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LOK Report – Freitag, 20.01.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Güterverkehrskorridor Rotterdam -
Genua wird fit für die Zukunft

Absatzlinie
Brohltalbahn unterstützt
"Koblenz Multimodal Express"

Absatzlinie

SNCB will keine neuen Strecken
oder Bahnhöfe schließen
Absatzlinie
Details zum neuen
West Coast Partnership Franchise

Absatzlinie
Schweden: Generaldirektorin von
Transportstyrelsen entlassen

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sabine und Hansjörg Häusli

LOK Report aktuell

RechteckGroßbritannien: Ausschreibung der HS2-Züge für 2,75 Mrd. GBP gestartet
Das britische Verkehrsministerium und die Gesellschaft High Speed Two (HS2) Limited haben am 20.01.17 mit der regelmäßigen nichtverbindlichen Bekanntmachung (Periodic Indicative Notice, PIN) die Ausschreibung für eine Flotte von bis zu 60 Hochgeschwindigkeitszügen für das britische HS2-Netz gestartet. Weitere Kriterien zur Ausschreibung sollen den interessierten Bietern im Rahmen einer Branchenveranstaltung am 27.03.17 bekannt gegeben werden, dem ein Fragebogen zur Präqualifikation (pre-qualification questionnaire, PQQ) mit weiteren Details folgt.
Die Züge im Wert von 2,75 Mrd. GBP (3,2 Mrd. Euro) sind für eine Geschwindigkeit von 225 mph (362 km/h) vorgesehen. Ab 2026 sollen die Züge mit mehr als 1.000 Sitzplätzen die Städte Manchester, Glasgow, Liverpool, Preston and Wigan anbinden.
Der erfolgreiche Bieter wird außerdem die Wartung im neuen Fahrzeugdepot Washwood Heath in Birmingham übernehmen. An dem Ort ist auch das Kontrollzentrum für HS2 geplant. In Folgeverträgen werden ab dem Jahr 2033 weitere Züge für Phase 2 des Projekts benötigt werden.
Hunderte von Arbeitsplätzen sollen durch die Produktion und Wartung der Züge entstehen. Das gesamte HS2-Programm soll 25.000 Arbeitsplätze und 2.000 Ausbildungsplätze schaffen (WKZ, Quelle DfT, 20.01.17).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBMVI: Güterverkehrskorridor Rotterdam - Genua wird fit für die Zukunft
Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister wird am Freitag (20. Januar 2017) zusammen mit Bahnvorstand Ronald Pofalla und NRW-Landesminister Groschek mit dem ersten Spatenstich den Ausbau der Bahnstrecke Grenze Deutschland / Niederlande - Emmerich - Oberhausen beginnen.
Die Strecke ist Teil des europäischen Güterverkehrskorridors zwischen Rotterdam und Genua. Sie führt weiter über Köln, Karlsruhe und Basel durch den neuen Gotthardt-Tunnel bis nach Norditalien.
Das Projekt umfasst insbesondere den Bau eines dritten Gleises. Mit dem Ausbau werden zudem Bahnübergänge ersetzt und die Strecke mit dem Zugbeeinflussungssystem ETCS ausgerüstet. Lärmschutzmaßnahmen entlasten die Anwohner: Entlang der Strecke entstehen Schallschutzwände auf einer Länge von rund 75 Kilometern.
Enak Ferlemann: Unser Ziel ist, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen. Mit dem Ausbau tragen wir dazu bei, den mit Abstand wichtigsten Güterverkehrskorridor in Deutschland und Europa fit für die Zukunft zu machen. Auch die Kapazitäten für den Fern- und Nahverkehr werden erhöht. Allein der Bund investiert in den Ausbau 750 Millionen Euro. Damit stärken wir die Wirtschaft in der Region und darüber hinaus. Und vom verbesserten Schallschutz profitieren alle Anwohner.
In den kommenden Jahren werden insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro in den Ausbau der rund 73 Kilometer langen Strecke investiert. Der Bundesanteil beträgt rund 750 Millionen Euro, davon rund 51 Millionen Euro Fördermittel für die Transeuropäischen Netze (TEN). Das Land Nordrhein-Westfalen trägt 450 Millionen Euro. Die verbleibende Summe wird anteilig von Bahn und Dritten übernommen.
Die Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen gehört zu insgesamt 13 Schienen-Pilotprojekten in Deutschland, bei denen das digitale Planen und Bauen ("Building Information Modeling", BIM) angewendet wird. Ziel ist es, schneller, besser und günstiger zu bauen. Vorteile sind u.a. die Synchronisierung von Daten, die Vernetzung der Projektbeteiligten und das Planen in fünf Dimensionen - inklusive Terminen und Kosten. Der Bund investiert in die 13 Pilotprojekte rund 20 Millionen Euro (Pressemeldung BMVI, 20.01.17).

RechteckDeutsche Bahn: Neue digitale Services für ICE-Reisende

Fotos Oliver Lang/Deutsche Bahn.

Das Rätseln über die Wagenreihung der ICE-Züge hat ein Ende: Ab sofort zeigt die App DB Navigator die tatsächliche Reihenfolge der ICE-Wagen in Echtzeit. Für die Züge des laufenden Tages werden durch Anklicken des Wagenreihungssymbols in der Fahrplanauskunft die aktuelle Position der einzelnen Wagen in den jeweiligen Gleisabschnitten angezeigt. Im Laufe des Jahres soll die digitale Wagenreihungsanzeige auch für Intercity-Züge verfügbar und dann ebenfalls auf bahn.de abrufbar sein. "Damit ist ein echtes Ärgernis für unsere Fahrgäste beseitigt", sagt DB-Vorstands¬vorsitzender Dr. Rüdiger Grube. "Denn auch bei umgekehrter Wagenreihung bekommt der Kunde nun frühzeitig in jedem Fall genau angezeigt, wo sein Wagen am Bahnsteig halten wird."
Seit dem 1. Januar bietet die Deutsche Bahn (DB) in beiden ICE-Klassen kostenloses WLAN in deutlich verbesserter Qualität an. "Damit haben wir das geliefert, was wir versprochen haben: flächendeckendes WLAN für alle ICE-Reisenden", so Grube. "Ich möchte mich vor allem bei allen Mitarbeitern bedanken, die es durch ihren großen Einsatz ermöglicht haben, innerhalb von nur 16 Wochen rund 250 ICE-Züge mit der neuen WLAN-Technik auszurüsten."
"Wir setzen heute einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Schiene 4.0. Die Bahn als Verkehrsmittel des digitalen Zeitalters! Die Kunden erhalten ein hochattraktives Angebot moderner Mobilität, das den anderen Verkehrsträgern vorausfährt", sagt Bundesminister Alexander Dobrindt.
"Digitale Angebote sind unerlässlich, wenn wir unseren Kunden ein modernes Reiseerlebnis bieten möchten. Allein für WLAN, verbesserte Telefonie und ein neues Unterhaltungsprogramm in der Fernverkehrsflotte investieren wir 120 Millionen Euro", so Grube weiter. Derzeit läuft die Ausrüstung der ICE-Flotte mit neuen Mobilfunkrepeatern in Zusammenarbeit mit den Mobilfunknetzbetreibern. In einem ersten Schritt werden bis Sommer 2017 ältere Repeater in sämtlichen Handybereichen im ICE ersetzt. Insgesamt werden 3.750 Wagen bis Ende 2018 mit der neuen Technik ausgestattet. Sie schafft bestmögliche Empfangsbedingungen für stabile Sprachtelefonie und schnelle Datenübertragung.
Ab Frühjahr wird auch die Unterhaltung im ICE durch eine Kooperation mit dem Video-Streaming-Dienst maxdome verbessert. Über das ICE Portal können die Kunden dann kostenlos 50 Filme und Serien im monatlichen Wechsel schauen.
Für Fragen zum neuen WLAN-Angebot hat die DB die kostenlose Servicenummer 0800 0194194 eingerichtet (täglich von 6:00 bis 22:00 Uhr erreichbar). Die neuen digitalen Anwendungen sind Bestandteil des 2016 gestarteten DB-Qualitätsprogramms "Zukunft Bahn", das die Angebote und Services der Bahn für die Kunden verlässlicher, komfortabler und sympathischer machen soll (Pressemeldung Deutsche Bahn, 20.01.17).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

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• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
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Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Industrie

RechteckBrohltalbahn: Unterstützung für Contargo beim "Koblenz Multimodal Express"

Das Container-Hinterland-Netzwerk Contargo baut sein Bahn-Angebot weiter aus. Seit Januar bietet das Unternehmen eine neue Bahnverbindung zwischen Rotterdam und Koblenz an. Der „Koblenz Multimodal Express“ startet mit einem fixen Fahrplan und zwei Rundläufen pro Woche. Die Brohltalbahn übernimmt für den Fernzug den Zubringerverkehr von Neuwied zum Koblenzer Hafen.
Am 12. Januar 2017 startete der „Koblenz Multimodal Express“ erstmals in Rotterdam. Seither fährt der Zug jeweils montags und donnerstags ab Rotterdam, dienstags und freitags verlässt er Koblenz in die Gegenrichtung. Ankunft ist jeweils am folgenden Tag. In Rotterdam verkehrt der Zug zwischen den Terminals RSC, APMT 1, ECT und Euromax. Eine Verbindung zu den Terminals APMT 2, RWG, RST Nord und Süd ist möglich.
Die Brohltalbahn übernimmt für den im Hauptlauf von Rotterdam nach Frankfurt fahrenden Containerzug die Anbindung des Contargo-Terminals in Koblenz. In Neuwied werden die für Koblenz bestimmten Wagen von einer Lok der Brohltalbahn übernommen und bis ins Terminal transportiert. Mit diesem Verkehr stellt die Brohltalbahn neben dem regelmäßigen touristischen Zugangebot im Brohltal („Vulkan-Expreß“) erneut unter Beweis, dass sie sich erfolgreich am Güterverkehrsmarkt behaupten kann. Der neue Containerzug stärkt dabei den Brohltalbahn-Standort Neuwied, von wo aus auch Zementverkehre und die Bedienung des Ölhafens Bendorf erfolgen (Pressemeldung Brohltal-Schmalspureisenbahn Betriebs-GmbH, 20.01.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Förderprogramm "Regiobuslinien" auch für Unterzentren
Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg erweitert das Förderprogramm "Regiobuslinien" in 2017. Dies verkündete Verkehrsminister Winfried Hermann am 19.01.2017 in Stuttgart: "Das Förderprogramm Regiobuslinien hat sich seit seinem Start im Mai 2015 bewährt. Lücken im Netz des öffentlichen Personennahverkehrs können genau dort, wo es nötig ist geschlossen werden. Um den ländlichen Raum weiter zu stärken, fördern wir jetzt auch die Anbindung von Unterzentren an den SPNV." Förderanträge können damit von den für den Busverkehr zuständigen Stadt-, und Landkreisen sowie dem Verband Region Stuttgart ab sofort auch für die Anbindung von Unterzentren an den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) gestellt werden. 
"Damit kommen wir dem erklärten Ziel eines flächendeckenden Nahverkehrsangebotes im Stundentakt mit Bahn, Bus und Anrufsammeltaxi in Baden- Württemberg wieder einen guten Schritt näher", so Hermann. Das Land übernimmt für die neu einzurichtenden oder auszubauenden Buslinien den hälftigen Finanzierungsanteil des entstehenden Betriebskostendefizits.
Neun hochwertige Regiobuslinien, die Mittelzentren bzw. Flughäfen anbinden und mit dem SPNV verknüpfen, gingen bereits an den Start. Folgende Linien werden vom Land bezuschusst: Bad Krozingen – Breisach, Schiltach – Schramberg – Rottweil, Sigmaringen – Pfullendorf - Überlingen, Calw – Weil der Stadt, Reutlingen – Stuttgart (Flughafen), Kirchheim/Teck – Stuttgart (Flughafen), Leonberg – Stuttgart (Flughafen), Künzelsau – Waldenburg (Bahnhof) und Künzelsau – Bad Mergentheim. Die Busse sind mit Klimatisierung und W-LAN ausgerüstet und verkehren im Stundentakt. Die Betriebszeiten der Regiobuslinien orientieren sich nicht nur unter der Woche, sondern auch am Wochenende an denen des SPNV. Fährt der erste Zug vor 6 Uhr morgens oder nach 23 Uhr abends, so stellt der Regiobus die Anbindung an diesen her. 
Minister Hermann weiter: "Die positiven Erfahrungen und Rückmeldungen aus den Landkreisen, von den Verkehrsunternehmen und den Fahrgästen haben uns ermutigt, das Förderprogramm nun auszuweiten". Die Koalition hatte kürzlich beschlossen das Förderprogramm Regiobuslinien mit bis zu 10 Millionen Euro pro Jahr dauerhaft auszustatten.
Neue Förderanträge können vom 1. März bis 31. Mai 2017 von den zuständigen Aufgabenträgern des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gestellt werden. Die entsprechenden Unterlagen finden Sie hier (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 20.01.17).

RechteckBW: Gesicherten Schülertransport im Kreis Sigmaringen
Nach den jüngsten Verspätungen und Zugausfällen im regionalen Bahnverkehr zwischen Storzingen und Sigmaringen hat sich das Landesverkehrsministerium eingeschaltet, um rasch für Abhilfe zu sorgen. Eine bessere Zuverlässigkeit des Zugverkehrs und rasch wirksame Maßnahmen sollen in Kürze bei einem gemeinsamen Treffen mit allen Beteiligten besprochen werden.
Ein Ministeriumssprecher teilte am Donnerstag in Stuttgart mit, die Pünktlichkeit der Züge und ein sicherer Transport der Fahrgäste seien oberstes Gebot. Deshalb werde in Absprache mit dem Landkreis Sigmaringen ein Runder Tisch mit Vertretern des Landes, der Bahn, der Busunternehmen, der Schulen und der kommunalen Ebene gebildet. Das Land bestelle die Züge und bezahle viel Geld für diese Leistung. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Schüler bei der Kälte warten müssten und die Fahrt zur Schule und zu einem pünktlichen Unterrichtsbeginn höchst unsicher seien, fügte der Ministeriumssprecher hinzu (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 20.01.17).

RechteckBW: Gastgeberverband beklagt Zustand der Bahn Friedrichshafen - Singen
Der Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. begrüßt das entschlossene Handeln der SPD, sich mit einer hochrangigen Delegation von dem beklagenswerten Zustand der Bahnverbindung Friedrichshafen bis Singen einen ersten persönlichen Eindruck zu verschaffen. Es gibt viele Möglichkeiten für sofortige Verbesserungen. Die Öffnung der Wartehallen in den Bahnhöfen Markdorf, Salem, Uhldingen-Mühlhofen um nur wenige zu nennen oder um eine bessere Akzeptanz des Öffentlichen Nahverkehrs bei der einheimischen Bevölkerung zu erreichen, die Anpassung der Fahrentgelttarife an die Modelle des Regio Verkehrsverbund Freiburg oder auch VVB Vorarlberg. Bei einem Jahrestarif von 555 Euro (Freiburg) oder 365 Euro (Vorarlberg) wurden nach Erfahrung, nicht nur dieser zwei Verkehrsverbünde, viele neue Fahrgäste gewonnen.
Dabei sind für den Umweltschutz bedeutende Vorteile ganzjährig und nicht wie beim Projekt Echt Bodensee Card (EBC) nur durch Touristen, wenige Monate in der Hauptsaison, möglich. Warum bei Bündnis 90 / Die Grünen kein Problembewusstsein erkennbar ist bleibt unverständlich. Jedenfalls verschließen sich die Kreistagspolitikerin Hecht-Fluhr und das Martin Hahn (MdL) gefolgt von ihren Gemeinderäten den vernünftigen Argumenten einer nachhaltigen Verbesserung des ÖPNV im Kreis. Anstelle einer nur vermuteten Innovation EBC nachzurennen haben viele Regionen die neuen Erfordernisse der Zeit durch den Vorteil preisgünstiger und sozial verträglicher Tarife für Alle erkannt und umgesetzt. Die GRÜNEN können bei dem Problem einer gravierend schlechten Leistung auf der Bodensee Gürtelbahn durch überaltertes und störanfälliges Zugmaterial nicht einfach wegschauen und wären gut beraten das EBC – Projekt zu beenden, bis attraktive Angebote der Deutschen Bahn und des Verkehrsverbundes bodo umgesetzt sind. Grottenschlecht aber fast umsonst bringt mehr Nach- als Vorteile.
Immerhin hoffen wir auf einen positiven Erkenntnisgewinn bei den Kreistagspolitkern Norbert Zeller und Dieter Stauber, die sich für eine Anpassung der Strecke an die Kundenwünsche des 21. Jahrhunderts wenigstens schon argumentativ stark machen.
Nicht zuletzt bewirken kostengünstige Tarife eine deutlich bessere Binnennachfrage und auch die Möglichkeit durch ersparte Kosten z.B. eine nachhaltige Verbesserung der Altersbezüge durch die Einzahlung freiwilliger Beiträge in die Rentenversicherung zu erreichen. Es bedarf keines eigenen, regionalen e-Fahrgeldmanagement-Systems wenn das Bundesverkehrsministerium nach einer deutschlandweiten Lösung sucht und zahllose Versuche bereits gescheitert sind, zuletzt ein Projekt der Deutschen Bahn.
Es sollte im Kreis und den Gemeinden bekannt sein, dass fast kein Gastgeber im Tarifgebiet bodo den Öffentlichen Nahverkehr unter den heutigen Bedingungen empfehlen kann ohne den Zorn seiner Gäste fürchten zu müssen. Nach einem Ausflug mit der EBC und der Inanspruchnahme von drei Rabattvorteilen, jeweils 50 Cent, werden sie enttäuscht zurückkehren. Selbst die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH muß feststellen, das mehr als drei „Attraktionen“ täglich, mit dem ÖPNV nicht erreichbar sind. Auch das könnten die SPD Bahn - Tester sehr leicht feststellen und der Echt Bodensee Card so wie der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH endgültig das Vertrauen entziehen (Pressemeldung Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V., 20.01.17).

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Farrail Tours

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTermine am Wochenende
Termine am Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (LOK Report, 20.01.17).

RechteckSchneepflug- und Sondereinsatz im Rabenauer Grund




Am Montag, den 09.01.2017 kam aufgrund starker Schneefälle, nach langer Zeit wieder der Schneepflug geführt von der aus Rumänien stammenden L 45 H 084 im Weißeritztal zum Einsatz. Die Bilder zeigen den Zug bei Rabenau. Mit Loks dieses Typs wollte die DR, vor der Wende in der DDR, die Dampfloks auf den 750-mm-Schmalspurbahnen ablösen. Dazu kam es aber nicht mehr. Die heute auf der Weißeritztalbahn eingesetzte Lok kam allerdings erst 2010 von einer stillgelegten rumänischen Schmalspurbahn nach Sachsen.
Vom 5.1. - 8.1. 2017 kam auf Initiative einer privaten Gruppe einer der noch vorhandenen Original-Reichsbahnwagen in den Planzügen auf der Weißeritztalbahn zum Einsatz. Verbunden mit dem herrlichen Winterwetter ermöglichte dies heute nicht mehr alltägliche Aufnahmen im herrlichen Rabenauer Grund. Die wenigen Reisenden müssen künftig wohl mit einem "Anruf-Linientaxi" vorlieb nehmen. Im Regelbetrieb wird man dann nach dem neuen Fahrplan solche Nachtaufnahmen leider nicht mehr machen können.
Anfang Januar 2017 konnte man im Rabenauer Grund ein wahres Wintermärchen erleben. Dies umso mehr, als daß der Start, des mit der (Wieder-)Eröffnung nach Kipsdorf verbunden neuen "Spar-Fahrplanes" auf der Weißeritztalbahn nun offiziell auf 1.3. terminiert ist. Ob dieser Termin gehalten werden kann ist allerdings auch noch fraglich, SDG-intern spricht man auch schon von Ostern.
Der vom VVO Ende Dezember beschlossene Fahrplan (der bei Touristikern und lokalen Politikern der Region nach wie vor für Entsetzen und Proteste sorgt), sieht nur mehr drei Zugpaare auf der Gesamtstrecke vor, von denen zwei bis Kipsdorf durchfahren werden und eines in Dippoldiswalde endet. Dies deutet für den "unteren" Abschnitt durch den wildromantischen Rabenauer Grund eine Reduzierung von bislang sechs (angenäherter 2-Stunden Takt) auf nur noch drei tägliche Zugpaare (Die letzte Abfahrt in Freital, soll schon gegen 15 Uhr sein!).
Ob das dem ohnehin schwächelnden Tourismus in der Weißeritzregion (die Strecke ist das "Sorgenkind" der SDG) zuträglich ist, sei dahingestellt. Bedenklich für die Zukunft stimmt auch, dass der neue Geschäftsführer des VVO kein Freund des SPNV auf den Dampf-Schmalspurbahnen ist (Alexander Bauer, 20.01.17).

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LOK Report 1/17

LOK Report Ausgabe 1/17

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Mit der Kamera notiert

RechteckBurgdorf BE

Am Mittwoch konnte der ICE 4 TZ 9004 mehrmals auf der Stammstrecke Bern - Olten in Burgdorf BE beobachtet werden. Der Zug pendelte mehrmals zwischen Ostermundigen und Riedtwil. Am Nachmittag fuhr dem ICE4 auf Blockdistanz sogar noch ein Dienstzug mit zwei IC2-Steuerwagen sowie einem IC2-Zwischenwagen auf dem Weg von Basel nach Lausanne voraus (Sabine und Hansjörg Häusli, 19.01.17).

RechteckDer Pantograf lebt noch

Der alte Pantograf lebt noch. Am 18. Januar waren zwei Pantografengarnituren im Einsatz. Am Bhf Praha-Holešovice wurden dafür alle Papierfahrpläne entfernt. Neue Zeit nur noch für Webbenutzer (Martin Kubík, 19.01.17).

RechteckRamhorst

Östlich vom Eisenbahnknoten Lehrte nahe der Ortschaft Ramhorst konnten in den Mittagsstunden des 18.01.2017 unter anderem DB 143 558 mit Schwestermaschine in Richtung Peine sowie 189 156 mit einem Ganzzug aus Kesselwagen in der Gegenrichtung beobachtet werden (Sebastian Bollmann, 19.01.17).

RechteckRheinland um Sechtem Teil 3

Hier fährt die BLS doch eher selten: BLS-Vectron 402 hinter Brühlund vor Sechtem in Richtung Süden. Mein persönliches ersten Zebra-Streckenfoto im Rheinland: Locomotion 185 661 vor einem südwärts fahrenden EKOL-Containerzug zwischen Brühl und Sechtem. 189 286 vor einem nordwärts fahrenden Containerzug. Wieder die bekannte Leergarnitur der Übergabe zu Rasselstein in Andernach auf dem Rückweg ins Ruhrgebiet hinter Sechtem (Hanno Fabian, 18.01.17).

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Tanago

Europa

RechteckBelgien: Francophon-flämischer Rassismus gefährdet Rangierbetrieb
Ein Zwischenfall zwischen einem stellvertretenen Bahnhofsvorsteher und einem Rangierer im Bahnhof Forest-Voitures hat "Missverständnisse" unter den Mitarbeitern ausgelöst. Die Gewerkschaft CGSP-Cheminots spricht von "Sicherheitslücken" und "belgisch-belgischem Rassismus."
Im Rangierbahnhof Forest-Voitures, südwestlich vom Gare du Midi in Brüssel, herrscht belgischen Medien zufolge aufgrund mehrerer Vorfälle derzeit ein "völliges Unverständnis", der "Zorn donnert" laut der Zeitung L'Avenir.
Ein Rangierer hatte am 14.01.17 ein Koppelmanöver zwischen neun Doppelstockwagen und einer elektrischen Lokomotive mit einer Gesamtlänge von 262 m durchzuführen. Diese Manöver dauern Gewerkschaftskreisen zufolge in der Regel 2 bis 2 1/2 Stunden und erfordern Konzentration und Aufmerksamkeit.
Aber der stellvertretende Leiter des Rangierbahnhofs verlangte die Durchführung mehrerer Umsetzungen gleichzeitig, worauf sich der Rangierer "in Gefahr" fühlte. Unter Hinweis auf die Vorschriften zur Eisenbahnsicherheit, weigerte er sich, seine Arbeit fortzusetzen. Er wurde darauf hin von seinem Bereichsleiter nach Hause geschickt und musste seinen Posten unter Zwang verlassen. Der Bereichsleiter verschärfte den Konflikt anschließend noch und sagte: "Sie sollten zur Arbeit nach Flandern kommen. Dort lernen Sie, was wahre Arbeit ist!"
Für den 18.01.17 wurde von der SNCB ein gemeinsamer Ausschuss zur Klärung des Sachverhalts einberufen, der "eine Chance für den sozialen Dialog" darstellen soll (WKZ, Quelle L'Avenir, 20.01.17).

RechteckBelgien: SNCB will keine neuen Strecken oder Bahnhöfe schließen
Die SNCB hat keine Pläne, erneut Linien, Bahnhöfe oder Haltestellen zu schließen, sagte der Bundesminister für Mobilität, François Bellot, in einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage des Abgeordneten Marco Van Hees von der Arbeiterpartei PTB.
"Die Bahnverkehr bleibt ein wesentlicher Bestandteil, um den Mobilitätsbedürfnissen der Bürger gerecht zu werden. Dies schließt nicht aus, dass der Betrieb so weit wie möglich an die Nachfrage angepasst und die Organisation zur Aufrechterhaltung des Betriebs innerhalb der Grenzen der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel so effektiv wie möglich gehalten wird", sagte der Minister.
Innerhalb der letzten zehn Jahre wurde nur der Halt Zwankendamme im Dezember 2014 aufgelöst. Dagegen wurden 18 neue Halte gebildet: Athus, Halanzy, Messancy, Aubange, Evergem, Hergenrath, Diesdelle, Beervelde, Mortsel-Liersesteenweg, Noorderkempen, Simonis, Bruxelles-Ouest, Beringen, Zonhoven, Hamont, Germoir, Tour et Taxis und Arcades.
Von den 33 im Jahr 2015 zur Schließung vorgeschlagenen Bahnhofsschaltern wurden bisher 28 geschlossen. Für fünf Schalter steht die Schließung noch aus. Bis 2020 wird es aber keine neuen Vorschläge zur Schalterschließung geben (WKZ, Quelle La Capitale, 20.01.17).

RechteckGroßbritannien: Details zum neuen West Coast Partnership Franchise

Die britische Regierung hat am 19.01.17 weitere Details zum neuen "West Coast Partnership Rail Franchise" bekannt gegeben, das die bestehenden Inter-City-West-Coast-Dienste (ICWC) mit der Entwicklung und Einführung von Diensten auf der Hochgeschwindigkeits-strecke High-Speed 2 (HS2) kombinieren soll.
Das Ministerium für Verkehr hat für interessierte Bewerber den Prospekt "The West Coast Partnership" veröffentlicht, der auch den vorgesehenen Zeitplan zum Bieterverfahren und die vorgesehenen Abläufe enthält: Ab 2019 Verbesserungen auf dem heutigen Franchise Inter City West Coast, ab 2019 Entwicklung der HS2-Dienste und Vorbereitung einer weichen Einbindung der ICWC-Dienste und ab 2026 glatte Einführung der HS2-Dienste mit Rekonfiguration der ICWC-Dienste und der Vorbereitungen zur Verlängerung der HS2 nach Nordwest und Nordost.
Die Bieter sollen nicht nur die bestehenden ICWC-Dienste verbessern, sondern auch eigenverantwortlich die Einbindung der HS2 in zukünftige Franchises fördern. Dabei stehen die Zufriedenheit der Fahrgäste, die Erhöhung der Leistung, die Einführung neuer Ticketing-Technologien, soziale Verantwortung und ein verbesserter Zugang für eine alternde Gesellschaft im Mittelpunkt:
• Be a catalyst for sustained and balanced economic growth across the UK
• Add capacity and connectivity as part of a 21st century integrated transport system
• Deliver value to the UK taxpayer and passenger
• Set new standards in passenger experience
• Create opportunities for skills and employment
• Create a railway designed, built and operated with world-class health, safety and security standards
• Create an environmentally sustainable solution and be a good neighbour to local communities
Verkehrsminister Chris Grayling sagte: "HS2 wird das Rückgrat der britischen Eisenbahnen sein, mehr Sitze für die Passagiere an der Westküste schaffen und die Netzkapazität erhöhen. Wir brauchen Weltklasse-Know-how für dieses neue Kapitel, die Eisenbahn zu modernisieren. Wir rufen nach Bietergruppen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, einschließlich des Betriebs konventioneller und Hochgeschwindigkeitsbahnen. ... Wir erwarten, dafür sehr erfahrene Unternehmen zu gewinnen" (WKZ, Quelle DfT, 20.01.17).

RechteckSchweden: Generaldirektorin von Transportstyrelsen entlassen
Jonas Bjelfvenstam ist am 19.01.17 von der schwedischen Regierung zum einstweiligen amtierenden Generaldirektor der Transportbehörde Transportstyrelsen ernannt worden. Er wird sein Amt am 19.01.17 antreten.
Jonas Bjelfvenstam war zuvor Generaldirektor des Schwedischen Straßen- und Verkehrsforschungsinstituts VTI. Die Regierung wird nun den Prozess zur Rekrutierung eines regulären Generaldirektors beginnen.
Die vorherige Generaldirektorin Maria Ågren wurde mit sofortiger Wirkung gekündigt. Sie hatte im März 2015 ihre Stelle angetreten. Als Grund der Entlassung wird die Uneinigkeit darüber genannt, wie die Behörde weiterhin zu betreiben sei. Die Behörde selbst verwies gegenüber der Presse nach Bitte um eine Stellungsnahme zur Entlassung von Maria Ågren auf die Regierung (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Regierung, Corren, 20.01.17).

RechteckSchweiz: Neueröffnung Infopoint Sigirino

Die AlpTransit Gotthard AG bietet auch nach der Schliessung der Besucherzentren in Erstfeld und Pollegio weiterhin Besucherführungen im Ceneri-Basistunnel an. Der Infopoint Sigirino wurde aktualisiert und mit Informationen rund um die NEAT auf den neusten Stand gebracht.
Von Dienstag bis Samstag bietet die AlpTransit Gotthard AG im Ceneri-Basistunnel und in Sigirino folgende Führungen an:
• Tunnelbesuch im Ceneri-Basistunnel, inkl. Referat; Dauer ca. 3 Stunden
• Besuch der Aussenbaustelle Sigirino, inkl. Referat; Dauer ca. 2 Stunden (auch für Kinder geeignet)
• Referat über das Projekt NEAT im Infopoint Sigirino; Dauer ca. 45 Minuten
Sämtliche Führungen werden auf Italienisch, Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch angeboten (Pressemeldung AlpTransit Gotthard, 20.01.17).

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