben einen psychologischen und physiologischen Komfort entwickelt", so beschreibt Andreas Vogler diesen komplexen Ansatz. Konkret umgesetzt bedeutet dies: Einen angemessenen Sitzabstand von 830 Millimeter, einen geringen Geräuschpegel, eine interaktive, Smartphone-basierte Fahrgastinformation, sowie eine verbesserte Klimatisierung. Das Luftventilationssystem wurde von modernen Flugzeugen übernommen. Auch das Beleuchtungskonzept setzt Maßstäbe in Bezug auf die Bedürfnisse der Fahrgäste. Im AeroLiner3000, dem temporären Zuhause oder Büro der Reisenden, erleichtern organische LEDs (OLED) die Lektüre von Geschäftsunterlagen oder Magazinen und den Blick auf Laptops: das Licht ist blendfrei, dimmbar und komfortabel. Eine weitere Innovation: Die Fensterflächen können automatisch abgedunkelt werden, je nach Sonnenstand, Tageslicht oder vor der Einfahrt in einen Tunnel.
Ein modernes Symbol für Tempo, Technik und Temperament: Der aerodynamische Kopf des AeroLiner3000 hat ausgeprägte Strömungsflügel, die die Seitenwindeinflüsse stabilisieren sollen. Die Gestaltung berücksichtigt die Aerodynamik auf vielfältige Weise, vor allem durch die super-elliptische Schalenober-fläche zwischen der Nase und dem Dach der Endwagen. Aufgrund der vollständig verkleideten Radsätze und Wagenübergänge sowie durch einen glatten Unterboden entsteht zusätzlich ein positiver Umwelt-effekt: der Luft-widerstand und die Geräuschemissionen werden deutlich reduziert. Charakteristisch für die Außenwirkung sind ebenso die großen Fensterflächen mit diagonal verlaufenden Fensterholmen, eine an Waben angelehnte Struktur, die weite Ausblicke und einen offenen Gesamteindruck schafft. Die neue Zuggeneration AeroLiner3000, die aus maximal zwei Halbzügen besteht, soll bis zu 400 Stundenkilometer schnell sein und in jeder 200 Meter langen Zugeinheit 620 bis 700 Fahrgästen Platz bieten, mehr als im doppelstöckigen TGV. Ein Halbzug besteht aus zwei Endwagen, acht Mittelwagen und einem einstöckigen Multifunktionswagen mit beispielsweise Restaurant oder Fahrradabteil. Jeder Wagen hat einen eigenen Antrieb, was die Zugbildung erheblich flexibler macht. Die Züge untereinander sind virtuell gekoppelt, sie können also auch während der Fahrt getrennt oder verbunden werden, und unterschiedliche Ziele anfahren. Die Folge: eine große Zeitersparnis.
Ein Zug für die Zukunft – der Wettbewerb "Tomorrow's Train Design Today"
Das britische Bahnsystem steht vor einem Innovationssprung. Eine neue Infrastruktur und die Modernisier-ung sowie der Austausch zahlreicher alter Personenfernzüge sind bereits beschlossen. Bis jetzt gibt es in Großbritannien nur eine Schnellfahrstrecke zwischen London und dem Eurotunnel nach Paris – weitere Hochgeschwindigkeitsverbindungen sind jedoch geplant. Um neue Bahnperspektiven auszuloten, initiierten das Britische Verkehrsministerium und der Eisenbahnverband RSSB einen hochkarätigen Wettbewerb für innovative Bahnprojekte: "Tomorrow's Train Design Today". Andreas Vogler Studio München zählt mit seinem Konzept für den AeroLiner3000 zu den drei Finalisten (Pressemeldung Andreas Vogler Studio, 26.09.16).

RechteckBombardier: Strategische Kooperationsvereinbarung mit CRRC
Der führende Bahntechnikanbieter Bombardier Transportation und der chinesische Schienenfahrzeughersteller China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC) haben mit der Unterzeichnung einer strategischen Kooperationsvereinbarung ihre Zusammenarbeit erweitert und vertieft.
Die Vereinbarung schafft die Rahmenbedingungen für beide Unternehmen, ihre sich ergänzenden Stärken für ausgewählte Projekte einzusetzen, um einen zusätzlichen Kundennutzen zu generieren, dem wachsenden weltweiten Ausrüstermarkt für Schienenverkehr besser zu entsprechen und gegenseitige langfristige Wachstumsziele zu unterstützen. Zu den potenziellen zukünftigen Kooperationsbereichen gehören die gemeinsame Entwicklung des chinesischen und internationalen Marktes sowie die Nutzung gemeinsamer Produktionsressourcen.
Die Vereinbarung wurde in Montréal von CRRC President Xi Guoha und Alain Bellemare, President und Chief Executive Officer, Bombardier Inc., während des Staatsbesuchs des chinesischen Premiers Li Keqiang in Kanada unterzeichnet.
"Wir arbeiten seit 1998 eng mit CRRC zusammen und freuen uns sehr, dass wir in unserer Beziehung diesen aktuellen Meilenstein setzen konnten. Wir hoffen, damit sowohl unseren chinesischen als auch den weltweiten Kunden eine wettbewerbsfähigere und größere Auswahl an Schienenverkehrslösungen anbieten zu können", sagte dazu Alain Bellemare. "Zusammen mit CRRC freuen wir uns darauf, den Menschen in China und in anderen Ländern zu größerer Mobilität zu verhelfen sowie Städte, die ihre Verkehrsnetze weiterentwickeln, mit den neuesten Technologien und den kürzesten Produkteinführungszeiten zu unterstützen."
Mit sechs Joint Ventures und sieben eigenständigen Tochterunternehmen steht Bombardier Transportation in China mit beiden Beinen fest auf dem Boden und genießt dort den Ruf des erfolgreichsten ausländischen Schienenverkehrsunternehmens. Es war aktiv an der Entwicklung des Schienenverkehrssystems in China beteiligt und hat Spitzenprodukte geliefert. Von den sechs Joint Ventures wurden drei mit Tochtergesellschaften von CRRC in China geschlossen. Dabei geht es um die Fertigung von Hochgeschwindigkeitszügen, Stadt- und Straßenbahnen, Monorails und anderen Fahrzeugen für den städtischen Nahverkehr. Zusammengenommen haben diese Joint Ventures bisher über 3.000 Reisezugwagen für Hochgeschwindigkeitszüge und mehr als 2.000 Stadt- und Straßenbahnfahrzeuge für den chinesischen Markt ausgeliefert. Die jetzt unterzeichnete strategische Kooperationsvereinbarung ist der jüngste Schritt beim Ausbau einer erfolgreichen Partnerschaft, um noch bessere Lösungen für den internationalen Schienenverkehrsmarkt anbieten zu können (Pressemeldung Bombardier, 26.09.16).

RechteckDispo-Tf Holding: Triebfahrzeugführer werden mit über 50?
Die dispo-Tf Education GmbH setzt auf die beruflichen Fähigkeiten der älteren Arbeitnehmer. Ü50-Bewerber werden aufgrund ihrer größeren Lebenserfahrung gebraucht und sind bei uns herzlich willkommen, unabhängig davon was sie bisher beruflich gemacht haben. Wie alle Teilnehmer einer Triebfahrzeugführerausbildung haben sie die Aussicht auf eine sichere Jobperspektive. Nach erfolgreich bestandener Prüfung wartet ein unbefristetes und sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu attraktiven Konditionen.
Die Übernahmegarantie wird bereits mit Beginn der Ausbildung vertraglich festgeschrieben. Der Rahmenplan der Weiterbildung ist anspruchsvoll. Technikbegeisterung und fester Wille sind Grundvoraussetzung. Die Theorie kommt direkt aus erster Hand. Erfahrene Dozenten, die selbst als aktive Lokführer tätig sind, vermitteln das Wissen praxisnah. Einen großen Teil der Ausbildung nehmen die praktischen Ausbildungszeiten am Zug und im Fahrbetrieb ein.
Die Ausbildung zum Triebfahrzeugführer ist einer der gefragtesten Ausbildungszweige im Unternehmen. Innerhalb von ca. 10 Monaten werden alle theoretischen und praktischen Grundlagen vermittelt, die zum Führen von Triebfahrzeugen benötigt werden. Ausgebildet wird an vier Standorten deutschlandweit – Berlin-Marzahn, Schönefeld, Nürnberg und Dortmund. Die Finanzierung der Schulungen ist über einen Bildungsgutschein möglich. Bei den Formalitäten sind die Mitarbeiter in den Schulungszentren gern behilflich.
Einmal in der Woche findet in den Ausbildungszentren eine Infoveranstaltung statt. Die Interessenten erhalten neben ausführlichen Informationen einen Einblick in die Schulungsräume und haben die Möglichkeit ihre Unterlagen mitzubringen (Pressemeldung dispo-Tf Holding GmbH, 26.09.16).

RechteckInnotrans: Ein voller Erfolg für die InnoTrans 2016
Nach vier Messetagen endet die elfte InnoTrans am 23.09.16 mit der bisher besten Bilanz ihrer Geschichte: neue Höchstwerte für Aussteller- und Fachbesucherbeteiligung, 149 Weltpremieren, 127 Fahrzeuge auf dem Frei- und Gleisgelände und eine gestiegene Besucherzufriedenheit. 2.955 Aussteller aus 60 Ländern zeigten auf dem Berliner Messegelände ihre umfassende Produktpalette und Services. Rund 145.000 Fachbesucher aus über 140 Ländern kamen für die diesjährige Weltleitmesse nach Berlin.
"Die InnoTrans hat ihre Funktion als Innovationstreiber Nummer eins und global führender Marktplatz für die Schienenverkehrsbranche kraftvoll ausgeübt", so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Berlin, Dr. Christian Göke. "Die Marktabdeckung der InnoTrans ist - auch im Vergleich zu den Leitmessen anderer Branchen - einzigartig."
Etwa 145.000 Fachbesucher informierten sich auf der diesjährigen Weltleitmesse über die aktuellen Trends der globalen Bahnbranche. Wirtschaftsdelegationen aus 20 Ländern wie Indien, Italien, Japan und Marokko sowie den USA, Taiwan und den Vereinigten Arabischen Emiraten reisten für die InnoTrans 2016 nach Berlin.
Laut ersten Ergebnissen einer repräsentativen Fachbesucherbefragung zeichneten sich die Fachbesucher auf der InnoTrans durch eine hohe Entscheidungskompetenz aus. Jeder zweite Fachbesucher hat in seinem Unternehmen einen ausschlaggebenden und mitentscheidenden Einfluss bei Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen. Dies spiegelte sich auch in der hohen Anzahl der Geschäftsabschlüsse wider. 90 Prozent der Fachbesucher würden die Messe weiterempfehlen.
127 Schienenfahrzeuge konnten die Fachbesucher auf dem Frei- und Gleisgelände begutachten. Führende Branchenhersteller aus dem In- und Ausland nutzten die Messe, um ihre neuesten Fahrzeuge erstmalig der Weltöffentlichkeit zu präsentieren oder symbolisch an ihre Kunden zu überreichen.
Alstom stellte auf dem Frei- und Gleisgelände beispielsweise seinen neuen Regionalzug Coradia Lint mit Brennstoffzellenantrieb vor. Siemens zeigte mit dem Hochgeschwindig-keitszug "Velaro Türkei" und mit der Untergrundbahn "Metro Riad" zwei Weltpremieren. Johannes Max-Theurer, Geschäftsführer von Plasser & Theurer, übergab ein neues Tunnelinspektionsfahrzeug der Baureihe 705.1 an Dr. Roland Bosch, Produktions-vorstand der DB Netz AG.
Stadler präsentierte im Beisein des CEO der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Andreas Meyer, sowie Peter Spuhler, Group CEO und Eigentümer von Stadler, den neuen Eurocity-Zug EC250 "Giruno". Mercedes-Benz Special Trucks stellte seinen neuen Zweiwege-Unimog vor (Pressemeldung Messe Berlin, 26.09.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Weniger als 250 km/h auf der Rheintalbahn bringt keinen besseren Lärmschutz
"Das Ziel ist eine schnelle Zugverbindung auf der Rheintalbahn. Um mit dem ICE in 90 Minuten von Karlsruhe nach Basel zu kommen, müssen die Personenzüge bis zu 250 Stundenkilometer schnell fahren. Nur so können wir den Takt auf der gesamten Strecke um eine halbe Stunde verkürzen. Eine geringere Geschwindigkeit der Personenzüge im Abschnitt Müllheim-Auggen würde diesen Takt verhindern, für den Lärmschutz dort aber nichts bringen. Denn nicht die ICE-Personenzüge sondern die ohnehin schon langsamen Güterzüge sind die Hauptlärmquelle", so eine Sprecherin des Verkehrsministeriums. Anlass war ein Treffen mit Vertretern der Deutschen Bahn und des "Bürgerbündnis Markgräflerland" am Donnerstag, 22. September 2016. Erörtert wurde der Ausbau der Rheintalbahn im Bereich Müllheim-Augen und die Forderung des Bürgerbündnisses nach langsameren und damit leiseren Personenzügen.
Die Bahn erläuterte in dem Gespräch ausführlich, warum sie mit dem ICE auf ein-zelnen Streckenabschnitten bis zu 250 km/h schnell fahren muss. Die Sprecherin dazu: "Die Verbesserungen beim Ausbau der Rheintalbahn sind im Projektbeirat einstimmig unter Einbeziehung der Vertreterinnen und Vertreter der Region und der Bürgerinitiativen beschlossen worden. Damit konnten zentrale Forderungen aus der Region erfüllt werden. Selbst mögliche Einsparungen in Folge der Änderungsvorschläge der Bürgerinitiativen würden nicht ausreichen, um eine Tieferlegung der Gleise zu finanzieren. Auch wirtschaftlich wäre dieses Konzept nicht tragbar." Klar wurde vor allem, dass nicht die Personenzüge, sondern vor allem die Güterzüge zu laut seien. Von 2020 an soll es ein Verbot lauter Güterzüge geben.
Die Beteiligten einigten sich darauf, ein neues Schallgutachten anzufertigen, dem andere Voraussetzungen zu Grunde gelegt werden: So solle der BVWP 2030 Ausgangslage sein, in dem nach derzeitigem Stand weniger Güterzüge prognostiziert sind. Derzeit ist der BVWP 2025 zu Grunde gelegt, da dieser den aktuell rechtlichen Rahmen darstellt. Weiterhin soll in dem Schallgutachten mit bis zu 100 Prozent neuen und leiseren Güterzügen auf der Strecke gerechnet werden. Dieses Gutachten könne Ausganslage für eine neue Diskussion um die Höhe der Schallschutzwände sein.
Der Neu- und Ausbau der Rheintalbahn ist laut Grundgesetz eine Aufgabe des Bundes, nicht des Landes. Bei der Finanzierung stehe deshalb primär der Bund, bei der Planung die Deutsche Bahn in der Verantwortung. Der Bund hat im aktuellen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) festgelegt, dass die Rheintalbahn für 250 Stundenkilometer ausgebaut werden soll. Sollte dies geändert werden, hätte nur der Bund die Kompetenz, dies im BVWP zu ändern.
Vertreter des Verkehrsministeriums waren in der Vergangenheit mehrmals auf die Deutsche Bahn zugegangen, mit der Bitte zu prüfen, ob der Ausbau im Bereich Müll-heim-Auggen für eine Zuggeschwindigkeit von weniger als 250 km/h möglich sei. "Für uns ist die Politik des Gehörtwerdens Richtschnur für unser Handeln. Doch wir können die Regeln der Physik nicht aufheben. Die Bahn hat heute nachvollziehbar erläutert, warum die ICE-Züge 250 Stundenkilometer schnell fahren müssen. Obwohl die Forderungen aus Mülheim-Auggen nach einer anderen Trassenführung sehr spät in den Projektbeirat eingebracht wurden, konnten auch in diesem Bereich noch Verbesserungen erreicht werden. So wurde unter anderem den Anwohnern an der durch ein wenig bewohntes Gewerbegebiet führenden Strecke Vollschutz gegen den Lärm zugesagt. Die Landesregierung hat insgesamt bereits großes – auch finanzielles – Engagement für das gemeinsame Ziel eines menschen- und umweltfreundlichen Ausbaus der Rheintalbahn gezeigt", so die Sprecherin abschließend (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 26.09.16).

RechteckBW: Zehn Jahre Westfrankenbahn
Ein Jahrzehnt ist die Westfrankenbahn zwischen Main und Tauber in Bayern und Baden-Württemberg unterwegs. Am Samstag, 24. September, feierte sie im Kloster Bronnbach ihr zehnjähriges Jubiläum zusammen mit ihren Mitarbeitern und Gästen aus Politik und Verwaltung.
Den Auftakt zur Jubiläumsfeier bildete die Einweihung und offizielle Inbetriebnahme der barrierefrei ausgebauten Verkehrsstation "Kloster Bronnbach".
Anlässlich des Festaktes im Kloster betonte Dr. Jürgen Dornbach, Deutsche Bahn AG, Sprecher der Geschäftsführung RegioNetze, die Verwurzelung in der Region: "Seit zehn Jahren ist die Westfrankenbahn verlässlicher Partner für die Fahrgäste und die Besteller. In dieser Zeit hat sie als mittelständisches Unternehmen und "als Bahn vor Ort" mit innovativen Marketingideen und kurzen Entscheidungswegen den Nahverkehr in der Region Schritt für Schritt modernisiert und kundenfreundlicher gestaltet. Ganz wesentlich beigetragen hat dazu das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort.
"Verkehrsminister Winfried Hermann MdL machte auf erzielte Verbesserungen aufmerksam: "Die Westfrankenbahn hat zehn erfolgreiche Jahre hinter sich, in denen es zu deutlichen Verbesserungen kam, wie beispielsweise dem barrierefreien Ausbau von Stationen wie hier in Bronnbach. Es ist erfreulich, dass heute auch mal eine kleinere Station frisch saniert übergeben werden kann. Das Modell der RegioNetze veranschaulicht, dass eine regionalausgerichtete Sichtweise auf die Infrastruktur zielführend ist."
Seit Fahrplanwechsel im Dezember 2015 erbringt die Westfrankenbahn auch die Verkehrsleistungen auf der Kahlgrundbahn zwischen Hanau und Schöllkrippen. Hier war sie im Rahmen der europaweiten Ausschreibung erfolgreich.Die Westfrankenbahn fährt jährlich rund 3,4 Millionen Zugkilometer auf einem 371 Kilometer langen Liniennetz. Ihre 350 Mitarbeiter sind zudem verantwortlich für 201 Kilometer eigene Infrastruktur, 50 Bahnhöfe und Haltepunkte, vier eigene Vertriebsstellen und eine Werkstatt (Pressemeldung Deutsche Bahn, Ministerium für Verkehr, 26.09.16).

RechteckHessen: NVV will Call-Center für bedarfsgesteuerte Verkehre einrichten
Die Verkehrsverbund und Fördergesellschaft Nordhessen mbH (NVV Nordhessischer Verkehrsverbund) hat im Amtsblatt der Europäischen Union eine Vorinformation zu Aufbau und Betrieb einer NVV-Vermittlungszentrale für bedarfsgesteuerte Verkehre (Interessenbekundungsverfahren) veröffentlicht (2016/S 185-331850).
Der NVV sucht ein adäquates Unternehmen, das eine Vermittlungszentrale für die Vermittlung von bedarfsgesteuerten Verkehren (Anrufsammeltaxi, Rufbus, Mobilfalt) und die Beantwortung telefonischer Anfragen zum ÖPNV nach Art eines "Call-Centers" aufbaut und betreibt. Zu den Aufgaben dieser Vermittlungszentrale gehören:
— Annahme, Buchung und Disposition der Fahrtwünsche, sowie der Änderungen und Stornierungen (auch von online gebuchten Fahrten);
— Annahme und Bearbeitung von Beschwerden;
— Abfrage der erforderlichen Daten beim Fahrtwunschbesteller;
— Bestätigung bzw. Widerruf der Durchführbarkeit des Fahrtwunsches gegenüber dem Besteller/Fahrgast;
— Ermittlung der Fahrtroute unter wirtschaftlichen Aspekten;
— Beauftragung des Fahrdienstleisters über die Fahrtbestellung;
— Abfrage der erforderlichen Daten beim Fahrtanbieter bei Mobilfalt-Fahrten;
— Übermittlung aller erforderlichen Daten an den Fahrdienstleister;
— Bereitstellung von Statistikdaten für zeitnahe Analysen (Quelle EU-Amtsblatt, 26.09.16).

RechteckNRW: Mehr Sitzplätze für Pendler im vareo-Netz

Ab sofort stehen im vareo-Netz mehr Sitzplätze zur Verfügung. Die über 1.000 zusätzlichen Plätze sollen vor allem den Pendlern in den Hauptverkehrszeiten zugutekommen - insbesondere auf der Eifestrecke Köln – Trier (RE 22 und RB 24) und der Oberbergischen Bahn Köln – Gummersbach (- Meinerzhagen) (RB 25).
Um das Platzangebot zu erweitern, wurden insgesamt neun Züge des Typs LINT 54 aufwändig umgebaut. Die ursprünglich zweiteiligen Triebwagen erhielten jeweils ein zusätzliches Mittelteil mit 120 Sitzplätzen. Durch die Verlängerung um 27 Meter sind die Fahrzeuge nun identisch mit den dreiteiligen LINT 81, die bereits im vareo-Netz fahren. Die komplette Flotte besteht damit aktuell aus 49 dreiteiligen Zügen mit je 300 und neun zweiteiligen mit je 180 Sitzplätzen.
"Durch den Umbau stehen uns mehr große Fahrzeuge zur Verfügung, die wir in den Hauptverkehrszeiten zu Doppeleinheiten mit 600 Sitzplätzen zusammensetzen können", erklärt Dirk Helfert, Leiter des Verkehrsbetriebs Rheinland von DB Regio NRW. "Damit können wir vor allem den Pendlern in den stark frequentierten Zügen von und nach Köln mehr Platz bieten. Schließlich soll der Arbeitsweg möglichst stressfrei sein – und dazu gehört ein Sitzplatz."
Die Kapazitätserweiterung wurde durch den Nahverkehr Rheinland (NVR) finanziert. "Mit dem Umbau leisten NVR und DB Regio einen weiteren Beitrag, um die Qualität im Kölner Dieselnetz insbesondere in den pendlerintensiven Hauptverkehrszeiten zu erhöhen. Neben mehr Komfort für unsere Kunden erwarten wir uns durch den schnelleren Fahrgastwechsel auch eine höhere Pünktlichkeit", so Heiko Sedlaczek, Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH.
Anfang 2015 hatte die NVR-Verbandsversammlung die Finanzierung der Umbaumaßnahmen beschlossen, anschließend hatte der Fahrzeughalter DB Regio die Arbeiten beim Hersteller Alstom in Auftrag gegeben. "Alstom hat den Umbau schneller umgesetzt, als im Zeitplan vereinbart war. Für die gute und schnelle Arbeit bedanke ich mich", so Sedlaczek weiter (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.09.16).

RechteckSachsen-Anhalt: Weitere Fördermittel für Magdeburgerforth
Das Land Sachsen-Anhalt stellt in diesem Jahr noch einmal rund 31.500 Euro für den Erhalt der historischen Bahnstrecke bei Magdeburgerforth (Landkreis Jerichower Land) bereit. "Mit der erneuten Landesförderung wollen wir die ehrenamtliche Arbeit würdigen, das Vereinswesen unterstützen und zugleich helfen, eine regionale Tradition zu bewahren", sagte Sachsen-Anhalts Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel, bei der Übergabe des Fördermittelbescheides an den Traditionsverein Kleinbahn des Kreises Jerichow I e.V.
Damit unterstütze das Land die Arbeit derer, die sich kontinuierlich für den Erhalt dieses technischen Denkmals einsetzten, wovon letztendlich auch die Tourismusbranche in der Region profitiere, betonte Webel.
Mit dem neuen Fördergeld sollen Kauf und Transport einer funktionstüchtigen Kleinbahnlok finanziell unterstützt werden. Außerdem erhält die Lok davon eine neue Druckluftbremse und weiteres Zubehör.
Für die Erhaltung des Andenkens an die Burger Schmalspurbahn brauche man Enthusiasten, wie sie hier am Werk sind, lobte Webel das Engagement der rund 50 Vereinsmitglieder. Technische Denkmäler gehörten zum kulturellen Erbe des Landes, das gepflegt werden müsse, fügte er hinzu.
Das Land Sachsen-Anhalt hat für den Erhalt bereits in den Vorjahren Fördermittel bereitgestellt: 2008: rd. 4.300 Euro 2009: rd. 9.900 Euro 2011: rd. 33.500 Euro 2012: rd. 23.400 Euro 2013: rd. 50.000 Euro 2014: rd. 71.400 Euro 2015: rd. 34.000 Euro (Pressemeldung Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, 26.09.16).

RechteckSachsen: Deutsche Bahn modernisiert Infrastruktur im Eisenbahnknoten Ruhland
Am Sonntagmorgen (25. September) wurde der Streckenabschnitt Ruhland―Hosena wie geplant wieder für den Zugverkehr freigegeben. Die Züge der RE-Linie 15 Hoyerswerda - Ruhland - Priestewitz - Dresden und der S-Bahn-Linie S 4 Hoyerswerda - Ruhland - Leipzig fahren wieder auf ihrer regulären Route.
Mit Abschluss der ersten Bauphase wurden im Bahnhof Ruhland neben dem Neubau der ersten von zwei Brücken über die Bernsdorfer Straße elf Weichen und die anschließenden Gleisbereiche erneuert, neue Oberleitungsmaste errichtet und die Fahrleitung angepasst. Im Bahnhof Schwarzbach wurden am Bahnübergang die Gleiseindeckung und die Straße im Kreuzungsbereich sowie die gesamte Oberleitung erneuert.
Bis Ende Juni wurden für die erste Brücke zwei Stahlüberbauten eingehoben und im Anschluss daran die Brücke fertig gestellt. Der Bau der zweiten Brücke über die Bernsdorfer Straße beginnt nach dem Einrichten eines weiteren Bauzustandes und der Sperrung des Gleises 2 ab 25. September. Hier wird bis Oktober 2017 der erste Überbau fertiggestellt. Da die Gleise auf dieser Brücke wegen des Anschlusses an die BASF nicht gesperrt werden können, erfolgen die Arbeiten unter ständiger Aufrechterhaltung des Eisenbahnbetriebs, so dass die Fertigstellung des gesamten Brückenvorhabens erst in 2018 erfolgen wird. Dann ist auch der Straßenausbau mit Absenkung der Fahrbahn abgeschlossen. Bis dahin wird es durch die halbseitige Verkehrsführung mit Ampelregelung weiterhin zu Beeinträchtigung im Straßenverkehr kommen.
Zur Erneuerung der Bahnsteige im Bahnhof Ruhland erfolgten für den zukünftigen Zugang Arbeiten am künftigen Personentunnel. Es wurden Fertigteile eingebracht und vor Ort montiert. Derzeit werden die neuen Treppenzugänge aufgebaut und die Schachtanlagen für die Aufzüge errichtet. Danach erfolgt der Aufbau des ersten Teils der neuen Bahnsteige und des neuen Bahnsteigdaches.
Während der Bauarbeiten kommt es teilweise zu erhöhten Lärmbelästigungen für Anwohner. Für die Unannehmlichkeiten entschuldigt sich die Deutsche Bahn bei den Anwohnern und bittet um Verständnis.
Bis 2019 modernisiert die Deutsche Bahn in neun Bauphasen die Infrastruktur im Eisenbahnknoten Ruhland und rüstet diese auf elektronische Stellwerkstechnik um. Modernisiert werden unter anderem Gleisanlagen für den Personen- und Güterverkehr, die Eisenbahnbrücken über die Bernsdorfer Straße, Signal-, Leit- und Sicherungstechnik sowie Oberleitungen. Weiterhin wird der Bahnhof Ruhland umfassend und barrierefrei ausgebaut. Mittelbahnsteige werden erneuert, Blindenleiteinrichtungen integriert und der Personentunnel neu gebaut. Die Bahnsteige erhalten Aufzüge und einen neuen Zugang vom Bahnhofsvorplatz. Insgesamt investieren die Deutsche Bahn und der Bund rund 70 Millionen Euro in die Modernisierung des Eisenbahnknotens Ruhland (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.09.16).

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTag der Eisenbahn in Cheb



Am 24.09.16 war in Cheb Tag der Eisenbahn. Es fuhren sehr viele Sonderzüge von Cheb nach Aš, Karlovy Vary, Mariánské Lázně, Plesná und Luby u Chebu.
Die Fotos zeigen 434 2186 und 354 195 (11304) mit einer Doppelstockeinheit bei Františkovy Lázně, PN 52028 mit 534 0323 und T669 0001 bei Vojtanov, 354 195 und 464 008 (11303) bei Tršnice, 434 2186 und 354 195 (11304) mit einer Doppelstockeinheit bei Vojtanov, M240 0100 und M262 1043 (11213) bei Tršnice und T435 0145 (11315) in Třebeň (Alexander Hertel, 26.09.16).

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LOK Report 08/16

LOK Report Ausgabe 10/16

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Mit der Kamera notiert

RechteckHarzvorland

Am Abend des 24. September 2016 konnte zunächst Erixx 622 708 am nördlichen Einfahrsignal in Schladen auf dem Weg nach Goslar beobachtet werden. Deutlich lauter wurde es später dann bei Stapelburg, als HVLE 250 009 - im Einsatz für die Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter - mit ihrem Stahlzug die lange Steigung zum Zielort Ilsenburg bewältigte (Sebastian Bollmann, 26.09.16).

RechteckNebenbahn Kassel-Korbach

Gut läuft es auf der Nebenbahn Kassel-Korbach, deren Personenverkehr über Jahrzehnte nur im Anhang der Militärbahn nach Wolfhagen überlebt hatte. Historisch als Teil einer Fernverbindung Kassel - Köln gebaut, war sie aber eine ländliche Erschließungsbahn. Die großen Speicherhäuser am Bahnhof Zierenberg künden heute noch davon, wenngleich der Güterverkehr auf die Straßen verlagert worden ist: Rüben für „Nutella“ und Kohlköpfe für „Mildessa“.
Die andere Erschließungsfunktion lebt wieder auf: Schülerverkehr, Pendler, Anschlusszüge zum ICE-Bahnhof und Fahrten ins regionale Oberzentrum Kassel: Links der Regionalexpress nach Wilhelmshöhe, in der Mitte der RE nach Korbach und rechts die Regiotram nach Kassel Hbf. (Dr. Klaus-Peter Lorenz, 26.09.16).

RechteckSeddin

Am 20.09.2019 war die MEG 155 049-0 auf Probefahrt von Dessau in Seddin. Hier beim wenden in Seddin-Süd (Ingo Wlodasch, 26.09.16).

RechteckWiederitzsch

In Wiederitzsch konnten TXL 182 572 & TXL 189 997 mit 43145 Rostock Seehafen - Verona, 120 157 mit IC 2911 Leipzig - München, Press 346 019 und 185 072 mit 51659 Engelsdorf - Röblingen fotografiert werden (Torsten Liermann, 26.09.16).

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Europa

RechteckFrankreich: Belfort, die Tote Stadt

Foto Cédric Perrin, Sénateur du Territoire de Belfort, auf Twitter.
Geschlossene Geschäfte und der Eindruck einer "Toten Stadt": Zur Unterstützung der etwa 400 Angestellten der von der Schließung bedrohten Produktion des Alstom-Werks in Belfort versammelten sich am 24.09.16 etwa 3500 bis 5000 Menschen vor dem Rathaus der Stadt, um gegen die Schließung zu protestieren.
Unter dem Motto "Tote Stadt" (Ville morte) und mit Spruchbändern wie "Vereint für Alstom Belfort" (Tous unis pour Alstom Belfort) und "Erhalt der Alsthomer" (Soutien aux Alsthommes) zeigte sich die Bevölkerung solidarisch mit den Angestellten des Werks, in dem 1971 der erste TGV fertig gestellt wurde.
Die Kundgebung zielte darauf ab, die "steigende Wut in Belfort zu zeigen und die Regierung und das Management unter Druck zu setzen", erklärte der Bürgermeister der Stadt mit 50.000 Einwohnern, Damien Meslot (Republikaner).
Dabei fanden einige Umdeutungen der französischen Sprache statt. Aus dem Ausdruck "Standort der Wartung" (Site de maintenance) wurde "Standort der schlechten Behandlung" (Site de maltraitance), denn die Mitarbeiter des Unternehmens und die überwiegende Mehrheit der Bewohner der Stadt glauben, Opfer einer Firmenstrategie zu sein.
"Alstom kann nicht, darf nicht aufhören, das ist nicht möglich", wird die 65-jährige Marie-Louise zitiert, deren Familienmitglieder seit 43 Jahren für Alstom arbeiten. Und ein Mitarbeiter des Consulting-Büros PSA sagt, aus Solidarität gekommen zu sein, weil "Alstom ein Teil meiner Familiengeschichte ist". Er fügt hinzu, dass die Präsidentschaftswahlen bald kommen werden.
Marie-Guite Dufay (PS), Präsidentin der Region Bourgogne-Franche-Comté, ist ergriffen, als sie das Mikrofon ergreift: "Nicht für Meslot (Bürgermeister der Republikaner in Belfort), geschweige denn für die Sozialisten, aber mit den Arbeitern im Kampf" begeht sie diese Veranstaltun.
Weitere Entscheidungen werden Anfang der Woche fallen, wenn am 26. und 27.09.16 der Gesamtbetriebsrat von Alstom tagt und am 27.09.16 die 900 Angestellten aller Alstom-Werke in Streik gehen werden. Die Belforter Angestellten werden sich in einem von den Gewerkschaften (CFE-CGC, CGT, CFDT, FO) gechartertem TGV versammeln (WKZ, Franz A Roski, Quelle Dernières Nouvelles d'Alsace, Le Monde, 26.09.16).

RechteckNorwegen: Norconsult plant Elektrifizierung der Trønder- und Meråkerbanen
Das norwegische Eisenbahninfrastrukturamt Jernbaneverket hat das Consulting-Unternehmen Norconsult nach einer Ausschreibung mit der Entwicklung des technischen Designs für Übergangsbrücken, Brücken und Tunnel im Projekt zur Elektrifizierung der Trønder- und Meråkerbanen als Berater ausgewählt.
Sechs von sieben präqualifizierten Bewerbern haben Angebote abgegeben. Der Vertrag hat einen Wert von 15 Mio. NOK. Projektleiter Jarle Bygd von Jernbaneverket bezeichnete dies als "Verdoppelung dessen, was normal ist".
Die Aufgabe, ingenieurtechnische Maßnahmen für Übergangsbrücken und Tunnel zu entwickeln, muss in Einklang mit der Errichtung der Elektrifizierung der Trønder- und Meråkerbanen erfolgen. Insgesamt ist es notwendig, konstruktive Maßnahmen für 66 zu elektrifizierende Übergangsbrücken zu etablieren. Typische Maßnahmen sind der Abriss der alten Brücken und deren Neubau, die Erhöhung der bestehenden Brücken und die Montage von Schutzschirmen am Geländer. Darüber hinaus besteht ein Bedarf für die nachhaltige Erweiterung von vier Tunnels und die Befestigung der Fundamente von 16 Eisenbahnbrücken.
Die Elektrifizierung der Trønder- und Meråkerbanen soll im Frühjahr 2017 beginnen und bis 2023 abgeschlossen sein. Zwischenschritte sind Stavne - Leangen (2017-2018), Trondheim - Stjørdal (2018-2019) sowie Stjørdal - Steinkjer und Hell-Storlien (2019-2021) (WKZ, Michael Laudahn, Quelle Jernbaneverket, 26.09.16).

RechteckÖsterreich: Bombardier ist Bestbieter für neue ÖBB-Nahverkehrszüge
Die ÖBB möchten ihren Fahrgästen moderne, sichere und komfortable Züge bieten. Das erfordert eine regelmäßige Erneuerung des Fuhrparks und entsprechende Investitionen. Derzeit läuft ein Vergabeverfahren für eine Rahmenvereinbarung zur Lieferung von modernen Elektrotriebwagen. Diese sollen im Nah- und Regionalverkehr eingesetzt werden. Der Gegenstand der Rahmenvereinbarung ist die Lieferung von Elektrotriebwagen für den Personennahverkehr von ca. 75 Metern (bis zu 150 Stück) und ca. 100 Metern Länge (bis zu 150 Stück).
Die Angebotsfrist endete am Montag, dem 19. September 2016. Heute wurde von den ÖBB der Bestbieter ermittelt: Es handelt sich um Bombardier Transportation. Alle Bieter wurden bereits informiert. Mit der Zustellung der Mitteilung an den Ausschreibungsgewinner hat gleichzeitig eine 10-tägige Stillhaltefrist begonnen. Danach erfolgt die endgültige Vergabe.
Nach dem Ende der Stillhaltefrist werden die ÖBB Näheres zum Verfahren bekanntgeben. Im Sinne einer größtmöglichen Transparenz können zum jetzigen Zeitpunkt aber bereits folgende Informationen zur Verfügung gestellt werden:
• Warum wurde die Ausschreibung notwendig? Die Ausschreibung war aus mehreren Gründen notwendig: Die Anzahl der Fahrgäste steigt, während Teile der Bestandsflotte das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Gleichzeitig möchten die ÖBB barrierefreie Züge gewährleisten. Daher werden zur Fuhrparkerneuerung im Nah- und Regionalverkehr in den nächsten 10 bis 15 Jahren bis zu 300 neue Fahrzeuge benötigt. Zudem sichern sich die ÖBB mit der Neuausschreibung das derzeit beste wirtschaftliche Angebot am aktuellen Herstellermarkt.
• Wie viele Züge sollen insgesamt beschafft werden? Zur Fuhrparkerneuerung im Nah- und Regionalverkehr werden in den nächsten 10 bis 15 Jahren bis zu 300 neue Fahrzeuge benötigt.
• Wie hoch ist das Gesamtinvestitionsvolumen? Das Gesamtvolumen der Rahmenvereinbarung beträgt maximal rund 2 Mrd. €. Es besteht jedoch keine Abnahmeverpflichtung.
• Welche Kriterien waren für die Entscheidung ausschlaggebend? Die hohen technischen und Fahrgast-relevanten Qualitätsstandards sind über umfangreiche Spezifikationen sichergestellt, die eigentliche Entscheidung erfolgt nach dem Bestbieterprinzip.
• Warum haben sich die ÖBB für diese Art des Verfahrens entschieden? Die ÖBB haben nach europäischem Vergaberecht die Ausschreibung europaweit bekannt gemacht und in den letzten sechs Monaten ein faires und transparentes Verfahren nach internationalen Maßstäben durchgeführt. Die europäischen Schienenfahrzeughersteller haben sich engagiert an dem Verfahren beteiligt.
• Gibt es eine Abnahmepflicht für eine bestimmte Anzahl an Zügen? Nein, eine Abnahmepflicht besteht nicht. Konkrete Abrufe aus der Rahmenvereinbarung können nach Bedarf während der gesamten Laufzeit von maximal 10 Jahren erfolgen.
• Wann und wo werden die ersten neuen Züge eingesetzt? Die ersten 21 neuen Züge mit einer Länge von ca. 100m werden voraussichtlich ab April 2019 in Vorarlberg zum Einsatz kommen. Das bringt eine hohe Steigerung der Sitzplatzkapazität: sie erhöht sich durch den Einsatz von 100m-Elektrotriebwagen um rund 40% (Pressemeldung ÖBB Österreichische Bundesbahnen-Holding AG, 26.09.16).

RechteckÖsterreich: ICE fährt über verlorene Zugtür

Bilder des Zuges, der seine Tür verloren hat, auf der Rückfahrt Nizza - Moskau, während des Halts in Innsbruck Hbf am 25.09.2016. Fotos GK.
Laut ÖBB-Sprecher hatte ein russischer Zug auf dem Weg von Moskau nach Nizza am 23.09.16 im 3,3 Kilometer langen Stierschweiffeldtunnel nahe der Ortschaft Rassing, Teil der Tunnelkette Perschling auf der Neubaustrecke, eine Tür verloren.
Der ICE 90 (Wien - Hamburg) überfuhr das Hindernis, das sich im Drehgestell verfangen haben dürfte, und wurde gestoppt. Alle 287 Passagiere mussten evakuiert werden, die Umleitung des weiteren Verkehrs lief über die Bestandsstrecke (GK, 26.09.16).

RechteckPortugal: Regierung stoppt die Anmietung spanischer Züge
Die sozialistische Regierung in Portugal hat beschlossen, dass der portugiesische Bahn-betreiber Comboios de Portugal (CP) keine weiteren Züge mehr von der Renfe anmieten darf. Wie spanische und portugiesische Zeitungen berichten, erfolgt die Entscheidung unmittelbar nach der Entgleisung im spanischen Bahnhof O Porriño auf der Strecke Vigo - Oporto, bei der der portugiesische Lokführer des von der Renfe gemieteten CP-Zuges getötet wurde. Die Regierung hat nun angekündigt, nach internen Lösungen zu suchen, um das Angebot in Portugal zu verbessern.
Die Anmietung spanischer Baureihen begann im Jahr 2010 mit 17 Dieseltriebwagen der Reihe 592 für den Regionalverkehr mit Kosten von fünf Mrd. Euro pro Jahr. Laut Verkehrsministerium soll diese bis zur Elektrifizierung der Strecken bei Douro, Minho, Oeste und der Algarve nur zeitlich begrenzt erfolgen. Zwischen 2012 und 2015 ist auch die Nachfrage im Fernverkehr um 17,2% gestiegen, so dass weitere vier oder fünf spanische S-120 angemietet werden sollten, die 250 km/h schnell und für beide Stromsysteme ausgerüstet sind. Hinzu kommt, dass die CP wegen der unerfreulichen Entscheidung der Regierung betreffend das Modernisierungsprogramm der Alfa Pendular in zusätzliche Schwierigkeiten gerät.
Bezüglich des Einsatzes der spanischen Reihe S-120 beantwortete das Büro des portugisischen Ministers für Planung und Infrastruktur, Pedro Marques, eine Anfrage der Kommunistischen Partei PCP wie folgt: "Die Regierung hat beschlossen, mit der Anmietung von Rollmaterial nicht fortzufahren, es wird eine weitere Analyse zur möglichen Verstärkung der Versorgung geben." (WKZ, Jürg Streuli, Quelle ABC, Publico, 26.09.16).

RechteckSchweiz: Bundesrat passt Schwerverkehrsabgabeverordnung an
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 23.09.16 die Tarife für Fahrzeuge, die der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) unterliegen, angepasst. Die neuen Tarife treten am 1. Januar 2017 in Kraft. Damit werden Beschlüsse zur Förderung der Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs umgesetzt, welche der Bundesrat im Grundsatz bereits mit dem Verlagerungsbericht 2015 gefällt hat.
Seit dem 1. Januar 2001 muss jedes Fahrzeug für den Gütertransport mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen, welches auf den Schweizer Strassen verkehrt, die LSVA entrichten. Sie basiert auf dem Verursacherprinzip und wird an der Anzahl gefahrener Kilometer, dem zulässigen Gesamtgewicht und den Emissionen umweltschädigender Substanzen gemäss EURO-Normen des Fahrzeugs bemessen. Zurzeit gibt es drei Abgabekategorien bei der LSVA.
Die EURO III-Fahrzeuge sind seit 2009 der mittleren, EURO IV- und V-Fahrzeuge seit 2005 bzw. 2006 der günstigsten Abgabekategorie zugeteilt. Neu werden die EURO III-Fahrzeuge in die teuerste Abgabekategorie und die EURO IV- und EURO V-Fahrzeuge in die mittlere Abgabekategorie eingereiht.
Zudem hat der Bundesrat den Rabatt von 10 Prozent für EURO VI-Fahrzeuge aufgehoben, der am 1. Juli 2012 als Anreiz zur Anschaffung solcher emissionsarmer Fahrzeuge eingeführt wurde. Vor dem Hintergrund, dass seit dem 1. Januar 2014 die EURO VI-Norm für die erstmalige Inverkehrsetzung von schweren Neufahrzeugen obligatorisch ist, hat der Rabatt nur noch eine beschränkte Anreizwirkung.
Mit diesen Massnahmen kostet ein Lastwagen- oder Sattelschleppertransport von Grenze zu Grenze im gewichteten Durchschnitt rund 298 Franken LSVA - gegenüber 271 Franken heute. Damit kann die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene weiter gefördert werden. Der Gemischte Ausschuss zum Landverkehrsabkommen Schweiz - EU hat diesen Entscheid am 10. Juni 2016 gutgeheissen (Pressemeldung Pressemeldung Bundesrat, 23.09.16).

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